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Starkes Signal gegen Tierfabriken

Trotz eisigen Schneeregens kamen am Samstagvormittag über 20.000 Menschen zum Berliner Hauptbahnhof, um für gesunde Lebensmittel, gegen Massentierhaltung und Gentechnik zu demonstrieren. Mit dabei waren auch hunderte Grüne. Zeitgleich starten grüne Agrarminister eine Bundesratsinitiative gegen große Tiermastanlagen auf der grünen Wiese.

V.l.n.r.: Malte Spitz, Ulrike Höfken, Harald Ebner, Johannes Remmel, Bärbel Höhn, Alexander Bonde, Cornelia Behm.

Mehr als 90 Organisationen - Umwelt- und Tierschützer, Imker, Bauern und Entwicklungshelfer - hatten bundesweit zu dem Protest unter dem Motto "Wir haben es satt" gegen die herkömmliche industrielle Landwirtschaft und die Gentechnik-Lobby aufgerufen. Nach Angaben der Veranstalter folgten rund 23.000 Menschen dem Aufruf, begleitetet von Dutzenden Traktoren. Auf ihrer Route zogen die Demonstranten am Nachmittag vom Hauptbahnhof bis vor das Bundeskanzleramt.

An der Demonstration beteiligten sich auch mehrere hundert grüne Parteimitglieder, darunter die grüne Agrarministerin Ulrike Höfken aus Rheinland-Pfalz und ihre männlichen Kollegen Alexander Bonde aus Baden-Württemberg und Johannes Remmel aus Nordrhein-Westfalen. Mit dabei waren auch die Bundestagsabgeordneten Bärbel Höhn, Cornelia Behm und Harald Ebner sowie Bundesvorstandsmitglied Malte Spitz. 

Zuvor hatten die rot-grün regierten Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eine Bundesratsinitiative angekündigt, die bundesweit große Tiermastanlagen auf der grünen Wiese verhindern soll. Die Zahl der Tiere in solchen Ställen soll stärker begrenzt und den Gemeinden bei der Planung mehr Mitsprache ermöglicht werden. Allein in NRW sind mehr als hundert Großmastanlagen beantragt, in Mecklenburg-Vorpommern entsteht gerade die größte Mastanlage Europas.

"Der Protest ist eine unüberhörbare Aufforderung an die Budesregierung, dem unbegrenzten Wachstum zulasten von Umwelt, Tierschutz und Gesundheit Grenzen zu setzen", sagte Johannes Remmel nach der Demonstration. "Auch die Veröffentlichung der Antibiotikastudien schreien danach: Ändert was!"