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Mut zu klaren Prioritäten in der Bildung

Zum Nationalen Bildungsbericht 2014 erklärt Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Es bewegt sich was, aber leider viel zu wenig. Für die Bundesregierung gibt es keinen Grund, zufrieden zu sein. Bildung ist der Großen Koalition kaum etwas wert. Während das Rentenpaket bis 2017 weit über 30 Milliarden Euro kostet, investiert die Große Koalition nur sechs Milliarden in die Bildung. Das ist zukunftsvergessen, da stimmen die Verhältnisse nicht.

Wir brauchen in der Bildungspolitik Mut zu klaren Prioritäten. Ganz vorne stehen muss die Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher, die in unserem Bildungssystem viel zu lange aussortiert wurden. Unser Bildungssystem muss endlich lernen, mit Vielfalt umzugehen, darum ist mehr individuelle Förderung das Gebot der Stunde. Das gilt für Kinder mit Migrationshintergrund ebenso wie für solche mit Behinderungen und aus nicht-akademischen Familien. Hier gibt es noch so viel Potenzial, das in unserem Bildungssystem ausgebremst wird. Angesichts des absehbaren Fachkräftemangels sind wir auf diese Talente auch unbedingt angewiesen.

Das Kooperationsverbot in der Bildung zwischen Bund und Ländern ist ein Klotz am Bein aller, die ernsthaft einen Bildungsaufbruch wollen. Wir brauchen hier einen klaren Kurswechsel. Bund, Länder und Kommunen müssen die Herausforderungen in einer gemeinsamen Kraftanstrengung angehen. Es ist nicht zu vermitteln, dass der Bund Schulen im Ausland unterstützen darf, aber nicht im eigenen Land. Bei einer solchen Reform geht es nicht um eine Einschränkung des Föderalismus, sondern vielmehr um seine Zukunft und Akzeptanz in der Bevölkerung.“