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Grüne legen Bericht zur Aufarbeitung vor

Die Arbeitsgruppe Aufarbeitung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat sich mit der Aufarbeitung der grünen Geschichte rund um die in den 1980er Jahren erhobene Forderung nach Straffreiheit für pädophile Beziehungen beschäftigt und einen umfassenden Bericht vorgelegt. Mit der telefonischen Anlaufstelle, dem Anhörungsbeirat für Betroffene und Ombudsleuten auf Bundes- und Landesebene wurden Strukturen geschaffen, mit deren Hilfe wir Betroffene weiter zum Gespräch ermutigen, Verantwortung übernehmen und die Funktionsträgerinnen und Funktionsträger unserer Partei für den Umgang mit dem Thema sexualisierte Gewalt sensibilisieren wollen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben den Bericht über die Arbeit der Arbeitsgruppe Aufarbeitung der Partei veröffentlicht. Auf rund 330 Seiten dokumentiert er die bisherigen Ergebnisse der parteiinternen und wissenschaftlichen Recherchen zu der in den Anfangsjahren der grünen Partei geführten Debatte über die Straffreiheit pädosexueller Handlungen. Neben den Ergebnissen der vom Bundesvorstand 2013 eingesetzten Arbeitsgruppe enthält die Veröffentlichung auch Berichte aus den Landesverbänden, Zeitzeugengespräche und die Berichte des Göttinger Instituts für Demokratieforschung.

Hierzu erklären Simone Peter, Bundesvorsitzende, und Michael Kellner, Politischer Bundesgeschäftsführer von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Die Aufarbeitung bleibt für uns Grüne eine dauerhafte Aufgabe und Verantwortung. Auch wenn die vom Bundesvorstand eingesetzte Arbeitsgruppe ihren Auftrag mit der Vorlage dieses Berichts erfüllt hat, ist die Aufarbeitung unserer Parteigeschichte damit nicht abgeschlossen, genauso wenig wie die notwendige politische Auseinandersetzung mit dem alltäglichen sexuellen Missbrauch in unserer Gesellschaft. Die Arbeitsgruppe Aufarbeitung hat mit der telefonischen Anlaufstelle, dem Anhörungsbeirat für Betroffene und Ombudsleuten auf Bundes- und Landesebene Strukturen geschaffen, mit deren Hilfe wir Betroffene weiter zum Gespräch ermutigen, Verantwortung übernehmen und die Funktionsträgerinnen und –träger unserer Partei für den Umgang mit dem Thema sexualisierte Gewalt sensibilisieren wollen.

Die in den Anfangsjahren der grünen Partei geführte Debatte über die Straffreiheit pädosexueller Handlungen bleibt ein bedrückendes Kapitel unserer Parteigeschichte, das BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN viel zu lange ausgeblendet haben. Nach der Distanzierung der GRÜNEN von pädosexuellen Forderungen Ende der 1980er Jahre, haben wir als Partei diesen Abschnitt als politisch abgeschlossen betrachtet und viel zu spät mit der Aufarbeitung des Geschehenen begonnen. Dadurch geriet besonders das Leid von Betroffenen pädosexueller Gewalt aus dem Blick. Mit dem heute veröffentlichten Bericht erhalten Öffentlichkeit und Parteimitglieder nun einen umfassenden Überblick über die Aufarbeitung.“