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Eine Kuh steht im Stall auf Heu. Es fällt Sonnenlicht durch das Fenster.
Catherine Falls Commercial via Getty Images
Thema

Faire Landwirtschaft

Wir machen die Landwirtschaft fit für die Zukunft und zeigen, was ökologische Landwirtschaft leisten kann: Faire Löhne für Landwirt*innen, hochwertige und bezahlbare Produkte für Verbraucher*innen, die klima- und umweltschonende Nutzung von Flächen und Wasser und der respektvolle Umgang mit Tieren. Wir wollen die regionale Erzeugung und Vermarktung stärken und so dem Höfesterben der letzten Jahre entgegentreten.

Wie wir mit der Natur arbeiten, nicht gegen sie

  1. Förderung nach ökologischen Kriterien, nicht nach Flächengröße

    Die meisten Bäuer*innen können und wollen nicht immer größer werden. Wir bieten einen Ausweg aus dem Teufelskreis durch gezielte Förderung. Mehr erfahren ↓

  2. Weniger Einsatz von Pestiziden und Antibiotika

    Bis 2030 wollen wir den Anteil des Ökolandbau von 30 Prozent erreichen, sowie eine Halbierung des Pestizid- und Antibiotika-Einsatzes. Mehr erfahren ↓

  3. Bessere Tierhaltung

    Tiere sollen nicht unnötig leiden. Wir unterstützen Landwirt*innen finanziell beim Umbau ihrer Ställe.  Mehr erfahren ↓

Landwirt*innen sichern und versorgen uns mit gutem und ausreichendem Essen. Sie leisten damit einen großen Beitrag zur Gesellschaft, den wir anerkennen und wertschätzen. Angesichts der zunehmenden Industrialisierung der Landwirtschaft und der damit einhergehenden Belastung der Böden, des Trinkwassers und der Tiere hat die Politik die Aufgabe, die Landwirtschaftsförderung von Grund auf umzugestalten. Wir wollen Bäuer*innen einen Ausweg aus dem System des „Wachse oder Weiche“ anbieten. Dazu gehört vor allem, dass sie für ihre vielfältigen Gemeinwohlleistungen gezielt entlohnt werden. Die damit verbundene Umstellung auf regionalere und ökologischere Landwirtschaft wird sich sowohl positiv auf das Klima und die Umwelt auswirken, als auch auf die Qualität der Produkte. Davon profitiert nicht zuletzt die Gesundheit aller Menschen.

Damit Landwirt*innen für die Menschen sicher, gesund und nachhaltig produzieren können

Die Nachfrage nach regionalen und ökologisch erzeugten Lebensmitteln steigt – wir wollen diesen Trend unterstützen. Deswegen setzen wir auf Vielfalt aus der Region, auf Nachhaltigkeit und Geschmack. Auch im Sinne der Ernährungssicherheit ist es wichtig, bäuerliche Strukturen zu stärken und regionale Wertschöpfungsketten und solidarische Systeme zu fördern. Eine solche Landwirtschaft steht für den Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft und die Vielfalt von Anbausystemen, Nutztierrassen und Pflanzensorten.

Wie wir gemeinsam mit den Bäuer*innen den Wandel zur zukunftsfähigen Landwirtschaft verwirklichen wollen

Faire Preise für die Landwirt*innen

Bäuerinnen und Bauern müssen von ihrer Arbeit leben können. Wir werden daher mit Hilfe des Wettbewerbsrechts gegen Dumpingpreise im Lebensmittelhandel und gegen Bodenspekulation vorgehen. Bäuerinnen und Bauern werden von Dumpingpreisen erdrückt und müssen immer mehr produzieren, um zu überleben. Auch die Tiere werden immer mehr auf Leistung gezüchtet und leben immer kürzer. Indem wir staatliche Mittel nur noch für gesellschaftliche Leistungen bereitstellen, statt für Flächenbesitz, bekämpfen wir den Teufelskreis aus „Immer billiger, immer mehr“.

Stärkung der ökologischen Landwirtschaft

Die Gelder der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) sollen künftig an gesellschaftliche Leistungen gebunden werden – also für mehr Klima-, Umwelt-, Natur- und Tierschutzmaßnahmen fließen. Unser Ziel ist es, einen Ökolandbau-Anteil von 30 Prozent sowie eine Halbierung des Pestizid- und Antibiotika-Einsatzes bis 2030 zu erreichen. Die Weidetierhaltung verdient dabei eine besondere Förderung, da sie das ökologisch wertvolle Grünland erhält und sinnvoll nutzt.

Vielfältiges Saatgut ohne Patente

Eine vielfältige, gerechte und nachhaltige Landwirtschaft beginnt beim Saatgut. Angesichts der Klima- und Biodiversitätskrise wollen wir die Züchtung von robusten Sorten und die Forschung für ökologisches Saatgut vorantreiben. Die Freiheit der Forschung wollen wir gewährleisten, gleichzeitig müssen Gefahren für Mensch und Umwelt ausgeschlossen werden. Wir werden daher an einem strengen Zulassungsverfahren festhalten. Außerdem wollen wir eine verbindliche Kennzeichnung, die gentechnikfreie Produktion ausweist und für verlässliche Informationen über Herkunft und Inhalt der Lebensmittel sorgt. So schützen wir die Wahlfreiheit der Verbraucher*innen.

Tierhaltung - Klasse statt Masse

Tiere, die in Massentierhaltung auf engstem Raum zusammengepfercht leben, ohne Frischluft schnuppern zu können: Viele Menschen wünschen sich, dass Tiere in der Landwirtschaft nicht unnötig leiden müssen. Wir wollen eine tiergerechte Haltung gezielt fördern und die gesetzlichen Regeln verbessern, damit Kühe, Schweine und Hühner ausreichend Platz, Auslauf, Licht und Beschäftigung erhalten. Einen wichtigen ersten Schritt sind wir mit der verbindlichen, staatlichen Tierhaltungskennzeichnung gegangen. Verbraucher*innen können sich damit bewusst für nachhaltige Haltungsformen entscheiden. Landwirt*innen wiederum erhalten eine sichere Perspektive und finanzielle Unterstützung für den erforderlichen Umbau der Ställe.

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