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Welt-Aids-Tag: Prävention und Akzeptanz

Anlässlich des 27. Welt-Aids-Tages am 1. Dezember 2014 erklären Simone Peter und Cem Özdemir, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Beim Umgang mit HIV und Aids bleibt noch viel zu tun. Auch wenn Deutschland eine der niedrigsten Neuinfektionsraten in Europa aufweist, bedarf es weiter intensiver Präventionsarbeit. Unwissenheit und Vorurteile sind noch immer weit verbreitet. Menschen mit HIV-Infektion erleben vielfach Stigmatisierung und Ausgrenzung – im Alltag, im Berufsleben und im Gesundheitsbereich. Wir begrüßen deshalb die Forderung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Menschen mit HIV und anderen chronischen Krankheiten durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zu schützen.

Der aktive Kampf gegen Diskriminierung ist unerlässlich für eine erfolgreiche Strategie gegen HIV und Aids. Denn nur so ist ein angstfreier Zugang zu Präventions- und Therapieangeboten möglich. Dank frühzeitiger Behandlung und wirkungsvoller Medikamente können Menschen mit HIV-Infektion eine nahezu normale Lebenserwartung erreichen. Sie können arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Weltweit haben immer noch mehr als 20 Millionen Menschen keinen Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten. Fehlendes Geld und fehlender politischer Wille kosten Tausenden jährlich das Leben. Ein früher Therapiebeginn hilft den Betroffenen und verhindert, dass sich das HI-Virus ausbreitet. Dafür muss die internationale Staatengemeinschaft ausreichend Mittel bereitstellen. Die Bundesregierung hingegen kürzt ihre Mittel zur Bekämpfung von HIV und Aids, anstatt mehr internationale Verantwortung zu übernehmen.

Schon heute steht leider fest: Europa hat sein Milleniumsziel, bis 2015 die Geschwindigkeit der Ausbreitung von HIV zu reduzieren, nicht erreicht. Das sollte die Welt aufrütteln, damit sie die Bekämpfung von HIV und Aids intensiviert. Es geht um viele Leben, die mit mehr Mut und Einsatz gerettet werden können."