Cem Özdemir

Cem Özdemir ist seit 2008 Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Der gebürtige Schwabe, dessen Eltern als türkische Gastarbeiter nach Deutschland kamen, setzt sich dafür ein, dass alle Menschen eine faire Chance erhalten und an unserer Gesellschaft teilhaben können. Sein besonderes Anliegen ist es, das Klima und unsere Umwelt zu schützen und dabei zu zeigen, dass das der Wirtschaft nutzt.

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Biografie Cem Özdemir

Cem Özdemir, geb. 1965 in Bad Urach (Kreis Reutlingen), verheiratet, zwei Kinder, ist Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Mitglied des Deutschen Bundestages.

Er ist zwar gut zu Fuß, aber eingewandert ist er dennoch nicht: Seine Eltern kamen Anfang der 1960er Jahre als Gastarbeiter nach Deutschland und haben sich hier kennengelernt. Wenn man so will, ist Cem Özdemir ein Produkt des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens.

Als Erzieher ausgebildet, schloss er 1994 sein Studium der Sozialpädagogik an der Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen in Reutlingen ab.

1981 trat er der Partei Die Grünen bei (heute: Bündnis 90/Die Grünen). Ökologie und Nachhaltigkeit waren die Themen, die ihn als Jugendlicher politisiert haben, ob bei der Schülerzeitung an seiner Realschule, beim Verkauf von Dritte-Welt-Waren oder beim Einsatz für ein Recyclingkonzept in seiner Geburtsstadt. Eine wichtige Wegmarke war der Erhalt der Ermstalbahn in Baden-Württemberg. Als man die Gleise der stillgelegten Strecke rausreißen wollte, hat er mit Gleichgesinnten Mitte der 1980er Jahre dagegen protestiert. 1999 wurde die einst von so genannten Experten totgesagte Ermstalbahn tatsächlich auch wieder in Betrieb genommen.

Zwischen 1989 und 1994 war Cem Özdemir Mitglied im Landesvorstand der Grünen in Baden-Württemberg, wo er heute im Kreisverband Stuttgart beheimatet ist. 1994 wurde er als erster Abgeordneter türkischer Herkunft in den Deutschen Bundestag gewählt, dem er zwei Legislaturperioden lang bis 2002 angehörte. Im Jahr 2003 war er als `Transatlantic Fellow´ beim US-Think Tank `German Marshall Fund of the US´ in Washington DC und Brüssel. In dieser Zeit befasste er sich mit den transatlantischen Beziehungen und mit der politischen Selbstorganisation ethnischer Minderheiten in den USA und Europa. Von 2004 bis 2009 war Cem Özdemir Abgeordneter des Europäischen Parlaments (Die Grünen / Freie Europäische Allianz). Er war außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion und Vize-Präsident des CIA-Sonderausschusses ('Nichtständiger Ausschuss zur behaupteten Nutzung europäischer Staaten durch die CIA für die Beförderung und das rechtswidrige Festhalten von Gefangenen').

In seinen Büchern 'Currywurst und Döner - Integration in Deutschland' und 'Ich bin ein Inländer' spiegeln sich seine multikulturellen Erfahrungen in Deutschland wider. 2008 erschien sein Jugendbuch „Die Türkei. Politik. Religion, Kultur“.

1996 erhielt er die Theodor-Heuss-Medaille und den Civis Media-Preis für seinen Einsatz für ein vorurteilsfreies Zusammenleben von Deutschen und Migranten. 2009 verlieh ihm die türkische Universität Tunceli die Ehrendoktorwürde für sein Engagement für eine Verständigung der Kulturen.
 
Cem Özdemir ist Mitglied im Politischen Beirat des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft (BVMW). Er ist Gründungsmitglied des European Council on Foreign Relations (ECFR). Seine Mitgliedschaften in Beiräten beinhalten außerdem das Berliner Büro des American Jewish Committee (AJC), das START-Programm der Hertie-Stiftung und die Hrant Dink Stiftung. Er gehört den Kuratorien des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart e.V. sowie der Theodor-Heuss-Stiftung an.

Er mag es übrigens gar nicht, wenn das grandiose Komikerduo Laurel & Hardy hierzulande wenig schmeichelhaft als "Dick & Doof" bezeichnet wird. „Curb Your Enthusiasm“ ist die US-Fernsehserie, die er nicht missen möchte.