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Die Kanzlerin badet!

"Milch darf nicht billiger sein als Wasser", fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Deswegen waren wir mit einer Guerilla-Aktion zum Milchgipfel vor dem Kanzleramt. Und auch Frau Merkel war dabei

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"Kaum mehr als Symbolik"

Dem Genmais-Verbot müssen weitere Schritte folgen, fordert Steffi Lemke.

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Landwirtschaft

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen für eine nachhaltige Landwirtschaft, die vereinbar ist mit Verbraucherinteressen, dem Wasserschutz, dem Erhalt der Artenvielfalt und der Bodenqualität, die aber auch Wertschöpfung in den ländlichen Regionen schafft. Lebensmittelskandale, Gentechnik und quälerische Massentierhaltung haben das Vertrauen in die konventionelle Landwirtschaft erschüttert.

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Grüner Strom ist konkurrenzfähig

Grüne Woche mit Claudia Roth: Über die wahren Stromkosten, die Vorratsdatenspeicherung und das Bildungspaket.

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Über Ölkatastrophen wächst kein Gras

Vor einem Jahr explodierte die Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Noch sind die Folgen der Katastrophe nicht abzuschätzen.

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Erneuerbare verdrängen Atom

Es wird mehr Ökostrom als Atomenergie produziert. Mittlerweile werden 20 Prozent der Stromversorgung in Deutschland mit Erneuerbaren abgedeckt.

Kommentare

Klaus Bärbel
31-07-09 13:44
Der Fehler nicht nur bei den Milchpreisen, sondern der gesamten Agrarsubventionierung liegt in der Ausrichtung an mengenmäßigen Größen - z.B. Hektar Fläche, Tonnen Getreide oder eben Liter Milch. Gepaart mit den Fiktionen des Bauernverbandes von "kostendeckenden Preisen" und dem "bäuerlichen Familienbetrieb" ergibt sich das Dilemma der heutigen Landwirtschaft. Der Betrieb mit 30 Milchkühen oder 50 Hektar Marktfruchtanbau (Raps/Weizen/Gerste) kann kaum bis nicht davon Leben. Die Interessenvertreter der Bauern - auch Bauernverband genannt - argumentieren mit der Not in der Größenklasse 30 Kühe für bessere Preise. Nicht erwähnen sie dabei, dass sie selbst häufig ganz andere Betriebe führen. Dort reden wir schon mal von 100-200 Kühen und 500 Hektar Anbaufläche. Hier reden wir dann aber nicht mehr von Melkmaschine oder Handmelken, sondern von vollautomatischen Stallsystemen mit automatischen Fütterungssystemen, Fischgrätenmelkständen und Videoüberwachung. Großbetriebe haben schon mal gerne 200000 € Subventionen auf dem Konto, bevor sie anfangen, einen Liter Milch oder eine Tonne Getreide zu verkaufen. Diese Schieflage gilt es zu beseitigen. Wenn man dahin kommt, dass ein Kleinbetrieb "existenzfähig" ist, gewinnen auch die Plakate des Bauernverbandes zum Thema "Bauernhand pflegt grünes Land" auch eine Existenzberechtigung.

Wer vorschlägt, Kühe mit der Hand zu melken, hat dies noch nie getan. Und wer glaubt, dass der Biolandbau die Lösung für eine breite Masse ist, liegt in meinen Augen genauso daneben. Es ist schon ausreichend, wenn in der Agrarsubventionierung diejenigen das Geld bekommen, die auch die Zielgruppe sind. Und vor allem sollte mal klar gestellt werden, wer eigentlich diese Zielgruppe ist.Zur Zeit gehe ich mal davon aus, dass für 1€ Einkommen, das ein Landwirt erzielt, mindestens 20€ Subventionen erforderlich sind.
S. Deister
14-06-09 14:23
Die Aktion scheint mir, falls echte Milch
verwendet wird, etwas geschmacklos.
Man hätte das ganze auch patomimisch durchführen
können
lokoroko
03-06-09 19:47
@ Bernhard Müller: Ich bitte sie die Erzeugung von Milch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, gerade dann, wenn sie bis jetzt nur einmal einen kurzen Urlaub auf einem landwirtschaftlichen Betrieb gemacht haben. Ich selbst bin Sohn eines ehemaligen Landwirtes. Mein Vater musste vor einem Vierteljahr den Betreib aufgeben. Der niedrige Milchpreis brachte uns den Ruin. Ich möchte versuchen dir die Realität eines Heutigen Landwirtschaftlichen Betriebes darzulegen, denn die Argumentation mit diesem naiven Halbwissen ist inakzeptabel.
Zum Düngen des Bodens reicht der Stoffwechsel der Kuh nicht aus. Im Winter werden diese den Schlechten Wetterverhältnissen wegen in den Stall geholt. Dadurch bleibt im ganzen Winter eine Düngung aus. Zumindest einmalig vor der erneuten Verwendung der Flächen im Frühjahr muss also gedüngt werden, damit sich das Grünland ausreichend erholt und dann wieder als Futter bereit zu Stehen.
Die heutige Futterbereistellung für den Winter ist weit entfernt von dem ernten mit der Sichel Sichel und dem Zusammentragen weniger Schubkarren Gras. Für den Winter wird heutzutage eine Silage zusammengefahren, die ungefähr 150 Tonnen für 30 Tiere Umfasst. Das erfordert den Einsatz schwerer Maschinen. Für viele kleinere Landwirte kommen hier enorme Kosten auf, da diese Arbeit von Lohnunternehmen für nicht wenig Geld geleistet wird.
Weiterer Bestandteil des Winterfutters ist das getrocknete Gras, also das Heu, welches zusätzlich zu der Silage gefüttert wird. Nach dem Mähen darf man es nicht einfach liegen lassen bis es trocken ist, denn dann würde es durch die Nässe in den Nächten auf der Unterseite anfangen zu gammeln. Deswegen muss man es ein bis mehrmals am Tag wenden. Dazu wird erneut eine Maschine benötigt. Wenn es trocken ist wird es Maschinell gepresstes um eine Lagerbare Dichte und Form zu bekommen und eingelagert. Es kommen also hier Kosten durch die Maschinen auf den Landwirt zu um die er nicht herum kommt!
Kraftfutter ist Sache jedes Betriebes, der den Qualitätsstandarts seiner Meierei entsprechen möchte, den vollen Preis zu bekommen und dabei auch genügend Menge zu erzeugen.
Ja Kühe kann man mit der Hand melken. Ich finde diese Argumentation jedoch sehr schwach. In heutiger Zeit wird wohl kaum ein einziger Betrieb überleben können, wenn er die Kühe mit der Hand melkt. Da kommt ein derartiger Zeitbedarf und Aufwand auf einen zu, sodass auch bei Erhöhung des Milchpreises dieser nicht im Geringsten die Kosten des Produzierenden Betriebes decken kann. Man muss hier schon etwas Zeitgemäß denken, mit der Entwicklung gehen. Früher wurden die Steine für Pyramiden auch mit Menschlicher Kraft bewegt.
Früher gab es all diese Methoden vielleicht noch. Damals, als die meisten Betriebe Selbstversorger waren. Heute sind all deine Ideen nicht mehr realistisch.

Der Ansatz die Bequemlichkeit der Landwirte zu Bemängeln ist nicht hinnehmbar. Ein Zusammenpferchen von Tieren gibt es in Deutschland nicht, da es Jährliche Besuche von verschiedenen Kontrolleuren gibt. Diese überprüfen die Artgerechte Milchviehaltung!
Bernhard Müller
03-06-09 06:28
@ Philmoell Dünger ist das, was bei der Kuh als Stoffwechselendprodukt übrig bleibt. Das fällt von alleine aus der Kuh, wenn sie auf der Wiese steht und verdaut. Kraftfutter zukaufen ist Sache der Massentierhaltung in den Agrarfabriken. Einen Teil des Grases mähen und trocknen, damit er im Winter als Heu zur Verfügung steht, kann man mit einer Sichel.
Als Kind habe ich sogar mal auf einem Bauernhof Urlaub gemacht. Damals hat mir die Bäuerin gezeigt, dass man die Kuh auch von Hand melken kann.
Wer es gerne bequem haben will und Melkmaschinen benutzt, soll den Strom aus der Biomasse gewinnen, die beim Verdauungsprozess der armen Kühe anfällt, die dann aus arbeitstechnischen Gründen (Bequemlichkeit der Landwirte) in engen Ställen zusammengepfercht stehen müssen.
Wer als Bauer höhere Preise für seine Milch haben möchte, soll auf biologische Erzeugung nach den Richtlinien des Bioland Verbandes umstellen.
Koyama
02-06-09 14:24
(Kuh)Milch ist weder Gesund noch Lebensmittel (ausser für Kälber) so wie Herr Bonde es am Ende darstellen will.

taz: http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/artikel/1/mythos-milch/

peta: http://www.milch-den-kuehen.de/pcrm.html

Ansonsten mal selber Recherchieren... "Die Milch machts" eben doch nicht...

@Herr Müller: Wenn Berlin "sehr hohe Wasserpreise[n]" hat, wäre Berlin obere Schranke fürs Wasser und nicht, untere. Somit ist die 6 cent Differenz, schon heftig (wenn ihre Zahlen stimmen).
philmoell
02-06-09 12:30
Du scheinst dich mit der Landwirtschaft nicht ganz auszukennen. Die hohen Produktionskosten kommen daher, dass das Gras eben nicht wächst ohne dafür Geld zu verlangen. Um auf der Fläche, die vorhanden ist genügend Futter zu ernten, muss gedüngt werden und Dünger kostet Geld, sei er mineralisch oder organisch. Auch die wenigste Zeit im Jahr könnte die Kuh frische Gras fressen, da es in der konvetionellen Landwirtschaft, welche den Großteil darstellt, arbeitstechnisch nicht möglich ist, dafür zu sorgen das die Kuh täglich ihr grün bekommt und zumal Gras auch nur im Sommer wächst. Das Gras muss deshalb im Sommer konserviert werden damit es das ganze Jahr über zur Verfügung steht. Dafür braucht man Maschienen, welche erstens hohe Anschaffungskosten haben und zweitens den teuren Diesel brauchen. Auch die Kuh brauch einen Stall, welcher Untehaltungskosten verursacht und die Melkmaschiene läuft auch nur mit Strom. Die Kuh ernährt sich ja auch nicht nur von Gras, sie brauch auch Kraftfutter, Eiweiß und Minaralfutter, was zumindest teilweise zugekauft werden muss.
Es gibt noch viele weitere Punkte welchen man hier aufführen könnte, ich will es mal dabei belassen.
Deutsche Milch ist eines der am besten untersuchten Lebensmittel überhaupt, daher stellt sich die Frage was der Verbraucher will: Entweder die Milcherzeugung soll hier erhalten bleiben, was einen höhern Preis zur Folge haben muss, oder wir bekommen unsere Milch in zukunft erst aus Polen, dann aus Russland und irgendwann vieleicht aus Afrika.
In keinenm dieser Länder gibt es so strenge Kontrollen wie hier, in Afrika, wo Kühlung äuserst schwierig ist, wird der Milch manchmal Formalin zugesetzt. Auch ein Milchskandal wie in China wäre bei uns nicht möglich.

Ich hoffe ich konnte ein wenig Klarheit schaffen!
Bernhard Müller
30-05-09 18:50
Ich wohne in Berlin. Berlin gilt wegen der Privatisierung der Wasserversorgung als Stadt mit sehr hohen Wasserpreisen. Ein Kubikmeter Trinkwasser kostet hier 2,181 Euro und ein Kubikmeter Schmutzwasser kostet 2,543 Euro. Dies sind zusammen 4,724 Euro für einen Kubikmeter = 1000 Liter also nur 0,4724 Cent pro Liter. Der niedrigste Preis, den ich bei Aldi und Lidl für fettarme Milch gefunden habe, waren 41 Cent pro Liter. Ein Liter Milch kostet also 86,79 mal so viel, wie ein Liter Wasser. Vollmilch ist sogar noch teurer.
Die „Gefahr“ dass Milch irgendwann billiger als Wasser sein könnte, besteht also nicht.
Bei der Klärschlammpampe, die von den Agrarfabriken erzeugt wird, müssten die eigentlich noch was zahlen, damit wir Verbraucher das Zeug überhaupt abnehmen.
Anstatt zu meckern sollten die besser Qualität nach den Richtlinien des Bioland Verbandes anbieten. Da kostet ein Liter im Bioladen 1,20 Euro.
Das ganze Geschrei, das der Liter in der Produktion angeblich 40 Cent kosten würde und die „armen Bauern“ Verluste machen, wenn sie weniger als 40 Cent bekommen, ist sowieso unverständlich. Das Gras wächst ohne dafür Geld zu verlangen. Die Kuh frist das Gras und macht daraus Milch, ohne dafür Geld zu verlangen. Der Bauer/Die Bäuerin melkt die Kuh, verkauft die Milch und jeder Cent Verkaufspreis ist ein Cent Gewinn. Wo sollen da die angeblichen Produktionskosten der Bauern herkommen ?
Kommentar

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