Der Text "Unser Spitzenduo". Dazu die Gesichter von Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt.

Katrin Göring-Eckardt

"Wir verteidigen unsere Demokratie und unsere Freiheit gegen die Angstmacher. Für diese Freiheit bin ich 1989 auf die Straße gegangen. Und dafür gehe ich heute in die Auseinandersetzung."

Katrins Bewerbung um die Spitzenkandidatur (PDF)

Fragen an Katrin

1. Warum Grün:
Weil Grün die #lastpartystanding gegen ausgrenzenden Populismus und für das Klima ist, weil Grün Mut macht. Weil Grün eine Vision für das gute Leben hat. Weil das alles für mich zur Heimat gehört.

2. Grüne Initialzündung:
Tschernobyl 1986. Und das Leben in der Diktatur. Freiheit bedeutet eben sehr viel, wenn man Unfreiheit erlebt hat.

3. Warum Politik:
Damit aus Ideen Wirklichkeit und aus Visionen Zukunft wird. Was Politik erreichen kann, hat sich 1989 mit der friedlichen Revolution gezeigt.

4. Das glaube ich:
Als Christin an die Gnade und die Güte und die Barmherzigkeit und die Freiheit des Menschen. Im Sinne des Apostels Paulus: „Lass dich nicht überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“ (Römer 12).

5. Was mich beeindruckt:
10 Millionen ehrenamtliche Helfer: da kommen Empathie, Engagement, Verantwortung und Kreativität zusammen. Das sind mehr als die AFD- Wähler hat.

6. Mein persönliches Wahlziel:
Ich will, dass wir über uns hinaus wachsen. Zusammen. Eigenständig. Grün.

7. Das spornt mich an:
Am meisten die Nazis, die uns mit Sprechchören, Hassmails und dem ganzen Dreck klein machen wollen.

8. Mein Glück:
Das Meer. Meine Enkel. Tom Waits.

9. Was braucht es für eine bessere Welt?
Gutmenschen.

10. Hier fehlt der Mut:
Beim Friedensprozess in und für Syrien.

11. Meine Hoffnung:
... setze ich auf Menschen wie den Journalisten Matthias Thieme. Er hat nach zwei gesunden Kindern eine Tochter mit Trisomie 21 bekommen. Und er schreibt von den Sorgen und Ängsten, die am Anfang einer solcher Diagnose stehen, von den besorgten Reaktionen von Freunden und Bekannten, die er irgendwann nicht mehr aushielt. Anrührend berichtet er, wie schön das Leben mit seiner jüngsten Tochter ist, mit welcher Lebensfreude sie seine Familie bereichert und wie er selbst die Angst um die Zukunft seines Kindes überwunden hat.

12. Meine Erwartung:
ein fulminanter Wahlkampf mit euch und einem fulminanten Ergebnis, damit wir die Große Koalition ablösen.

13. Was mich ärgert:
Verzagtheit, Missmut, Bequemlichkeit.

14. Da bin ich unbequem:
Wenn es ungerecht zugeht.

15. Das macht mich neugierig:
Die mich kennen, sagen: fast alles.

16. Mein Grüner Alltag:
Beginnt mit einer Joggingrunde, den Nachrichten und einer Losung für den Tag.

17. Mein Anspruch:
Mutig sein.

18. Mein Vorbild:
Meine Großmutter. Unter anderem weil sie stolz auf ihre Sommersprossen war und auch sonst sehr selbstbewusst.

19. Ich schätze an Menschen:
Offenheit, Zärtlichkeit, Verlässlichkeit.

20. Meine Freunde schätzen an mir:
Sie können sich auf Sonntagskuchen und selbstgemachte Marmelade verlassen.

21. Das kann ich besser als meine Mitbewerber:
Tanzen.

22. Das würde ich gern können:
Schlagzeug spielen.

23. Dafür bin ich dankbar:
Freiheit.

24. Lustig:
Wenn es auch ein bisschen böse ist: Böhmermann, Heute-Show, Carolin Kebekus.

25. Zu Fuß oder Fahrrad?
Beides.

26. Berge oder Meer?
Als Thüringerin: Rhön, Ilmtal, Thüringer Wald.

27. Langschläfer oder Frühaufsteher?
Eher früh, nicht immer freiwillig.

28. Papier oder Tablet?
Beides gut.

"Veränderung ist eine Chance, wenn wir den Mut aufbringen sie zu nutzen. Ich entscheide mich für den Mut."

Katrin Göring-Eckardt

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