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Plastiktüten und weiterer Plastikmüll treiben unter Wasser, der Meeresboden ist zu sehen.
Wir fordern, die weitere Vermüllung der Meere mit Plastik umgehend zu stoppen. Foto: © shutterstock

Die Plastikflut stoppen!

Die Gurke in Plastikfolie, doppelt verpackte Schokoriegel, Plastikstrohhalme und Einwegbesteck: Plastikmüll ist die Seuche des 21. Jahrhunderts. Sie tötet Tiere und verschmutzt unsere Natur für Jahrhunderte. Eine Plastiktüte braucht je nach Kunststoff 20-100 Jahre bis sie zerfallen ist, Styroporbecher 50 Jahre und Wattestäbchen 150 Jahre. So wollen wir die Umweltverschmutzung durch Plastik eindämmen und die Vermüllung der Meere stoppen.

Jedes Jahr gelangen weltweit etwa acht Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane. Das ist ungefähr so, als würde in jeder Minute eine LKW-Ladung Plastikmüll ins Meer entleert werden. Der Müll tötet Tiere, die Plastik mit Nahrung verwechseln oder sich in ihm verheddern. Wenn wir daran nichts ändern, schwimmt 2050 mehr Plastik als Fische im Meer. Das Plastik zersetzt sich in Kleinstteile und wird von Fischen gefressen, die später auf unserem Teller landen.

Das Problem ist bekannt, die Empörung stets groß. Aber es braucht klarere Regeln und eine bessere Gesetzgebung – es reicht nicht, das Problem nur bei Verbraucherinnen und Verbrauchern abzuladen. Sie können die Plastikflut nicht alleine stoppen.

So wollen wir die Umweltverschmutzung durch Plastik eindämmen und die Vermüllung der Meere stoppen:

  • Wir wollen eine EU-weite Plastiksteuer auf Wegwerfprodukte einführen, damit sich deren Produktion nicht mehr lohnt. Es ergibt keinen Sinn, ein sehr langlebiges Material für die kurzfristige Verwendung zu nutzen.
  • Wir wollen staatliche Subventionen für Plastik abschaffen: Erdöl zur Produktion von Kunststoffen wird bisher nicht besteuert – bei der Verwendung für Kraftstoffe schon. Das nutzt der Plastikindustrie, aber nicht der Umwelt.
  • Wir wollen ein besseres Recyclingsystem: Materialien wieder zu verwenden muss Vorrang haben vor der Müllverbrennung zu Dumpingpreisen.
  • Wir wollen kein Mikroplastik mehr in Peelings, Duschgels und Zahnpasta. Plastik hat in Kosmetikprodukten nichts verloren.
  • Wir wollen die vergünstigte Mehrwertsteuer auf Wegwerfprodukte wie To-Go-Becher abschaffen.

Du willst auch aktiv werden und im Alltag weniger Plastikmüll produzieren? Hier haben wir zehn Tipps zusammengestellt.