Fleischeslust
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Es ist normal, verschieden zu sein. Vielfalt ist gesellschaftliche Realität. die durch eine Politik der Inklusion gestaltet werden muss. In seinem Antrag zur BDK tritt der Bundesvorstand für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen in ihrer ganzen Vielfalt gleichberechtigt und selbstbestimmt miteinander leben und teilhaben können.

Es muss darum gehen, in einer blockierten und ausgrenzenden Gesellschaft echte Teilhabe für alle und Aufstiegsmöglichkeiten auch für die bisher Benachteiligten zu schaffen. Denn genau daran werden viele Menschen und ganze Gruppen bisher gehindert. So lebt mehr als jeder sechste Mensch in Deutschland in Armut. 20 Prozent aller 15-Jährigen in Deutschland können kaum lesen und schreiben. Armut und Chancenlosigkeit werden in vielen Familien an die nachkommende Generation weitergegeben. Ältere Menschen treffen auf viele Barrieren und Hindernisse. Ebenso sind wir von einer vollständigen Gleichstellung der Geschlechter nach wie vor weit entfernt. Trotz des europaweit existierenden Diskriminierungsverbots gehören Anfeindungen, gewaltsame Übergriffe und rechtliche Benachteiligungen aufgrund der sexuellen Identität noch lange nicht der Vergangenheit an.
Inklusive Politik, in der keine und keiner verloren geht
Maßstab inklusiver Politik ist das selbstverständliche Recht aller auf Selbstbestimmung sowie gleiche Lebenschancen von Anfang an. Eine Politik der Inklusion identifiziert Hindernisse, die Menschen bei der Selbstentfaltung, an Teilhabe und die den Aufstieg sozialer Gruppen behindern. Zuschreibungen nach Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund, körperlicher, intellektueller oder psychischer Beeinträchtigung, Religion oder sozialer Herkunft haben auf die Frage nach der "gesellschaftliche Teilhabe oder nicht?" keine Auswirkung mehr. Damit allen Menschen eine Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht und Chancen eröffnet werden, müssen sich jedoch Strukturen, Organisationen und Denkweisen ändern, öffnen und erweitern.
Ein notwendiger Perspektivwechsel: Integration und Inklusion
Die Vorstellung eines inklusiven gesellschaftlichen Miteinanders ergänzt außerdem das Modell der Integration. Über Inklusion wird heute vornehmlich in Bezug auf Menschen mit Behinderung gesprochen, um zu verdeutlichen, dass sie (bereits) zur Gesellschaft gehören, diese sich ihnen aber öffnen und sie in ihrem Sosein gleichberechtigt akzeptieren muss. Konsequent zu Ende gedacht bedeutet dies jedoch, dass wir auch bei anderen benachteiligten oder diskriminierten Gruppen von Inklusion sprechen müssen – denn auch sie gehören von Anfang an zur Gesellschaft und müssen nicht erst eingegliedert werden. Das beinhaltet gerade auch die zweite, dritte und vierte Generation von Menschen mit Migrationshintergrund – sie sind hier geboren und hier zu Hause. Denn wir sind der Überzeugung, dass die Kinder, Enkel und Urenkel der eigentlichen Einwanderer der ersten Generation längst Teil des "Wir" sind.
Dieser Perspektivenwechsel hin zu einer Politik der Inklusion versucht Hindernisse zu identifizieren, die den Aufstieg sozialer Gruppen und vor allem ihre gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft allgemein erschweren. Inklusive Politik ist bestrebt, Lösungen zu entwickeln, von denen möglichst verschiedene von sozialer Ausgrenzung betroffene Zielgruppen profitieren können: Arme Menschen und deren Kinder, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, aber auch ältere Menschen oder Lesben, Schwule und Transgender.
Die inklusive Gesellschaft als Leitbild
Der Antrag des grünen Bundesvostands soll Aufschlag sein für eine Fortführung der Debatte zur Weiterentwicklung der sozialen Idee der Grünen, die im Zukunftsforum "Antworten auf die auseinanderfallende Gesellschaft" und in der BAG Behindertenpolitik begonnen wurde sowie auch bei der Zukunftskonferenz in Berlin stattgefunden hat. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen diese Debatte im kommenden Jahr intensiv und umfassend weiterführen und dabei auch zielgruppenspezifische Maßnahmen weiterentwickeln. Dazu soll auch eine Konferenz im Frühjahr zur umfassenden sozialen Idee der Grünen dienen.
BDK-Antrag: Vielfalt leben in einer inklusiven Gesellschaft (PDF)