Ein Mann hebt Holzbretter von einem Stapel.
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Wir sorgen für ein friedliches Zusammenleben und eine gute Integration

Integration beginnt am Tag des Ankommens. Wer Teil dieser Gesellschaft werden soll, braucht Rechte und Zugänge. Wer Teil dieser Gesellschaft sein will, braucht Sprache und Motivation. Grüne Politik fördert Teilhabe, unterstützt die Ankommenden und die hier Lebenden. Wir Grünen sind die Integrationspartei. Wir sorgen für ein gutes und friedliches Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft.

Integration stellt Anforderungen an die Menschen, die zu uns kommen, an alle, die schon länger hier leben, aber auch an unsere Gesellschaft. Integration ist ein wechselseitiger Prozess, der von allen Beteiligten die Bereitschaft abverlangt, in unserer Gesellschaft zusammenzuleben. Dabei sind die Werte des Grundgesetzes Grundlage für das Zusammenleben in unserem Land. In unserem gemeinsamen Land gilt das für alle, egal ob sie aus Dresden oder aus Damaskus kommen. Für uns zählt nicht, woher ein Mensch kommt, es zählt, wo sie oder er hin will.

Ein friedliches und inklusives Zusammenleben in Vielfalt funktioniert nur mit Rechten und Pflichten, die für alle gleichermaßen gelten. Menschenfeindliche Ideologien verhindern Integration und gefährden den gesellschaftlichen Frieden. Allen Versuchen, unsere Gesellschaft durch Ausgrenzung, rassistische Diskriminierung und Bedrohung von Menschen zu spalten, stellen wir uns entschieden entgegen, egal aus welcher Ecke sie kommen. Das ist eine gemeinsame Aufgabe, die uns allen etwas abverlangt und von der wir alle profitieren.

Ob Staatsbürgerschaftsreform, Einführung der Integrationskurse oder der Einsatz für Zugänge zu guter Bildung und Arbeit: Grüne Integrationspolitik setzt seit jeher auf Rechte und Teilhabe aller in dieser Gesellschaft. Wir haben damit die Integrationspolitik dieses Landes auf eine neue Grundlage gestellt. Wir wollen gute Bedingungen für eine erfolgreiche Integration schaffen: mit ausreichenden Integrations- und damit Sprachkursen, Zugang zu Arbeit, bezahlbaren Wohnungen, Schulen mit ausreichend Lehrerinnen und Lehrern und der Stärkung der Antidiskriminierungsstellen. Das Bildungssystem werden wir so durchlässig gestalten, dass wir auch gegenüber Migrantinnen und Migranten das Versprechen eines sozialen Aufstiegs über gute Bildung einhalten können. Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der Unterschiede nicht zu Diskriminierung und Ausgrenzung führen und alle gleichberechtigt ihren Platz finden können.


Das haben wir vor: So führen wir Integration zum Erfolg

  1. Wir haben zur Regelung der zukünftigen Einwanderung ein grünes Einwanderungsgesetz vorgelegt, das Einwanderung kontinuierlich, aber gesteuert ermöglicht. Mithilfe einer Talentkarte und einem Punktesystem wollen wir das Verfahren vereinfachen, damit erleichtern wir gerade für kleinere und mittlere Betriebe die Suche nach gut qualifizierten dringend benötigten Fachkräften.

  2. Gut integrierten Geflüchteten, die ein bestehendes Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis haben, wollen wir einen Aufenthaltstitel (ein Bleiberecht) verschaffen, weil das Perspektiven und Rechtssicherheit schafft – für die Geflüchteten, wie für die Arbeitgeber *innen

  3. Wir wollen unbürokratische Möglichkeiten für den Mit- bzw. den Nachzug von Familienangehörigen schaffen. Die Beschränkung auf ein monatliches Kontingent von 1.000 Personen durch die Bundesregierung lehnen wir ab, zumal selbst dieses aufgrund bürokratischer Hindernisse nicht voll ausgeschöpft wird. Denn nur wer seine Familie in Sicherheit und in seiner Nähe weiß, kann sich auf die neue Heimat mit aller Kraft einlassen.

  4. Wir werden für eine qualitativ hochwertige Sprachförderung sorgen, die darauf zielt, Menschen gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Wir wollen ausländische Bildungs- und Berufsabschlüsse schneller und großzügiger anerkennen und ein verlässliches Bleiberecht während und nach der Ausbildung gewährleisten.

  5. Wir wollen die Kommunen und Gemeinden stärken, so dass sie gemeinsam mit den Engagierten und den Geflüchteten selbst die Integration voranbringen können. Ausländerbehörde, Jobcenter bzw. die Bundesagentur für Arbeit und das Sozialamt sollen die Neuankommenden aus einer Hand beraten.

  6. Wir wollen uns insbesondere für die Integration von Kinder und Jugendlichen, Frauen und LGBTIQ einsetzen und ihnen Schutzräume und adäquate Unterstützung ermöglichen. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge wollen wir weiterhin im Rahmen der Jugendhilfe wie alle anderen Jugendlichen unterstützen und keine weiteren Sonderregeln für Geflüchtete.

  7. Wir setzen uns für ein liberales Staatsbürgerschaftsrecht ein: Wir wollen Einbürgerungen erleichtern und beschleunigen. Wer in Deutschland geboren wird, erhält einen deutschen Pass.

  8. Wir wollen ein eigenständiges Einwanderungs- und Integrationsministerium. Es soll alle migrations-, flüchtlings-, integrations- und staatsangehörigkeitsrechtlichen Abteilungen zusammenfassen. Dies hat sich in grün-mitregierten Bundesländern bewährt.

  9. Alle Menschen, die ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht und ausreichende Deutschkenntnisse haben, sollen schneller einen Anspruch auf die deutsche Staatsangehörigkeit haben.

  10. Wir setzten uns dafür ein, dass das Leben und Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund und Neuen Deutschen sichtbarer wird. Die Migrant*innenorganisationen und Neuen Deutschen Organisationen tragen wesentlich dazu bei, insbesondere die Teilhabe von Menschen aus Einwanderer*innenfamilien zu verbessern. Gleichzeitig bedarf es der interkulturellen Öffnung in allen Bereichen.