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Welt-Aids-Tag: Akzeptanz für die Betroffenen ist wichtigstes Gebot

Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember 2016 erklären Simone Peter und Cem Özdemir, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Jede Neuinfektion ist eine zu viel. Die aktuellen Schätzungen zeigen zwar, dass die Zahl der Erkrankten nicht steigt. Grund zur Entwarnung ist aber trotzdem nicht gegeben. Mit schätzungsweise 3.200 HIV-Neuinfektionen pro Jahr führen alle bisherigen präventiven Anstrengungen zur Bekämpfung der Krankheit in Deutschland noch nicht zum gewünschten Erfolg. Die Ausbreitung des HIV-Erregers ist weiterhin eine große globale Herausforderung. Neue Instrumente wie die PrEP (Präexpositionsprophylaxe) sollten die Bemühungen zur Eindämmung von HIV ergänzen. Dafür muss nun schnell geklärt werden, unter welchen Umständen die Kosten der PrEP von den Krankenkassen getragen werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist der weltweite Zugang zu einer wirksamen HIV-Therapie, die heute Betroffenen die nahezu gleichen Lebens- und Altersperspektiven bietet wie Nicht-Infizierten. Neben medizinischer Versorgung für Menschen mit HIV und dem Ausbau der Forschung in diesem Bereich, ist das wichtigste Gebot, Akzeptanz für die Betroffenen zu schaffen: Stigmatisierung, Ausgrenzung oder Diskriminierung müssen wir entschlossen entgegentreten. Es ist unser aller Aufgabe - gemäß dem diesjährigen Motto zum Welt-Aids-Tag ‚Positiv zusammen leben‘ - in Solidarität mit den Betroffenen für einen inklusiven Umgang in allen Lebensbereichen zu kämpfen.“