Wirtschaftsappell: Mehr Energiewende – nicht weniger!

Über 25 Unternehmen aus verschiedenen Branchen richten einen klaren Appell an die Bundesregierung: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien darf nicht ausgebremst werden. Weitere Unternehmen können und sollen unterzeichnen, ebenso Privatpersonen als Unterstützer*innen. Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen wir diesen Appell ausdrücklich. Denn eines ist offensichtlich: Günstiger, sauberer Strom ist die Grundlage für wirtschaftliche Stärke, Energiesicherheit und neue Investitionen.
Die Wirtschaft hat gesprochen
Die Wirtschaft hat gesprochen: Über 25 Unternehmen verschiedenster Branchen und Mitgestalter der Energiewende vor Ort fordern die Bundesregierung auf, den Ausbau der Erneuerbaren Energien schneller voranzubringen. Sie wollen, dass das Energiesystem schnell modernisiert und ausgebaut wird, denn günstiger und sauberer Strom ist die Voraussetzung für wirtschaftliche Erholung, Investitionen, neue Industrien und Arbeitsplätze in Deutschland. Wir teilen die große Sorge um die kurzsichtige Energiepolitik von Schwarz-Rot. Aber wird die Bundesregierung den Unternehmer*innen zuhören?
Energiewende ist die größte Chance der Wirtschaft
Solar-, Wind- und andere erneuerbare Energien erhöhen die Energieunabhängigkeit Deutschlands, senken langfristig Strompreise und reduzieren Abhängigkeiten von geopolitisch unsicheren Energieimporten. Durch Elektrifizierung, Elektromobilität, KI, Rechenzentren und Industrie wird der Strombedarf deutlich wachsen. Ein schneller Ausbau erneuerbarer Energien ist der kostengünstigste und schnellste Weg, diesen Bedarf zu decken. Gerade nach der Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs und der gekappten Gaslieferungen ist klar geworden: Eine resiliente Energieversorgung ist auch eine wirtschaftspolitische Schlüsselfrage.
Strukturprobleme lösen statt Energiewende bremsen
Gleichzeitig benennen die Unternehmen reale Herausforderungen: Der Netzausbau, Digitalisierung und Flexibilisierung der Energieinfrastruktur müssen schneller vorankommen. Doch der richtige Weg ist nicht, den Ausbau der Erneuerbaren zu bremsen, sondern die Energiewende intelligenter und effizienter zu gestalten. Auch wir sind der Überzeugung: Investitionen brauchen Verlässlichkeit und Planungssicherheit. Wenn politische Rahmenbedingungen plötzlich geändert werden, gefährdet das Innovationen, Arbeitsplätze und den Standort Deutschland.
Schwarz-Rot auf dem energiepolitischen Irrweg
In dem Appell der Unternehmen heißt es konkret: „Mit den einseitigen Vorhaben, wie sie nun im Rahmen des Netzpakets oder den Eckpunkten eines Gebäudemodernisierungsgesetzes vorgestellt wurden, verliert die Bundesregierung die Ziele und Chancen der Energiewende aus den Augen.“ Tatsächlich startet die Bundesregierung mit ihren jüngsten Gesetzesvorhaben einen Dreifachangriff auf die Energie- und Wärmewende. Sie bremsen die Solarenergie mit der angekündigten Reform des Erneuerbare-Energie-Gesetzes aus, entziehen der Windkraft das Fundament mit dem „Netzpaket“ und erklärt fossiles Öl und Gas zu einer Hauptsäule der Energiepolitik, indem sie entsprechende Heizungen mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz auf unbestimmte Zeit weiter einbauen will.
Tempo halten beim Ausbau von Erneuerbaren
Klar ist: Die Energiewende ist keine Belastung für die Wirtschaft – sie ist eine der größten wirtschaftlichen Chancen unseres Landes. Gleichzeitig braucht es Reformen bei Netzen, Digitalisierung und Flexibilität, um das Energiesystem effizienter zu machen. Darum gilt: Tempo halten, Ausbau sichern, Infrastruktur modernisieren. Für eine starke Wirtschaft, mehr Unabhängigkeit und eine klimaneutrale Zukunft.


