Fleischeslust
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
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Der Monitoringbericht macht deutlich: Die Schwarz-Gelben Regierung kann die Energieeffizienzziele nicht erreichen. MEHR
Die von der Merkel-Regierung verabschiedete Beihilferegelung für die Industrie fördert weder den Klimaschutz noch entlastet Sie die Bürger. MEHR
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Tausende Menschen in Deutschland haben kein Geld für die nötigsten Dinge - obwohl sie Vollzeit arbeiten. Warum ist in Deutschland unmöglich, was fast alle europäischen Staaten schon längst haben?

In nahezu allen unseren Nachbarländern gibt es ihn längst – den Mindestlohn. Nur in Deutschland ist es Arbeitgebern theoretisch erlaubt, ihren Angestellten nur einen Euro pro Stunde zu zahlen . Eine angemessene Bezahlung ist auch eine Frage der Menschenwürde. Wer arbeitet, muss von dem Geld leben können, das er verdient. Das ist jedoch längst nicht mehr in allen Branchen der Fall.
Das Hauptargument der Gegner: Mindestlohn koste angebeblich Arbeitsplätze.
Doch wenn das stimmte: Warum wurde er dann in den anderen Ländern nicht sofort wieder abgeschafft? Weil der Mindestlohn eine Wirtschaft in Wirklichkeit stabilisiert. Höhere Löhne erhöhen die Kaufkraft. Gleichzeitig verringert ein gesetzlicher Mindestlohn die Kosten für Sozialleistungen – Gelder, die in Bildung investiert werden können, damit weniger Menschen aufgrund schlechter Voraussetzungen am Existenzminimum leben müssen.
Und so schließt sich der Kreis. Oder die Lohnschere. Klingt einfach. Ist es auch.
Immer mehr Arbeitgeber versuchen, sich auf Kosten der Allgemeinheit vor der Zahlung eines angemessenen Lohns zu drücken und das Arbeitslosengeld II als Kombilohn zu missbrauchen.
Es kann nicht sein, dass Beschäftigte mit ihren Steuern die Hungerlöhne in ihren Konkurrenzbetrieben subventionieren. Deshalb wollen wir einen Mindestlohn durchsetzen, wie es ihn in den meisten Ländern Europas bereits gibt.
Mindestlöhne durchzusetzen bedeutet auch, die Finanzierung für die grüne Grundsicherung nicht durch Kombilohnkosten zu überlasten und zu verhindern, dass allein dadurch immer mehr Menschen als „Aufstocker“ von Grundsicherung abhängig werden.
In genau dieselbe Richtung wirken auch das Progressivmodell und die Kindergrundsicherung. Durch solche Verbesserungen in vorgelagerten Sicherungssystemen wird erreicht, dass durch Leistungsverbesserungen im Rahmen der Grundsicherung nicht Millionen Menschen zusätzlich von bedürftigkeitsgeprüften Transferleistungen abhängig werden.