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Verantwortungsvoll mit Atommüll umgehen

Zu ihrem heutigen Besuch im Bergwerk Schacht Konrad erklärt Simone Peter, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Die radioaktiven Hinterlassenschaften der Atomkraft dauerhaft sicher aufzubewahren, ist eine gewaltige gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Schacht Konrad veranschaulicht die Dimension dieser Herausforderung, die von Atomkonzernen und atomfreundlichen Politikern jahrzehntelang systematisch unterschätzt wurde.

Wir GRÜNE als Teil der Anti-Atomkraft-Bewegung haben diesen Müll nie gewollt. Trotzdem übernehmen wir heute auf Bundes- und Landeseben Mitverantwortung für die Lösung des Strahlenmüll-Problems.

Der erfolgreiche Abschluss der Arbeit der Endlagerkommission in dieser Woche war ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Jetzt muss sichergestellt werden, dass die Suche nach dem geeignetsten Endlagerstandort ergebnisoffen und entlang wissenschaftlicher Kriterien erfolgt. Diese Suche muss aber auch in absehbarer Zeit durchführbar sein, damit die Atomlasten nicht auf zukünftige Generationen oder gar ins Ausland verschoben werden.

Dafür ist Vertrauen in die Arbeit von Wissenschaft und Behörden unerlässlich. Deshalb ist es ein schwerer Schlag, dass die Unabhängigkeit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) durch ihre finanziellen Verquickungen mit einer industrienahen Stiftung in Frage gestellt ist. Die sich daraus ergebenen Fragen müssen jetzt schnell aufgeklärt und die einschlägigen Gutachten der BGR kritisch überprüft werden."