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Großer Text: "Für mehr Grün". Darunter: "Landtagswahlen in Bayern am 14.10. und Hessen am 28.10.".

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Die Hälfte der Macht den Frauen!

Zum Abschluss der Bundesfrauenkonferenz erklären Claudia Roth, Bundesvorsitzende, und Astrid Rothe-Beinlich, Frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Schwarz-Gelb hat die Frauenpolitik abgewrackt und faktisch abgeschafft. Beratungsstellen mussten schließen, Frauenhausplätze wurden zusammengestrichen, und Deutschland ist zu einem der Länder mit der größten Lohnungerechtigkeit verkommen. An dieser Ignoranz ändert auch das plötzlich neu entdeckte Herz von Jürgen Rüttgers für die Alleinerziehenden nichts. Seine Ankündigung, ihre Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern zu wollen, steht in krassem Widerspruch zum Handeln der NRW-Landesregierung.

Wir fordern, dass Geschlechtergerechtigkeit endlich in den Mittelpunkt der Debatte um einen sozialen und ökologischen Umbau der Wirtschaft rückt. Wir brauchen gemischte Teams in allen Branchen und auf allen Ebenen. Deshalb streiten wir für eine Frauenquote von 50 Prozent in den Aufsichtsräten. Mit der derzeitigen Führungs-Unkultur, die Frauen außen vor lässt, schießen Unternehmen ein Eigentor, weil sie auf die Hälfte der gesellschaftlichen Kreativität und Kompetenz verzichten. Wir fordern ein bundesweites Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, da eine freiwillige Selbstverpflichtung aus unserer Sicht gescheitert ist.

Frauenarbeit muss endlich gerecht vergütet werden, denn sie ist 100 Prozent wert. Es kann nicht sein, dass vor allem die Branchen gefördert werden, in denen Männer beschäftigt sind – wie die Baubranche oder die Autoindustrie. Bildung und Pflege sind zentrale Zukunftsbereiche im Grünen New Deal. Deshalb brauchen wir gerade hier gezielte Investitionen, die hunderttausende Arbeitsplätze entstehen lassen. Die Grünen streiten für einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro. Wir setzen uns für eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen ein und dafür, dass die Finanzierung von Frauen- und Mädchenhäusern zur staatlichen Pflichtaufgabe wird. Wir brauchen einen solchen geschlechtergerechten Grünen New Deal. Denn er ist ein guter Deal – für Männer und Frauen.“

Die vollständige Erklärung zur Bundesfrauenkonferenz finden Sie im Wortlaut unter
www.gruene.de/einzelansicht/artikel/gruener-aufbruch-fuer-mehr-geschlechtergerechtigkeit.html