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Tag der Frauengesundheit: Bundesregierung hat Frauen nicht im Blick

Eine Frau wird in eine MRT-Röhre geschoben und macht den Daumen hoch.
© Getty Images

Frauen leisten den überwiegenden Teil unbezahlter Sorgearbeit in Deutschland. Die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen des Unterhaltsvorschuss treffen unmittelbar alleinerziehende Frauen und Kinder. Sie bezahlen dafür auch mit ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit. Hier lest ihr, warum wir echte Gleichstellung in der medizinischen Gesundheitsversorgung brauchen und wie wir Frauen wirklich entlasten.

Die To-Do-Liste im Kopf hört nie auf. Geburtstage, Arzttermin, Einkauf, Elternabend, Kinderturnen, Kochen oder Urlaubsplanung – hoher Mental Load ist für viele Frauen Alltag. Diese dauerhafte Mehrfachbelastung kostet Kraft, Zeit und nicht selten auch die Gesundheit. Werden Frauen krank, sehen sie sich mit einer Gesundheitsversorgung konfrontiert, die oft vom männlichen Normkörper ausgeht. Auch die Forschung zu spezifisch weiblichen Erkrankungen wie Endometriose ist zu gering. Das ist ein Problem, denn es führt dazu, dass Krankheiten oft unerkannt bleiben oder nicht angemessen behandelt werden.

Körperliche und psychische Gesundheitsversorgung sind eine Frage der Gleichstellung

Forschung, Ausbildung und medizinische Praxis müssen geschlechtsspezifische Aspekte zur Verbesserung der Frauengesundheit zwingend berücksichtigen. Aber es geht um mehr als medizinische Versorgung. Es geht um die Frage, wie Frauen leben, arbeiten und Fürsorge leisten – und warum Entlastung noch immer viel zu oft Privatsache ist. Gerade Alleinerziehende stehen dabei unter enormem Druck. Aber psychische Belastung ist kein individuelles Versagen, sondern eine Frage von Gleichstellung.  

Wie wir Frauen wirklich entlasten

Es ist daher ein fatales Zeichen, wenn die Bundesregierung mit der geplanten Kürzung des Unterhaltsvorschusses genau bei denen kürzen will, die ohnehin schon die größte Last tragen. Wir brauchen eine Kehrtwende! Eine gerechte Sozialpolitik muss Frauen stärken, statt Belastungen weiter zu verschieben. Wir wollen verhindern, dass finanzielle, psychische und körperliche Last noch einseitiger auf Frauen abgewälzt wird. Deshalb fordern wir mehr Kassensitze, eine faire Finanzierung und eine Reform der Bedarfsplanung – für bessere psychotherapeutische Versorgung und Strukturen, die Frauen wirklich entlasten

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