Der Text "Unser Spitzenduo". Dazu die Gesichter von Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt.

Anton Hofreiter

"In rauen Zeiten müssen wir klar Partei ergreifen: für die Umwelt, für eine offene Gesellschaft, für mehr Gerechtigkeit und eine friedliche Welt. Trotz Gegenwind haben wir viel erreicht und wir können noch mehr schaffen. Mit Leidenschaft für einen echten Politikwechsel – dafür stehe ich."

Antons Bewerbung um die Spitzenkandidatur (PDF)

Fragen an Anton

1. Warum Grün:
Weil der Schutz unserer Lebensgrundlagen die Menschheitsfrage des 21. Jahrhunderts ist. Weil die Verteidigung der Bürgerrechte und der Minderheiten eine klare Stimme braucht. Weil es gerechter zugehen soll und nur Grüne dabei immer auch an Frauen und Menschen anderswo auf der Welt denken.

2. Grüne Initialzündung:
Schon früh, im Widerstand gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf. Ich nehme daraus zwei Dinge mit: Grundlegende Veränderungen sind möglich. Aber man muss dafür auch Widerspruch und Konflikt aushalten.

3. Warum Politik:
Demokratische Politik heißt, das eigene Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Und nicht der Macht hinterherlaufen. Als jugendlich-bayerischer Anarchist im Lande des Franz Josef Strauß habe ich das gelernt. Politik ist nicht die Herrschaft der Eliten. Es ist das endlose Streben nach Gerechtigkeit.

4. Das glaube ich:
Ich glaub’, mein Schwein pfeift. Denn es fühlt sich nach der grünen Agrarwende wohl auf der Wiese.

5. Was mich beeindruckt:
Der Erfindungsdrang des Menschen.

6. Mein persönliches Wahlziel:
Die Chance auf einen Politikwechsel: Ausstieg aus der Kohle, Agrarwende, eine humane Flüchtlingspolitik, die Erneuerung unseres Sozialstaatsversprechens, eine solidarische Europapolitik...

7. Das spornt mich an:
Wir sind die erste Generation, die die Auswirkungen der Klimakrise spürt. Wir sind aber auch die letzte Generation, die etwas dagegen tun kann. Wir haben die Ideen, das Wissen und die Mittel, um das zu schaffen. Weg mit den Blockaden, packen wir’s an!

8. Was braucht es für eine bessere Welt?
Die Leidenschaft vieler Menschen, gemeinsam etwas zu erreichen. Den Mut und Durchhaltewillen, sich mit den Profiteuren des Status Quo anzulegen. Und die Gelassenheit, dass es nur Schritt für Schritt vorangeht.

9. Hier fehlt der Mut:
Bei den Regierungen Europas. Wer die europäische Einigung neu beleben will, muss nationale Interessen und Stimmungslagen auch mal zurückstellen.

10. Meine Hoffnung:
Dass wir es schaffen, durch klare politische Alternativen den Rechtspopulisten den Wind aus den Segeln zu nehmen. In Deutschland und in Europa.

11. Meine Erwartung:
Dass wir Missstände auch weiterhin deutlich und ohne Weichzeichner ansprechen und angehen. Die ökologischen Verheerungen unseres Wirtschaftssystems. Die soziale Spaltung und die Ungleichverteilung von Chancen, Einkommen und Vermögen. Den Rassismus auch in der Mitte unserer Gesellschaft.

12. Das möchte ich an den Grünen ändern:
Ich will nicht Spitzenkandidat werden, um die Grünen zu ändern, sondern um mit den Grünen die Welt zu verändern.

13. Was mich ärgert:
Dass 2016 Sexismus immer noch alltäglich ist. Dass die CSU so klingt wie die AfD. Dass Bauernfunktionäre von moderner Tierhaltung schwafeln und in ihren Ställen die Tiere quälen. Dass Superreiche sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung entledigen, während für andere jeder Gang zum Supermarkt zur existenziellen Frage wird.

14. Da bin ich unbequem:
Wenn Einzelne ihre Interessen zu Lasten der Allgemeinheit durchdrücken. Gerechtigkeit ist für mich nicht verhandelbar.

15. Das macht mich neugierig:
Wissenschaft. Ob Tiefseefische, Bioreaktoren oder Quantenmechanik.

16. Mein Grüner Alltag:
Politik machen. Fahrrad fahren. Bio einkaufen.

17. Mein Anspruch:
Nicht bequem werden. Sondern weiter die Welt verbessern. Kann man an diesem Anspruch scheitern? Ja! Immer wieder. Aber ich bin nicht zu den Grünen gegangen, um eine Politik zur Bewahrung des Status Quo zu machen.

18. Ich schätze an Menschen:
Ihre Mitmenschlichkeit. Wir teilen diesen Planeten.

19. Meine Freunde schätzen an mir:
Die bayrischen: dass ich meinen Dialekt behalten habe. Die preußischen: dass ich ihn im Zaum halten kann.

20. Das kann ich besser als meine Mitbewerber:
Besser oder nicht, werdet ihr beurteilen. Aber unsere Ökothemen sind seit 30 Jahren mein Herzensanliegen. Die mit ihrer ganzen Tragweite, aber auch mit ihren großen Chancen zu erklären, dafür Menschen zu begeistern, das kann ich. Fingerhakeln natürlich auch.

21. Das würde ich gern können:
Italienisch.

22. Dafür bin ich dankbar:
Dass meine Eltern mich und meine Brüder aufs Gymnasium geschickt haben. Als Erste unserer Familie. Nicht jeder muss unbedingt studieren, aber wer will, soll das können. Und wir sollten jeder und jedem davon erzählen, welche Möglichkeiten es in der Welt gibt, und jeder und jedem die Chance geben, sie zu verwirklichen.

23. Zu Fuß oder Fahrrad?
In der Stadt mit dem Fahrrad, in den Bergen zu Fuß.

24. Berge oder Meer?
Von den Bergen aufs Meer schauen und umgekehrt. Wie letzten Sommer in Apulien.

25. Langschläfer oder Frühaufsteher?
Frühaufsteher. Bis die Frisur sitzt, dauert es ein bisschen.

"Ich will nicht dem Mainstream hinterherlaufen, nur um in der Mitte zu sein. Den Status Quo verwalten? Das können auch andere. Ich will weiter für echte Veränderungen kämpfen."

Anton Hofreiter

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für die Urwahl

Katrin Göring-Eckardt

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Robert Habeck

Stellv. Ministerpräsident von Schleswig-Holstein

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Cem Özdemir

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