Wir trauern um Marianne Fritzen

Marianne Fritzen setzte sich jahrzehntelang für den Atomausstieg ein und war das prägende Gesicht des Widerstands im Wendland.

Eine Frau mit Jacke und Wollmütze steht vor einer Reihe Polizisten mit Uniform und Helmen und schaut diese an.
Marianne Fritzen bot dem übermächtig erscheinenden Staat jahrzehntelang friedlich die Stirn. Foto: © Günter Zint

Wir trauern um Marianne Fritzen. Sie ist in der Nacht zu Montag im Alter von 91 Jahren gestorben. Über 40 Jahre setzte sie sich für den Atomausstieg ein und war das prägende Gesicht des Widerstands im Wendland gegen ein Atommüll-Endlager in Gorleben.

Marianne Fritzen hat mit Herzblut und Standvermögen dem friedlichen Protest ein Gesicht verliehen. Ob als Vorsitzende der Bürgerinitiative, Mitgründerin der Grünen in Niedersachsen oder als Kommunalpolitikerin in Lüchow-Dannenberg – sie war stets streitbar und interessiert und wusste in der politischen Auseinandersetzung mit Argumenten zu überzeugen. Als sie aus Protest gegen den Atomkonsens die Grünen verließ, blieb sie uns im offenen und kritischen Dialog immer verbunden.

Ihr Engagement hat mit dazu beigetragen, dass der Widerstand gegen die Atomkraft und ein Endlager in Gorleben so lebendig, bunt und groß geworden ist. Ohne den Protest und ohne die Anti-Atom-Bewegung wäre ein Atomausstieg in Deutschland niemals Realität geworden. Marianne Fritzen trägt daran einen entscheidenden Anteil.

Sie wird uns sehr fehlen. Angehörigen und Freunden von Marianne Fritzen drücken wir unser herzliches Beileid aus.

 

Die Trauerfeier findet am Samstag, 12. März um 11 Uhr in der Sankt Johannes Kirche in Lüchow statt, die Beisetzung anschließend auf dem Friedhof in Kolborn.

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