Arbeit

Für uns ist Arbeit gesellschaftliche Teilhabe und persönliche Entfaltung. Sie muss gerecht entlohnt werden und mit einer intelligenten Arbeitszeitpolitik an die Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angepasst werden.

Wo-men at Work, Foto: © flammenhannes/photocase.com

Erwerbsarbeit ist nicht nur Broterwerb. Sie ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und persönliche Entfaltung. Deshalb müssen die Rahmenbedingungen zum Abbau der Arbeitslosigkeit und gerechte Zugangsmöglichkeiten zur Erwerbsarbeit für alle geschaffen werden.

Unser Green New Deal kann den Rahmen für Hunderttausende neue Jobs schaffen, wenn wir Zukunftsinvestitionen vorziehen und die ökologischen und sozialen Schwächen unserer Wirtschaftsordnung beseitigen. Dabei setzen wir auf einen Mix aus klarer Ordnungspolitik (z.B. CO2-Grenzwerte), neuen Finanzierungsinstrumenten (z.B. der Bürgerversicherung in der Gesundheit), veränderten Rahmenbedingungen für den Arbeitsmarkt (u.a. das Progressivmodell) sowie vorgezogenen staatlichen Investitionen (z.B. in Bildung oder Gebäudesanierung).

Ein weiteres Ziel ist, Benachteiligungen am Arbeitsmarkt besonders von Frauen, älteren Menschen, Migrantinnen und Migranten abzubauen. Die Zukunft unseres Landes liegt in innovativen Konzepten, kreativen Produkten und gut ausgebildeten Menschen.

Die hohen Lohnnebenkosten wollen wir mit einer Reform der sozialen Sicherungssysteme senken, in dem wir zum Beispiel den unteren Einkommensbereich gezielt durch progressiv gestaltete Zuschüsse von Sozialabgaben entlasten.

Mit einem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von wenigstens 8,50 Euro je Stunde wollen wir sicherstellen, dass man von seiner Arbeit auch leben kann. Höhere Mindestlöhne in einzelnen Branchen bleiben hiervon unberührt.

Ein gesetzlicher Mindestlohn ist zudem ein wichtiger Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit, weil vor allem Frauen von Niedriglöhnen betroffen sind. Der gesetzliche Mindestlohn wird jährlich überprüft und gegebenenfalls bei steigenden Lebenshaltungskosten angepasst.

Wir setzen auf eine Arbeitszeitpolitik, die mit Instrumenten wie Arbeitszeitkonten, Familien-Teilzeit, Job-Rotation und Job-Sharing vorhandene Arbeit besser verteilt. Im zweiten Arbeitsmarkt wollen wir vor allem die Qualifizierung für personenbezogene Dienstleistungen fördern, weil dieser Sektor Wachstum verspricht. Alle jungen Menschen sollen die Chance auf eine berufliche Ausbildung haben. Familien-, Erziehungs- und ehrenamtliche Arbeit sind auch Arbeit. Wir wollen deshalb Instrumente schaffen, die unterschiedliche Lebensformen und Kombinationen aus Phasen der Erwerbsarbeit und Nicht-Erwerbsarbeit ermöglichen und sozial absichern.

Zeitarbeit darf kein Instrument sein, mit dem Lohndumping vorangetrieben wird. Die Bedingungen für Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer müssen sich deshalb verbessern. Sie müssen vom ersten Tag an wie die Stammbelegschaft bezahlt und behandelt werden. Die gesetzliche Ausnahmeregelung, per Tarifvertrag von den Arbeits- und Lohnbedingungen des Entleihbetriebs abzuweichen, muss gestrichen werden. Uns ist es nicht egal, unter welchen Bedingungen die Menschen arbeiten müssen.

Hintergrundinformationen als PDF:

Gegen Tarifverträge mit Pseudogewerkschaften - Parteitagsbeschluss 2009

Anders Wirtschaften - Ein Grüner New Deal für neue Arbeit und Innovation - Kapitel 1 des Bundestagswahlprogramm 2009

Nur wer Wirtschaft und Umwelt zusammen denkt, schafft neue Arbeitsplätze. Wie wir das erreichen wollen, zeigen wir im Video "1 Million neue Jobs":

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Kommentare

Oliver Lüdemann
18-11-12 19:04
Hallo Leute,

Ich Arbeite in einer Sozialen Arbeitsstätte b.z.w. Bei den Berliner Werkstätten für Behinderte Menschen mein Lohn ist ein witz was ich dort Verdine ist ungefär bei 1,70 € ich wurde mich darüber freuhen wenn auch die Behinderten Menschen ebenfalls ein Mindestlohn Anspruch habe.
Und deswegen fordere ich das die Grünen sich darum kümmern.

Danke in vorraus

Oliver Lüdemann
Gast 2222
09-08-12 14:29
Alle Parteien heucheln herum!!! Die politik ist zum Scheitern Verurteilt! Das gesetz des Stärkeren liegt in der Natur des Globusses auf dem wir wandeln!
Gast
12-03-12 22:09
Was für eine Heuchelei...

Die deutsche Wettbewerbsfähigkeit leidet wegen:

- Euro = Verlust des Zinsvorteiles der D-Mark
- Globalisierung = Verlagerung von Produktionsstätten
- Ökoabgaben = Verteuerung der Energie
- Sozialstaat = hohe Abgaben auf Löhne
- Energiewende = Fehlleitung von Investitionsmitteln

Die gesunkene Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland wurde überwiegend durch Lohndumping wettgemacht

Die Kaufkraft der Deutschen ist zudem gesunken wegen:
- Inflation durch Euro und Eurorettung
- Dumpinglöhne durch Zuwander / offene Grenzen
- Ökoabgaben = Verteuerung der Energie

Die genannten Miss-Stände sind Eckpfeiler der Grünen Politik. Und nun lamentieren die Grünen wegen fehlender Mindestlöhne herum?
Wie ich schon sagte. Was für eine Heuchelei...
Robert
23-01-12 10:46
Dies sehe ich nicht so da ich kein fan von den gRÜNEN BIN
Hans-Jürgen
19-06-11 10:38
Sie arbeiten Vollzeit, aber es reicht nicht. Viele Leiharbeiter sind trotz Job auf staatliche Hilfe angewiesen, in einigen Branchen verdienen sie nicht einmal halb so viel wie regulär Beschäftigte. Laut einer DGB-Studie ist der Abstand sogar noch größer geworden.So verdienen Leiharbeiter im Schnitt nur etwa halb so viel wie Vollzeitbeschäftigte. Nur 19,1 Prozent kommen der Studie zufolge auf monatlich mehr als 2000 Euro brutto - Festangestellte schafften dies in 70 Prozent aller Fälle.
Viele Leiharbeiter könnten von ihrer Arbeit nicht leben, heißt es laut "SZ" in der Studie. 92.000 Menschen seien Mitte vergangenen Jahres auf Hartz IV angewiesen, zählten also zu den sogenannten Aufstockern. Das sei fast jeder achte. "Das Verarmungsrisiko der Leiharbeiter ist damit fast vier bis fünf Mal größer als in der Gesamtwirtschaft", sagte der Autor der Studie, Wilhelm Adamy, der Zeitung. In keiner anderen Branche sei das Risiko der Hartz-IV-Bedürftigkeit so groß.Im Schnitt weniger als 1500 Euro brutto im Monat
Grundlage der Studie ist die Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Adamy hat nach eigenen Angaben die Werte von fast 500.000 Leiharbeitern ausgewertet. Verleih-Arbeitskräfte erhielten demnach 2009 in den alten Bundesländern im Schnitt 1456 Euro brutto im Monat, im Osten seien es 1124 Euro gewesen.
Mehr als 10 Prozent im Westen und gut 20 Prozent im Osten hätten weniger als 1000 Euro im Monat verdient - trotz Vollzeitjob. "Armut trotz Arbeit ist hier an der Tagesordnung, selbst wenn sich Hartz IV eventuell durch einen Zweitjob am Abend oder durch eine Erwerbstätigkeit anderer Familienangehöriger verhindern lässt", sagte Adamy der "SZ".
Besonders groß ist der Lohnabstand laut DGB in der Industrie: Hier verdienten die Leiharbeiter nicht einmal halb so viel wie Stammarbeitskräfte. Adamy kritisiert, dass viele nicht qualifikationsgerecht eingesetzt würden, "obwohl gut 60 Prozent von ihnen einen Berufsabschluss haben".
www.leiharbeiter-wehrt-euch.de.to
Dietmar Heilenz
15-11-10 14:16
Verschonen Sie uns von Herrn Schröbele und Frau Roth ,diese

Personen sind für Deutschland negatief und primitief .

Diese Personen sind das Letzte was Deutschland

hervorgebracht hat.Der Kastor war für Fr.Roth der Höhepunkt.
D.Heilenz
Gert singer
10-11-10 13:20
Ich habe gehört, im Parteiprogramm der 'Bündnis die Grünen' steht: Halbierung der Beamtenbesoldung. Stimmt das?
Miller Peter
28-03-10 17:40
Guido Westerwelle verkündet am 1. April die neuen Ziele der FDP.
Spaßvogel Guido hat natürlich einen Aprilscherz versteckt.
Welches seiner Ziele ist der Aprilscherz?
1. Gleiche Krankenkassenbeiträge für alle.
2. Gleiche Steuern für alle.
3. Gleicher Lohn für alle.
MargitHutter
08-01-10 03:24
Die Beseitigung der hohen Arbeitslosigkeit wurde vorrangige Aufgabe der neuen Regierung.
Mit Propaganda sollte dem Volk vermittelt werden, dass die neue Regierung im Gegensatz zu denen der Weimarer Republik alles im Griff habe.
Die Arbeitslosigkeit war das größte Problem und musste beseitigt werden, damit das Volk hinter Hitler stand.
Durch die Aufrüstung gab es wieder Arbeit und Geld in der Lohntüte.
Auch der Ausbau des Straßennetzes und der Autobahnen geschah in Hinblick auf den Krieg, um eine schnelleren Transport gewährleisten zu können.

Im Rahmen dieses Programms fiel 1933 die Zahl der Arbeitslosen auf 4,8 Millionen. 1934 sank sie auf 2,7 und 1936 sprach man in manchen industriellen Bereichen bereits von einem Arbeitskräftemangel. Diese Bilanz hatte damals eine ausgeprägte psychologische Auswirkung auf die Gesellschaft. Sie ist jedoch nicht nur mit dem wirtschaftlichen Erfolg erklärbar. Was durch die Statistik nicht zum Ausdruck kommt, ist der wahre Grund, weshalb die Zahlen so drastisch zurückgingen. Das Regime hatte nämlich in seinem ersten Jahr nach der Machtübernahme die Definition für Arbeitslosigkeit einfach geändert: Notstandsarbeiter, Jugendliche, Frauen, kurzfristig Beschäftigte usw. tauchten nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik auf. In diesem Zusammenhang muss auch die 1935 eingeführte allgemeine Wehrpflicht erwähnt werden, die eine große Zahl arbeitsloser junger Männer aufsaugte. Das Wirtschaftsprogramm der Nationalsozialisten führte zwangsläufig zu starken Staatsschulden, die von 12,9 Milliarden Reichsmark 1933 auf 31,5 Milliarden Reichsmark im Jahr 1939 anstiegen. Der Rüstungsetat wurde von 5,5 Milliarden 1935 auf 16 Milliarden Reichsmark im Jahr 1938 angehoben. Das Programm, das auf einer immer höheren Staatsverschuldung basierte, konnte auf Dauer nicht funktionieren. Um die Staatsschulden bezahlen zu können, befahl Hitler, einfach mehr Geld zu drucken. Diese Aktion brachte eine steigende Inflationsrate mit sich, die sich wie in den 20-er Jahren, auf die deutsche Wirtschaft sehr schädlich auswirkte. Es gab fortan zwei Möglichkeiten: entweder fuhr das Deutsche Reich in den Bankrott oder in den Krieg, wobei das Regime hoffte, seine finanziellen Schwierigkeiten durch eingenommene Kriegsbeute vermindern zu können. Die wirtschaftliche Wiederbelebung des Deutschen Reiches spielte für Hitler nur eine untergeordnete Rolle und sollte dazu dienen, das Deutsche Reich kriegsfähig zu machen. Diese berechnende Politik führte in den Ruin. Die Grünen haben d.Kl.Leute genau so veraten wie Schröder.
Lisa
31-10-09 13:28
Das sehe ich genau so!!!
Kommentar

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