Fleischeslust
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
Der Monitoringbericht macht deutlich: Die Schwarz-Gelben Regierung kann die Energieeffizienzziele nicht erreichen. MEHR
Die von der Merkel-Regierung verabschiedete Beihilferegelung für die Industrie fördert weder den Klimaschutz noch entlastet Sie die Bürger. MEHR
Eine Geschichte über unfaire Ausnahmen, die Schwarz-Gelb der Industrie gewährt. MEHR
Wie wir bis 2050 unabhängig von fossilen Energieträgern werden können. MEHR
Wir erklären, warum Solarstrom ein wichtiger Baustein für die Energiewende ist. MEHR
Alle Infos rund um EU-Fiskalvertrag, ESM und die Position der Grünen. MEHR
Grüne Mitglieder können zehn Projekte für die Bundestagswahl 2013 auswählen. MEHR

Manche Fragen liegen so nahe, dass man erst mal drauf kommen muss. Zum Beispiel diese: „Was macht meine Bank eigentlich mit meinem Geld?“
Oder diese: „Siemens hat beim Bau des finnischen Atomkraftwerks Olkiluoto mindestens eine halbe Milliarde Euro versenkt. Woher haben die die ganze Kohle?“
Na – eins und eins zusammen gezählt? Banken sind Kapitalunternehmen, die Geld in Gewinn versprechende Projekte investieren. Im Fall von Olkiluoto ist das ziemlich schief gegangen – doch es gibt ja noch andere Branchen.
Auch Sportwagenhersteller, Waffenproduzenten oder Textilunternehmen, die Kinderarbeit ausnutzen, brauchen für neue Projekte Geldgeber. Wenn dieses Geld von Privatbanken kommt, sind das wir, die Kunden.
Egal wie viel Geld Du auf dem Konto hast – mach Dir doch mal kurz Gedanken, was Deine Bank damit vor hat. Wenn Du nicht möchtest, dass andere Menschen oder die Natur unter Deinem Geld leiden, solltest Du das in einem Beratungsgespräch ansprechen.
Allerdings kann es passieren, dass Dein Berater auf so eine Frage keine befriedigende Antwort hat. Und in Fällen wie diesem aus dem vorigen Jahr bleibt sowieso nur eins: Bank wechseln.
Es gibt nämlich durchaus Banken, die sich an soziale, ethische und ökologische Richtlinien halten. Wer dort ein Girokonto führt, hilft Unternehmen, die nachhaltig und moralisch wirtschaften wollen.
Das gilt auch für Dein Sparbuch, Deine Lebensversicherung, Deine private Altersversorgung und wenn Du einen Kredit aufnimmst. Du entscheidest, wer von Deinen Geld profitiert.
Noch ein Beispiel: Um den Klimawandel zu stoppen, müssten bis 2020 rund zwei Billionen US-Dollar in erneuerbare Energien investiert werden. Weltweit zirkulieren etwa 54 Billionen Dollar an den Finanzmärkten – würde nur jeder zwanzigste Investor umdenken, wäre schon viel gewonnen.
Wenn Du Aktien kaufen willst, ist es besonders leicht, gezielt die richtigen Firmen zu unterstützen. Du kannst Deinen Anlageberater zum Beispiel direkt nach Anbietern von Solarenergie fragen.
Auch auf Fonds musst Du nicht verzichten. Es gibt einige, die beispielsweise auf ökologische Landwirtschaft oder auf erneuerbare Energien spezialisiert sind.
Doch 70 Prozent der privaten Anlegerinnen und Anleger wissen nicht, dass es überhaupt solche Fonds gibt. Das ergab eine Umfrage im Jahr 2007 (PDF-Link). Der übergroßen Mehrheit – nämlich 85 Prozent - wurden sie noch nie angeboten.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen das ändern. Von Gesetzes wegen müssen Finanzberater ihre Kunden heute schon über die Rendite und die Risiken eines Produkts aufklären – warum gilt das nicht auch für ökologische, soziale und ethische Kriterien? Genau dafür fordern wir eine gesetzliche Informationspflicht.