Auf gelbem Hintergrund steht zwischen zwei Balken: "Urwahl: Basis ist Boss" und darunter "Bis zum 1.11. Mitglied werden und mitbestimmen!". Daneben vier hoch gehaltene Arme.

"Lerne das politische Handwerk"

Nachwuchspolitik gehört für uns GRÜNE zu den ganz zentralen Aufgaben. Wir wollen politisch interessierte Menschen für die Partei gewinnen und kontinuierlich fördern. Malika Sandabad und Julia Post berichten vom Trainee-Programm 2015.

Von Malika Sandabad und Julia Post

„Lerne das politische Handwerk!“ Unter diesem Motto und anhand dreier Workshops durften dieses Jahr 22 Trainees aus ganz Deutschland viel Unterstützung für die Umsetzung eigener Projektideen erfahren. Diese reichten von der Ausarbeitung eines Leitfadens zum Thema Haustürwahlkampf über eine Podiumsdiskussion zu COP21 bis hin zum Schulworkshop zur Sensibilisierung für Datenschutz – damit waren die verschiedensten Inhalte und Formate vertreten.

Der Auftakt fand im Mai in der Bundesgeschäftsstelle der Grünen in Berlin statt. Rupert Prosinagg, ein erfahrener Referent von Green Campus, lieferte uns wichtigen Input zum Thema Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit. Zentral dabei war die Erstellung konkreter Konzepte für unsere Projekte. Zielgruppen, Kooperationspartner und passende Formate wurden exemplarisch in Kleingruppen anhand von drei unserer Projekte erarbeitet. Unsere Entwicklungsschritte stellten wir jeweils in Video-Interviews der gesamten Gruppe vor. Ziemlich cool, vor der grünen Wand ein Statement abzugeben, in dem Raum, wo sonst der Bundesvorstand tagt – aber auch ziemlich ungewohnt! Am Ende des Workshops hatten wir einen idealen roten Faden zur Umsetzung an die Hand bekommen. Laura aus der Geschäftsstelle sorgte mit kleinen Übungen zur Rhetorik und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm für eine schöne Atmosphäre, die uns schnell zu einer Gemeinschaft werden ließ: 22 junge Menschen zwischen 18 und 35, von München bis Wismar. Keine leichte Aufgabe alle unter einen Hut zu bringen, aber dies ist an diesem Wochenende definitiv schon gelungen!

Nur vier Wochen später ging es weiter mit Johannes Hillje, der den vergangenen Europawahlkampf der Grünen mit konzipiert hatte. Von ihm lernten wir viel zum Thema Framing: Wie gewinnt man auch weniger grün-affine Wähler*innen für unsere Inhalte? So können beispielsweise je nach Zielgruppe gesundheitliche oder finanzielle Aspekte betont werden, warum das Fahrrad dem Auto vorgezogen werden sollte. Dadurch erhielten unsere Konzepte den letzten Schliff und wir waren gerüstet für die Umsetzung. Besonders wertvoll erwies sich außerdem immer wieder das gemeinsame Brainstormen: Bei Schwierigkeiten hatte immer jemand eine hilfreiche Idee oder aufbauende Worte parat. Abends beim Grillen und einem Bierchen konnten Eindrücke ausgetauscht werden. Noch neue oder Nicht-Mitglieder hatten die Möglichkeit, die Parteistrukturen informell von innen kennenzulernen und aus dem Erfahrungsschatz bereits aktiver Mitglieder zu lernen. Es war auch eine Möglichkeit, unkompliziert mal „blöde Fragen“ zu stellen. Im Gegenzug kamen durch die „Neuen“ frischer Wind und neue Blickwinkel in die Runde. Und natürlich konnten ein herzliches Kennenlernen von Mensch zu Mensch und ein Vernetzen jenseits des eigenen Kreisverbandes stattfinden.

Unser letztes Wochenende im Oktober war vor allem von der TTIP-Demo bestimmt, bei der wir Unter-stützung leisteten und die Demo mit vielen Luftballons begrünten. Die ersten Erfolge unserer Projekte konnten in der Gruppe vorgestellt und die letzten Hürden beim gemeinsamen Brainstormen genommen werden.

Den Schlusspunkt bildete die BDK in Halle, für manche bereits als Delegierte. Es war spannend die Debatten hautnah mitzuerleben. Wir haben definitiv politisches Handwerk gelernt!

Abschlussberichte der Trainees 2015

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