Bundesfrauenkonferenz

Programm – Bundesfrauenkonferenz, 18./19. September

August 17, 2020

Hier findest Du das Programm für die digitale Bundesfrauenkonferenz am 18. und 19. September.

Freitag, 18. September

18:00 - 18:10 Uhr
Begrüßung durch Ricarda Lang

18:10 - 18:30 Uhr
Videoauftakt

Was hat die Corona-Krise für meine Arbeit bedeutet?

Referentinnen:

Katja Meier, Sächsische Staatsministerin für Justiz, Demokratie, Europa und Gleichstellung
Anne Spiegel
, Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz in Rheinland-Pfalz
Susan Sziborra-Seidlitz
, Krankenpflegerin und Landesvorsitzende der Grünen Sachsen-Anhalt
Alexandra Pater
, Erzieherin
Lisa Paul, ZIF (Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser) Tübingen
Ursula Nonnemacher, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz in Brandenburg
Katharina Mahrt
, Initiatorin Kitakrise Berlin
Pierrette Herzberg-Fofana, EU-Abgeordnete in der Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz

18:35 - 19:45 Uhr
Zwiegespräche: Kultur, Krise und Gleichberechtigung

Wie gehen Künstlerinnen mit der Krise um?

  • 18:35 - 19:05 Uhr: Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, im Gespräch mit Sibel Kekilli, Schauspielerin
  • 19:15 - 19:45 Uhr: Claudia Roth im Gespräch mit Shermin Langhoff, Intendantin des Maxim-Gorki-Theaters in Berlin

Samstag, 19. September

9:00 - 9:30 Uhr
Ankommen

Technische Einweisung durch das Präsidium

9:30 - 9:40 Uhr
Begrüßung durch Ricarda Lang und Vorstellung von Ninia LaGrande

mit

Ricarda Lang, Stellvertretende Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin
Ninia LaGrande
, Schriftstellerin, Bloggerin, Slam-Poetin und Moderatorin

9:40 - 9:45 Uhr
Anmoderation durch Ninia LaGrande

9:45 - 10:00 Uhr
Kennenlerncafé

10:05 - 10:35 Uhr
Gemeinsame politische Rede von Annalena Baerbock und Ricarda Lang

Grüne Politik für eine feministische Zukunft nach Corona

10:50 - 12:00 Uhr
Paneldiskussion: Unsere Lehren aus der Corona-Krise

Welche Auswirkungen hat die Krise auf Frauen und Geschlechtergerechtigkeit und wofür muss sich der Feminismus jetzt und nach der Krise einsetzen? Vor welchen Herausforderungen stehen Frauen? Wie begegnen wir Re-Traditionalisierung? Und mit welchen Chancen und Risiken gehen wir um?

mit

Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende der Grünen
Jutta Allmendinger, Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung
Maja Göpel
, Ökonomin und Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen
Sarah-Lee Heinrich
, Aktivistin für Soziale Gerechtigkeit, Beisitzerin Bundesvorstand GRÜNE JUGEND

12:10 - 14:00 Uhr
Mittagspause

  • Digitaler Innenhof mit Hintergrundmusik
  • Vernetzungsräume:
    Verabrede Dich in einem oder wähle einen zufälligen Raum und unterhalte Dich. Die Zeit zum Vernetzen darf in der digitalen Welt nicht zu kurz kommen.
  • 12:30 - 13:15 Yoga mit Darshana Borges:
    Den gesamten Tag verkrampft und in einer Position vor dem PC zu sitzen, kann sehr anstrengend sein. Deshalb wird Darshana Borges eine Dreiviertelstunde mit Dir entspannende Yoga-Übungen machen, die Du nach Lust und Laune in Deinen Lebensalltag integrieren kannst.
  • 12:30 -13:15 Origami mit Nancy Neumann:
    Du wolltest schon immer mal Origami lernen? In diesem Kurs wird dir Nancy Neumann innerhalb einer Dreiviertelstunde eine kleine Einführung in die Orgami-Welt geben.
  • 12:30-13:15 Ask-me-anything mit Aminata Touré:
    Welche Frage wolltest du schon immer der Vizepräsidentin des Landtages Schleswig-Holstein Aminata Touré stellen? Innerhalb einer Dreiviertelstunde hast du hier die Möglichkeit mehr über Aminata und ihre Arbeit zu erfahren.

14:05 - 14:40 Uhr
Schlaglichter: Unsere Vision für eine gleichberechtigte Gesellschaft

Alle Schlaglichter stellen einen Zusammenhang zu einer geschlechtergerechten Zukunft sowie krisenfesten feministischen Gesellschaft her.

  • Janina Kugel, Senior Advisor bei der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG), über den Wandel der Unternehmenswelt in Corona-Zeiten
  • Vanessa Nakate, Klimaschutzaktivistin, über die globale Klimakrise und ökologische Herausforderungen
  • Marina Weisband, Diplompsychologin und Publizistin, über demokratische Teilhabe zu Corona-Zeiten
  • Jagoda Marinic, Schriftstellerin, über die Rolle von Frauen zu Corona-Zeiten
  • Kathrin Hüster, Krankenschwester, über die Erfahrungen als Krankenschwester zu Corona-Zeiten

14:50 - 15:50 Uhr
Workshopphase I

15:50 - 16:10 Uhr
Kaffeepause

16:10 - 16:15 Uhr
Anmoderation durch Präsidium

16:15 - 16:45 Uhr
#whocares: Wie können wir Sorgearbeit gerecht verteilen?

Generationengespräch

mit

Silvia Federici, Philosophin und Aktivistin
Ricarda Lang, Stellvertretende Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin

16:55 - 17:55 Uhr
Workshopphase II

18:10 - 19:40 Uhr
Strategiedebatte: Unser Weg in eine krisenfeste Zukunft

Was ist zu tun? Was ist unsere Aufgabe als linke Kraft? Wie nutzen wir die Chancen und kämpfen gegen die Gefahren? Welche Strategien können wir für zukünftige Krisen entwickeln?

mit

neue-deutsche-organisationen: Ferda Ataman, Journalistin
Deutscher Juristinnenbund: Maria Wersig, Präsidentin DJB
Deutscher Gewerkschaftsbund: Anja Piel, Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstands des DGB
Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung: Katrin Wagner, Kokreismitglied BfsS
Deutscher Frauenrat: Lisi Maier, stellvertretende Vorsitzende des DF

19:45 - 19:55 Uhr
Verabschiedung durch Ricarda Lang

20:00 - 21:00 Uhr
Lesung mit Alice Hasters aus ihrem Buch “Was Weiße nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten”

Alice Hasters wurde 1989 in Köln geboren und wenn sie gefragt wird, wo sie herkommt, dann sagt sie, woher ihre Eltern kommen. Sie studierte Journalismus in München, arbeitete für die Tagesschau in Hamburg, lebt aktuell in Berlin und produziert Beiträge für Deutschlandfunk Nova, süddeutsche.de, tagesspiegel.de und den rbb. Mit Maxi Häcke spricht sie im monatlichen Podcast Feuer & Brot über Feminismus und Popkultur.

Alice Hasters ist eine Schwarze Frau mit einem weißen Elternteil, sie hat zwei ältere Schwestern und wurde 1989 in Köln geboren. Sie wird sehr oft für ihr gutes Deutsch gelobt, ihr Haar wird ungefragt angefasst, und ihr Körper rückt immer wieder in den Fokus, wenn es um sexuelle Merkmale Schwarzer Frauen geht. »Aber wo kommst du wirklich her?«, »Kannst du überhaupt Sonnenbrand bekommen?«: Jede Frage, die auf ihre „wirkliche“ Herkunft zielt, lässt Alice Hasters Ausgrenzung spüren. Jeder verunsicherte, misstrauische Blick, den sie in der Öffentlichkeit auffängt, entmenschlicht sie. Anhand persönlicher Erfahrungen spiegelt Hasters die vielfältigen Lebenssituationen, in denen Black and Indigenous People of Color Diskriminierung täglich erleben. Ihr Buch ist eine Aufforderung an weiße Menschen sich ihrer unreflektierten Gedanken, Äußerungen und Verhaltensweisen gegenüber BIPOC bewusst zu werden – denn selbst freundlich gemeinte Kommentare offenbaren tiefsitzenden Rassismus. Wenn weiße Menschen verstehen lernen, was jene Sätze beim Gegenüber auslösen, haben wir endlich eine Grundlage über Rassismus zu sprechen. Erst dann begreifen wir, dass es nicht um Sprachregelungen oder Verbote geht, sondern um respektvollen Umgang in einer vielfältigen Gesellschaft. Rassismus ist nicht nur der Skinhead mit Springerstiefeln, Rassismus lauert verborgen in jedem Menschen – es wird Zeit, dass wir darüber sprechen.