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Sicherheit und Rechte der Krim-Tataren garantieren

Zum morgigen 70. Jahrestag der Deportation der Krimtataren aus ihrer Heimat erklärt Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"An diesem Sonntag jährt sich zum 70. Mal die Deportation der Krimtataren aus ihrer Heimat. 1944 deportierte Joseph Stalin die turksprachige Bevölkerungsgruppe wegen angeblicher Kollaboration mit der Wehrmacht nach Zentralasien. Knapp die Hälfte der etwa 280.000 Deportierten starb während des Transports. Erst in den 1980er Jahren durften sie auf die Halbinsel zurückkehren, wo sie heute etwa 15 Prozent der Bevölkerung stellen.

Seit der Annektierung der Halbinsel durch Russland erfahren die Krimtataren verstärkt wieder politische und gesellschaftliche Diskriminierung. Bis heute sind bis zu 3.000 Krimtataren aus ihrer Heimat geflohen. Zusätzlich wird Mustafa Dschemilew, dem ehemaligen Vorsitzenden der Nationalen Versammlung der Krimtataren, die Einreise auf die Krim zu den Gedenkfeiern verweigert.

Es entsteht der Eindruck, dass Druck und Übergriffe auf die Krimtataren wieder zunehmen. Trotz der eskalierenden Situation in der Ost-Ukraine dürfen wir die Bevölkerung auf der Krim nicht vergessen. Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, die Lage verstärkt zu beobachten, den Dialog mit allen politischen und gesellschaftlichen Akteuren auf der Krim aufrechtzuerhalten und sie nicht ihrem Schicksal zu überlassen. Die Sicherheit und Rechte der Krimtataren müssen auch unter russischer Kontrolle garantiert werden."