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FDP-Wahlkampf auf Kosten der Schlecker-Frauen

Zum Scheitern der Einigung über Auffanggesellschaften für Schlecker-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter erklärt Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Das Pech der 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schlecker sind zwei Landtagswahlen und die Existenzsorgen der FDP. So muss das Schicksal der vorwiegend weiblichen Beschäftigten hinter dem Überlebenskampf von Rösler, Kubicki und Lindner zurückstehen. Wie bei der Finanztransaktionssteuer heisst es auch hier bei der FDP: Erst kommt die Partei, dann erstmal lange Zeit nichts mehr und dann geringverdienende Frauen und das Land oder Europa.

Eine Transfergesellschaft hätte einzig und alleine die Aufgabe gehabt, die betroffenen Menschen weiter zu qualifizieren und eine Hilfestellung zu geben, damit sie möglichst schnell wieder im ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen können.

Es passt offenbar nicht in das neoliberale Weltbild der FDP, zwischen einem Unternehmen und den dort beschäftigen Menschen zu unterscheiden. Denn niemand hat eine Rettung des Unternehmens Schlecker gefordert, dessen Führung die Drogeriekette abgewirtschaftet und von den ausbleibenden Kunden die rote Karte gezeigt bekommt hat. Vielmehr ging es darum, 11.000 Beschäftigten eine Zukunftsperspektive zu bieten. Es ist der FDP offensichtlich gleichgültig, dass diese Menschen nicht auf Anrufe von Headhuntern hoffen können oder von heute auf morgen ihren Wohnort wechseln, um ihre Jobchance zu erhöhen."