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35 grüne Jahre (9): Anti-Atom-Bewegung

Wie war es, als die Grünen in den Bundestag einzogen? Oder später regierten? Diese und andere prägende Meilensteine der Grünen Chronik werden hier in 35 Geschichten anlässlich unseres 35. Geburtstags in Erinnerung gerufen.

Atomkraft? Nein, danke!

Tausende demonstrieren 1986 gegen das Atomkraftwerk in Brokdorf.

Atomkraft ist im grünen Gründungsjahr 1980 eine zentrale Säule der Energieversorgung in Deutschland, die von den anderen Parteien unkritisch unterstützt und weiter ausgebaut wird. Ein Jahr zuvor ist es in Harrisburg (USA) fast zur Katastrophe gekommen, in Bonn aber setzt eine Allparteienkoalition weiter auf die Risikotechnologie. GRÜNE und Anti-Atom-Bewegung – groß geworden im Widerstand – kämpfen zwei Jahrzehnte lang gemeinsam für den Ausstieg und für den Umstieg auf erneuerbare Energien – in Gorleben, Wackersdorf, Grohnde und Brokdorf. Die Tragödie von Tschernobyl 1986 macht die existenziellen Gefahren der Atomkraft auch einer breiten Öffentlichkeit deutlich und den Atomausstieg mehrheitsfähig.

Dass GRÜNE in der Regierung einem schrittweisen statt dem sofortigen Ausstieg zustimmten, wird von Anti-Atom Aktivisten als Verrat empfunden. Heute kämpfen beide wieder gemeinsam gegen den drohenden Ausstieg aus dem Ausstieg durch die schwarz-gelbe Koalition. 2008 blockieren Claudia Roth und andere den Castortransport nach Gorleben. 2009 sind die GRÜNEN Teil der größten Anti-Atom-Demonstration seit 25 Jahren.

 

Hier geht es zu allen Episoden unserer Serie "Grüne Geschichte(n)".

Weitere Jahreszahlen und Grüne Ereignisse finden Sie in unserer Überblicks-Chronik.

Quelle Abb.: Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich Böll Stiftung