AKW-Ausbau in Temelin stoppen
Bis zum 5. Juni können auch deutsche Bürgerinnen und Bürger noch Einspruch gegen den Neubau zweier Atomreaktoren im tschechischen Grenzgebiet einlegen. MEHR
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Ein neuer Report des Club of Rome zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft unseres Planeten. Dennoch lohnt es sich, für ein Umdenken zu kämpfen. MEHR
Bundesrat beschließt mit einer Zweidrittelmehrheit eine grundlegende Überarbeitung der schwarz-gelben Solarkürzung. Eine Schlappe für Röttgen. MEHR
Der Bund hätte nie komplett aus der Verantwortung bei der Bildung entlassen werden dürfen, sagen Sylvia Löhrmann und Cem Özdemir. MEHR
Wie viel Basisdemokratie steckt im grünen Delegiertenprinzip? Ein Gastbeitrag von Till Westermayer. MEHR
Der Entzug der Eishockey-WM 2014 wäre ein Zeichen gegen das Lukaschenko-Regime. MEHR
20 Jahre nach dem ersten Erdgipfel trifft sich die Weltgemeinschaft erneut in Brasilien. Ein Dossier der Böll-Stiftung. MEHR
Bei der Energiewende agiert die Bundesregierung planlos und bremst die Entwicklung mit falschen Entscheidungen aus. MEHR
Das Betreuungsgeld hilft niemandem wirklich weiter. MEHR
Tausende Menschen in Deutschland haben kein Geld für die nötigsten Dinge - obwohl sie Vollzeit arbeiten. Warum ist in Deutschland unmöglich, was fast alle europäischen Staaten schon längst haben?

In nahezu allen unseren Nachbarländern gibt es ihn längst – den Mindestlohn. Nur in Deutschland ist es Arbeitgebern theoretisch erlaubt, ihren Angestellten nur einen Euro pro Stunde zu zahlen . Eine angemessene Bezahlung ist auch eine Frage der Menschenwürde. Wer arbeitet, muss von dem Geld leben können, das er verdient. Das ist jedoch längst nicht mehr in allen Branchen der Fall.
Das Hauptargument der Gegner: Mindestlohn koste angebeblich Arbeitsplätze.
Doch wenn das stimmte: Warum wurde er dann in den anderen Ländern nicht sofort wieder abgeschafft? Weil der Mindestlohn eine Wirtschaft in Wirklichkeit stabilisiert. Höhere Löhne erhöhen die Kaufkraft. Gleichzeitig verringert ein gesetzlicher Mindestlohn die Kosten für Sozialleistungen – Gelder, die in Bildung investiert werden können, damit weniger Menschen aufgrund schlechter Voraussetzungen am Existenzminimum leben müssen.
Und so schließt sich der Kreis. Oder die Lohnschere. Klingt einfach. Ist es auch.
Immer mehr Arbeitgeber versuchen, sich auf Kosten der Allgemeinheit vor der Zahlung eines angemessenen Lohns zu drücken und das Arbeitslosengeld II als Kombilohn zu missbrauchen.
Es kann nicht sein, dass Beschäftigte mit ihren Steuern die Hungerlöhne in ihren Konkurrenzbetrieben subventionieren. Deshalb wollen wir einen Mindestlohn durchsetzen, wie es ihn in den meisten Ländern Europas bereits gibt.
Mindestlöhne durchzusetzen bedeutet auch, die Finanzierung für die grüne Grundsicherung nicht durch Kombilohnkosten zu überlasten und zu verhindern, dass allein dadurch immer mehr Menschen als „Aufstocker“ von Grundsicherung abhängig werden.
In genau dieselbe Richtung wirken auch das Progressivmodell und die Kindergrundsicherung. Durch solche Verbesserungen in vorgelagerten Sicherungssystemen wird erreicht, dass durch Leistungsverbesserungen im Rahmen der Grundsicherung nicht Millionen Menschen zusätzlich von bedürftigkeitsgeprüften Transferleistungen abhängig werden.