Keine Freigabe von harten Drogen

Beim grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck wurde eine betäubungsmittelverdächtige Substanz gefunden. Wir stehen für eine Drogenpolitik, die auf Entkriminalisierung, Prävention und therapeutische Hilfsangebote für Konsumierende setzt und treten für eine staatlich kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene ein. Doch eine solche Politik hat nichts mit der Freigabe von harten Drogen zu tun.

Gestern ist bekannt geworden, dass beim grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck anlässlich einer Polizeikontrolle eine geringe Menge einer betäubungsmittelverdächtigen Substanz gefunden wurde. Laut einem Medienbericht soll es sich dabei um die Droge Crystal Meth handeln.

Daraufhin hat Volker Beck bereits gestern seine Ämter innerhalb der Bundestagsfraktion zur Verfügung gestellt. Wir haben diese schnelle Reaktion mit Respekt zur Kenntnis genommen. Es ist ein menschliches Drama und die grüne Bundestagsfraktion wird mit Volker Beck das Gespräch suchen. Jetzt gilt es die weiteren Ermittlungen abzuwarten. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre das ein klarer Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Wir Grüne stehen für eine Drogenpolitik, die auf Entkriminalisierung, Prävention und therapeutische Hilfsangebote für Konsumierende setzt und treten für eine staatlich kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene ein. Doch eine solche Politik hat nichts mit der Freigabe von harten Drogen wie Crystal Meth zu tun.

Bei harten Drogen wie Crystal Meth steht eine Freigabe für uns nicht zur Debatte. Hier brauchen wir einen strengen Regulierungsansatz. Wir nehmen die Gefahren dieser Droge sehr ernst. Sie macht sehr schnell abhängig. Das Gesundheitsrisiko ist extrem hoch. Drogen- und Suchtprävention sind wichtig, um Bürgerinnen und Bürger über die Gefahren des Konsums aufzuklären. Wenn Konsumierende eine Abhängigkeit entwickeln, brauchen sie vorrangig therapeutische Hilfs- und Unterstützungsangebote.

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