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Internationaler Roma-Tag: Diskriminierungen endlich beenden

Zum Internationalen Roma-Tag am 8. April erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Sinti und Roma leben seit Jahrhunderten in fast allen Regionen Europas. Mit ca. 12 Millionen Angehörigen sind sie die größte europäische Minderheit. Fast überall werden sie bis heute diskriminiert und ausgegrenzt. So leben viele von ihnen häufig in bitterer Armut und werden oftmals sogar staatlicherseits von sozialer und gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen. Der Zugang zum Bildungswesen, zum Arbeits- und Wohnungsmarkt oder zur Gesundheitsversorgung ist in vielen europäischen Ländern für sie fast unüberwindbar – mal aufgrund gläserner Mauern, mal wegen einer eindeutigen Ausgrenzungspolitik. Der Internationale Roma-Tag ist deshalb ein wichtiger Anlass, um auf die Situation der Roma in Europa aufmerksam zu machen. Er erinnert an den ersten Welt-Roma-Kongress 1971 in London, auf dem sich die unterschiedlichen ethnischen Gruppen, die sich heute als Roma bezeichnen, zusammenfanden und so zum ersten Mal eine gemeinsame Stimme gegen die Diskriminierungen erhoben. Doch auch 42 Jahre später erleben wir, wie beispielsweise in Deutschland der Bundesinnenminister mit der Kennzeichnung von Roma als 'Armutsflüchtlinge' Wahlkampfpopulismus auf deren Rücken macht und mit dieser Begründung EU-Ländern wie Bulgarien und Rumänien den Beitritt in den Schengenraum verweigert. Doch gerade Deutschland trägt angesichts der Ermordung und erbitterten Verfolgung der Roma in der Nazizeit eine besondere Verantwortung beim Schutz dieser Minderheit. Doch statt die von der EU eingesetzte Roma-Strategie endlich in einem nationalen Aktionsplan umzusetzen, werden unter Schwarz-Gelb weiter gefährliche Ressentiments gegen Roma bedient. Zum Internationalen Roma-Tag fordern wir endlich ein Ende der Diskriminierung und der sozialen Ausgrenzung der Roma und rufen die Bundesregierung auf, die Kommunen bei der Integration der Roma in Deutschland zu unterstützen."

„Sinti und Roma leben seit Jahrhunderten in fast allen Regionen Europas. Mit ca. 12 Millionen Angehörigen sind sie die größte europäische Minderheit. Fast überall werden sie bis heute diskriminiert und ausgegrenzt. So leben viele von ihnen häufig in bitterer Armut und werden oftmals sogar staatlicherseits von sozialer und gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen. Der Zugang zum Bildungswesen, zum Arbeits- und Wohnungsmarkt oder zur Gesundheitsversorgung ist in vielen europäischen Ländern für sie fast unüberwindbar – mal aufgrund gläserner Mauern, mal wegen einer eindeutigen Ausgrenzungspolitik. Der Internationale Roma-Tag ist deshalb ein wichtiger Anlass, um auf die Situation der Roma in Europa aufmerksam zu machen. Er erinnert an den ersten Welt-Roma-Kongress 1971 in London, auf dem sich die unterschiedlichen ethnischen Gruppen, die sich heute als Roma bezeichnen, zusammenfanden und so zum ersten Mal eine gemeinsame Stimme gegen die Diskriminierungen erhoben. Doch auch 42 Jahre später erleben wir, wie beispielsweise in Deutschland der Bundesinnenminister mit der Kennzeichnung von Roma als 'Armutsflüchtlinge' Wahlkampfpopulismus auf deren Rücken macht und mit dieser Begründung EU-Ländern wie Bulgarien und Rumänien den Beitritt in den Schengenraum verweigert. Doch gerade Deutschland trägt angesichts der Ermordung und erbitterten Verfolgung der Roma in der Nazizeit eine besondere Verantwortung beim Schutz dieser Minderheit. Doch statt die von der EU eingesetzte Roma-Strategie endlich in einem nationalen Aktionsplan umzusetzen, werden unter Schwarz-Gelb weiter gefährliche Ressentiments gegen Roma bedient. Zum Internationalen Roma-Tag fordern wir endlich ein Ende der Diskriminierung und der sozialen Ausgrenzung der Roma und rufen die Bundesregierung auf, die Kommunen bei der Integration der Roma in Deutschland zu unterstützen."