Auf grünem Hintergrund steht zwischen zwei Balken "Es ist genug für alle da", darunter "Grüner Gerechtigkeitskongress" und am unteren Rand auf gelbem Hintergrund "17. - 18. Juni in Berlin". Daneben ein Icon mit mehreren Menschen.
Ein Sonnenblumenfeld
Foto: © iStock/Sean824

Wer wir sind

Wir GRÜNEN machen es uns nie leicht. Denn wir wissen, dass Demokratie vor allem bedeutet, mit viel Herzblut um den besten Weg zu streiten.

Kurzfilm über die GRÜNEN

Im Januar 2015 sind wir 35 Jahre alt geworden. Das waren 35 Jahre voller Leben und Kampf, auch Streit und Irrungen. Es waren vor allem aber 35 sehr erfolgreiche Jahre, in denen wir dieses Land enorm verändert haben – und zwar zum Besseren.

Über diese grüne Erfolgsgeschichte haben wir einen kurzen Film gemacht. Er zeigt in etwas ungewöhnlicher Weise, wo wir herkommen, wo wir hinwollen und wie grüne Ideen dieses Land verändert haben. Grüne Mitglieder können ihn im Wurzelwerk herunterladen und im ganzen Land zeigen.

Die grüne DNA

Oft haben wir harte Debatten geführt, die auch in der Gesellschaft umkämpft waren. Meistens haben wir einen guten Weg gefunden, manchmal haben wir uns auch verlaufen (ja, das gehört dazu). Häufig haben wir Entwicklungen vorausgesehen, die andere noch leugneten.

Sonne und Wind zum Beispiel erzeugen in Deutschland heute mehr Strom als Atomkraftwerke. Die Umwelt beschäftigt mehr Menschen als die Autoindustrie. Schwule landen nicht mehr im Gefängnis, sondern vor dem Standesamt. Es gibt kaum noch eine Kleinstadt ohne Biomarkt.

Das waren die Themen, mit denen die GRÜNEN vor mehr als 35 Jahren antraten. Nun sind viele dieser Ideen in der Breite der Gesellschaft angekommen. Darüber freuen wir uns.

Aber diese Themen waren für uns nie Selbstzweck. Die Überzeugung speiste sich aus einem gemeinsamen Konsens, sozusagen unserer grünen DNA: Wir GRÜNEN wollen eine Welt, in der alle Menschen ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben führen können. Dieses Ziel haben wir noch lange nicht erreicht – vielleicht werden wir es auch nie ganz erreichen. Doch es ist ein Ziel, für das sich unbedingt zu kämpfen lohnt – Stück für Stück und Tag für Tag.

  • Darum arbeiten wir für Gerechtigkeit zwischen Generationen, Geschlechtern, Menschen verschiedener Bevölkerungsgruppen und Länder.
  • Darum kämpfen wir für Solidarität mit Benachteiligten und Minderheiten.
  • Darum leben wir Demokratie und setzen uns für Bürgerbeteiligung ein.
  • Darum wollen wir gute Arbeit und gute Bildung schaffen und soziale Ungleichheit abbauen.
  • Darum wollen wir unseren Planeten bewahren und damit die Lebensgrundlage unserer Kinder.

Unsere GRÜNE Geschichte

Wie alles begann

Deutschland, Ende der Siebzigerjahre: Der steigende Ölpreis zog die bis dahin schwerste Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik nach sich. Europa wurde atomar aufgerüstet. Der scheinbar natürliche Platz der Frau war hinterm Herd, Homosexuelle und Einwanderer wurden diskriminiert. Die Luft war voller Blei und Ruß, der Regen sauer. Und die Städte wurden zu Burgen aus Beton.

Aus dem Protest gegen diesen Zeitgeist entstand die GRÜNE Bewegung. Wut über die staatstragende Atomclique war treibende Kraft der Proteste in Wyhl, Brokdorf und Wackersdorf. Und es stimmt: Noch heute sind wir skeptisch, wenn Großkonzerne Allianzen mit den Regierenden eingehen.

Die Gründung der GRÜNEN

Mit der Erkenntnis, dass natürliche Ressourcen begrenzt sind und ein wirtschaftliches und gesellschaftliches Umdenken stattfinden muss, standen wir damals ziemlich allein da - insbesondere in der ideologisch festgefahrenen Politik.

Wir haben gestritten und Pullover gestrickt, wurden als Müslifresser und Ökospinner verlacht. Doch unsere Idee hielt das nicht auf – auch weil wir beharrlich für sie gekämpft haben, auch gegen die mächtigsten Gegner.

Menschen ganz verschiedener politischer Richtungen fanden sich zu dieser Zeit zusammen, um gemeinsam eine politische Alternative zu schaffen. Sie stammen aus Umweltverbänden, der Friedens- und Anti-Atom-Bewegung, Dritte-Welt-Gruppen bis hin zu Fraueninitiativen. So wurden im Jahr 1980 die Grünen gegründet, drei Jahre später gelang der Einzug in den Bundestag.

Vereinigung mit BÜNDNIS 90

DIE GRÜNEN waren geprägt von der Idee der deutschen Zweistaatlichkeit. Ähnlich dachten große Teile der DDR-Bürgerrechtsbewegung, die eher eine bessere DDR als ein Deutschland wollten. DIE GRÜNEN verloren krachend die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl 1990, BÜNDNIS 90 zog in den Bundestag ein.

Darauf schlossen sich erst West- und Ost-GRÜNE zusammen, später GRÜNE und BÜNDNIS 90. Gemeinsam bundespolitisch stark werden war das Ziel, der Weg zum Vereinigungsparteitag 1993 steinig.

Doch es lohnte sich: Die Bürgerbewegten sicherten ihren dauerhaften bundespolitischen Einfluss. Die West-GRÜNEN entwickelten einen an Dialog und Konsens orientierten Politikstil. Und das Land erlebte das seltene und kostbare Beispiel einer ost-westdeutschen Vereinigung auf Augenhöhe.

Die rot-grüne Bundesregierung

Joschka Fischer auf einem Plakat für die Bundestagswahl 2002 – Aussen Minister, innen grünIm Jahr 1998 wurde Helmut Kohl abgewählt: Bündnis 90/DIE GRÜNEN und SPD stellten die neue Bundesregierung. Für unsere Partei eine ganz neue Situation in einer schwierigen Zeit. Die Zustimmung der Koalition zum Krieg im Kosovo droht die Partei zu zerreißen, der Parteitag in Bielefeld war von erbitterten Konflikten geprägt.

In den folgenden sechs Regierungsjahren hat Rot-Grün unser Land dennoch verändert: Umweltminister Jürgen Trittin boxte den Atomausstieg gegen heftige Widerstände durch, nach 16 Jahren Lähmung unter Helmut Kohl haben wir eine gesellschaftliche Modernisierung durchgesetzt. 

Heute wissen wir, dass wir dabei auch Fehler gemacht haben. Die Agenda 2010 zum Beispiel brachte neben viel Positivem auch Effekte mit sich, die wir nicht beabsichtigten.

Mehr über die Jahre 1998 bis 2005 erfährst du in diesem Interview mit Joschka Fischer.

Es gibt noch viel zu tun

Wind, Sonne und Wasser werden nie versiegen, ihr Potential wird noch immer nur halbherzig und ineffizient genutzt.  Die Energiewende ist zugleich auch eine große Chance. Durch Energieeffizienz, technologischen Fortschritt und Demokratisierung der Energieversorgung können wir zum Vorreiter werden.

Wir leben heute in einem reichen Land, in dem Schulen verfallen und Armut trauriger Alltag ist. In dem Kinder nicht die Bildung bekommen, die sie brauchen und in dem Menschen trotz Arbeit ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können. In dem Frauen für gleiche Arbeit viel weniger Lohn erhalten und bestraft werden, weil sie Kinder bekommen. Das bringt uns als Gesellschaft auseinander, nicht zusammen. Die Mehrheit der Menschen will das nicht, sondern endlich eine gerechtere Bildungspolitik und eine offene Gesellschaft.

Die Große Koalition vernachlässigt drängende Zukunftsaufgaben und verwaltet den Stillstand. Sie fährt die Energiewende an die Wand, versäumt Investitionen in unsere Infrastruktur und verteilt Geschenke auf Kosten künftiger Generationen. Obwohl Deutschland auf Einwanderung angewiesen ist, sträubt sie sich gegen ein neues Einwanderungsgesetz, das mehr Menschen die Möglichkeit gibt einzuwandern. Sie beteiligt sich an der inhumanen Abschottungspolitik an den Außengrenzen Europas, lässt Flüchtlinge im Stich und spart europäische Krisenländer kaputt. Wir wollen das ändern.

Der Blick für’s Ganze

Auch wir GRÜNE sind nur Menschen. Viele von uns essen gern ungesund, manche fahren gern Auto oder trennen ihren Müll nicht. Einige von uns wollen die kleinen Dinge im Alltag verändern, andere das große Ganze. Und auch wir GRÜNE machen Fehler.

Von anderen Parteien unterscheidet uns aber der ganzheitliche und langfristige Blick auf die Dinge. Wir denken über den schnellen Erfolg hinaus.

Wir kämpfen dafür, dass Politik bürgernaher wird und die Demokratie lebendig bleibt. Damit wir gemeinsam mit dir den Wandel anpacken können, der eine lebenswerte Zukunft sichert.

Webbanner mit Text: Partei ergreifen - jetzt Mitgliedsantrag ausfüllen - darunter Strichmännchen, die sich umarmen
 Foto: gruene.de (CC BY-NC 3.0)

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