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Text: Neue Zeiten. Neue Antworten. Grundsatz wird Programm.

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Wir machen Druck: Klimakrise bekämpfen, TTIP stoppen, Artenvielfalt erhalten!

Im Anschluss an das Spitzentreffen von Grünem Bundesvorstand und Umweltverbänden erklären Simone Peter, Bundesvorsitzende, und Leif Miller, Vizepräsident des Dachverbandes der Umweltverbände DNR (Deutscher Naturschutzring):

"Grüne und Umweltverbände haben heute über gemeinsame Schwerpunkte und Aktionen beraten. Zusammen fordern wir von der Bundesregierung mehr Einsatz für Klimaschutz, fairen Handel und eine ökologische Landwirtschaft.

Wir wollen, dass Deutschland wieder Vorreiter beim Klimaschutz wird. Doch vor allem die hohen Emissionen alter, ineffizienter Kohlekraftwerke führen dazu, dass die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele deutlich zu reißen droht. Damit wird der Kohleausstieg zur Glaubwürdigkeitsprobe der deutschen Klimapolitik. Die vorgeschlagene Klimaabgabe kann dazu nur ein erster Schritt sein. Sie muss so verstärkt werden, dass die dreckigsten Klimakiller auch tatsächlich abgeschaltet und durch den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien ersetzt werden.

Durch die transatlantischen Handelsabkommen TTIP und CETA sehen wir Errungenschaften des Umwelt- und Verbraucherschutzes wie die Gentechnikfreiheit von Lebensmitteln in Gefahr. Außerdem untergraben die geplanten Investor-Staats-Schiedsgerichte unsere Demokratie. Dem werden wir uns weiter gemeinsam mit aller Kraft entgegenstellen. Wir streiten für fairen Handel statt für Freihandel auf Kosten von Mensch und Natur.

Die fortschreitende Industrialisierung der Landwirtschaft schadet unserer Umwelt in bisher ungekanntem Ausmaß. Deshalb kämpfen wir für eine Agrarwende. Gemeinsam streiten wir für sichere Lebensmittel ohne Antibiotika und Pestizide, für artgerechte Tierhaltung und für eine umweltverträgliche Landwirtschaft, die das Klima schützt und die Artenvielfalt bewahrt.

Angesichts des drastischen Artenrückgangs, wie im Artenschutzreport dokumentiert, besteht dringender Handlungsbedarf beim Erhalt der biologischen Vielfalt. Um den Verlust der Artenvielfalt bis 2020 zu stoppen, muss die Umsetzung und Finanzierung des Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 dringend verbessert werden. Beim Meeresschutz müssen die Eintragsmengen von Schadstoffen reduziert werden und die Müllproblematik entschieden angegangen werden.

Für diese Anliegen werden wir in diesem Jahr gemeinsam Druck machen und unsere Stimme erheben. Entsprechend werden wir den G7-Gipfel in Elmau und den Klimagipfel in Paris mit bunten und kreativen Aktionen begleiten."