UmFAIRteilen - Reichtum besteuern

In 40 Städten - unter anderem Berlin, Bochum, Hamburg, Frankfurt, Köln - haben mehr als 40.000 Menschen demonstriert. Die Forderung: Die Vermögenden müssen wieder an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligt werden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben den bundesweiten Aktionstag "UmFAIRteilen - Reichtum besteuern!" am 29. September unterstützt.

Eine Gruppe von Leten mit Fahnen in den Händen, Foto: GRÜNE NRW (CC BY-SA 2.0)
Auch in Köln sind am 29. September GRÜNE mit auf die Straße gegangen. Unter ihnen Volker Beck, Sylvia Löhrmann und Sven Lehmann (von rechts nach links). Foto: GRÜNE NRW (CC BY-SA 2.0)

Am 29. September 2012 fand der Aktionstag des Bündnisses UmFAIRteilen unter dem Motto „Reichtum besteuern“ statt. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen das Bündnis. Mit vielen anderen machen wir deutlich, dass es Zeit ist, für eine gerechte Verteilung der Steuerlast und dass endlich auch diejenigen an den Kosten der Krise beteiligt werden, die bisher am meisten von ihr profitiert haben.

Wir wollen unsere Forderung nach einer Vermögensabgabe, einem höheren Spitzensteuersatz, stärkerer Besteuerung von Erbschaften, der Finanztransaktionssteuer usw. nun auch auf die Straße tragen.

Aufruf des Bundesvorstandes zur Beteiligung am Aktionstag.

Eine Übersicht über die Städte, in denen Demonstrationen, Kundgebungen und Aktionen stattgefunden haben und weitere Infos zum Bündnis findet Ihr unter https://umfairteilen.de/


Hier dokumentieren wir die Demonstrationen des bundesweiten Aktionstages:



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Kommentare

Rinaldo Rinaldini
10-11-12 11:51
Vermögenssteuer ist der falsche Ansatz. Führen wir die Tax-Flat ein : jeder zahlt 40 % Steuern auf sein Einkommen. 10 % kriegen Kranken-, Renten- und Arbeitslosenkassen. 10 % kriegt der Bund, 10 % kriegt das Bundesland und 10 % die Wohnort-Kommune. Das ist dann Steuer-Gerechtigkeit, weil 40 % von zig-Millionen mehr sind als 40 % von kleinen Einkommen.
Gerecht verteilen?
23-10-12 10:56
Es ist schade, dass die Grünen sich wenig oder gar nicht an der Diskussion: Kinderarmut, Altersarmut sich beteiligen, aber im Jahre 200 haben sie ja den Nachhaltigkeitsfaktor und die Besteuerung der Rentner mit zugestimmt, denn Rot und grün waren Regierungsparteien.

Wo bleibt da die gerechte Verteilung? Die Rentner auf eine noch niedrigere Stufe zu stellen als die Hartz-IV-Empfänger? Die Leute, die den Staat in ihrem Erwerbsleben so reich gemacht hat, wie er jetzt ist. Ist das der Dank? Man hat gelernt, wenn man im Laden kauft, muss man bezahlen, denn man bekommt eine Dienstleistung. Die Rentner haben damals, als sie gearbeitet haben ihren Dienst geleistet, dass heute nun ist ihre Bezahlung, den ersten Tag des Rentnerdaseins auf dem Sozialamt zu verbringen weil die Rente nicht reichtß

Hier wurde auch noch nie von behinderten menschen gesprochen (Erwerbsminderungsrentner), chronisch kranke, die von ihrer kärglichen Rente Ärzte und die Pharmaindustrie reich macht. Ist das der Dank?

Lediglich versuchen die Grünen erfolglos den Strompreis zu bremsen, obwohl die Grünen dafür sorgten, dass er steil nach oben klettert, durch überhasste Umstellung der Energieart, ohne Rücksicht auf die Armen in Deutschland, die sich bald keinen Strom mehr leisten können.

Eines Tages rächt sich das, wie auch sich das damals in der DDR gerecht hat. Denn gerade die heute Armen (Arbeitnehmer, Hartz-IV, Rentner, Kinder) sagen heute auch wieder: Wir sind das Volk!
Geli Marx
16-10-12 19:32
,Vermögensteuer

Warum soll eine Person die zum Beispiel 40 Jahre gespart und hart gearbeitet hat, (damit er im Alter auch das Leben leben kann)
noch mal bestraft werden und Vermögensteuer bezahlen. Das Geld wurde versteuert wie bei jeden anderen auch.

Auch ich wusste vor 20 Jahren, dass ich mit meiner Rente später nicht leben kann.
Wenn einer viel arbeitet hat er viel, arbeitet einer wenig hat er weniger.
Die Personen die mehr gearbeitet haben wurden ja gleich mit höheren Satz - Steuer und Sozialabgaben bestraft und später ........ noch mal?
Die Personen, die den Staat nicht auf der Tasche liegen und gespart haben sind dann die blöden.

Warum machen uns die Regierungsbeamten das nicht mal vor, wie man mit so kleinen Renten u Nettolöhne auskommen kann,
wenn man nichts gespart hat? Warum so hohe Diäten wenn man mit der minimalen Rente auskommen kann?
Personen im Staatsdienst haben die Probleme nicht. .Warum bezahlen Beamte "keine" bzw nur einen "geringen" Anteil an Sozialabgaben?.
Dann würde das riesige Loch etwas kleiner werden. Man sieht ja was das Geld noch für einen Wert hat .....nämlich fast Null.
Der Nettolohn reicht bei den meisten sowieso nur noch für Heizung, Strom und Miete und der Rest wird aus dem Gesparten finanziert. ........
Warum will der Staat dann nochmal auf die diese Personen einbrügeln.?

Das Geld in alle Länder verteilen und das "eigene Land" die alle, die das Geld erwirtschaftet haben ...gehen mit leeren Händen aus?......
Nein sie kommen in eine Schleuder und werden noch mal ausgepresst!!!!!?????
Leute lacht nicht drüber, es fallen fast alle Hauseigentümer mit in die Besteuerung.....-vor X Jahren hatten wir das Gesetz schon mal !!!!!
( Ich kann auch Personen verstehen denen es egal ist, weil sie in einer Wohnung in der Stadt wohnen und jeden Hausbesitzer als reich ansehen)

Anhang an die Personen die eine höhere Erbschaftsbesteuerung wollen.
Sie wohnen bei den Eltern im Haus und diese sterben. Dann möchte ich diese Gesichter sehen wenn sie ausziehen
und verkaufen müssen weil sie die Erbschaftssteuern nicht bezahlen können.
Helmut Krüger
04-10-12 21:25
Ich denke ganz einfach, wichtig wäre ein Vorgehen bzw. Agieren auf zwei Ebenen:

1. In kurz- und mittelfristiger Perspektive kann sich kein Staat der Welt leisten, dass hochspekulative Geschäfte eines kleinen Teils seiner Bürger seinen Handlungsspielraum zugunsten aller in erheblichem Maße einschränkt. Wenn ein Gemeinwesen überhaupt einen Sinn haben soll, dann den, dass die Verantwortung für das Gemeinwesen gerade mit der Höhe des finanziellen Vermögens steigt, nicht aber umgekehrt proportional dazu abnimmt.

Daher MUSS dem unabdingbar Einhalt geboten werden, um blanke Not zu verhindern.

2. Die Beförderung eines anderen Denkens, was nichts mit Belehrung oder Kampagne, erst recht nicht mit Indoktrination zu tun hat, sondern gerade durch die Kraft positiver Beispiele Früchte bringt. Sprich: die Beförderung einer Denkhaltung, dass ein bloßes Zahlungsmittel, wie es Geld ja eigentlich ist, für sich selbst genommen jeglichen Sinnes entbehrt. Geld ist kein Zweck, Geld hat keinen Zweck, Geld ist MIttel (zum Zweck). Ohne, dass sich Geld mit einem hoffentlich humanen und vor allem einem Zweck paart, der von Herzblut getragen ist,, kann eigentlich nur Unsinn draus werden.

Dass die 10. Flasche Bier und das 10. Glas Wein nacheinander getrunken, EIN ZUGEWINN wäre gegenüber der 1. Flasche bzw. dem 1. Glas kann ein Genießer nicht sagen, nur ein Alkoholiker.

Alles ist eine Angelegenheit des Maßes, des Ortes und der Zeitpunktes; kein Politbüro und keine Kommission kann darüber entscheiden, nur ein ethisch handelnder Mensch, wobei diese Spezies im Wirtschaftsbetrieb mittlerweile recht rar gesät ist. Das ist dann etwas mehr als die auf dem Papier beschworene Verantwortung irgendeiner PR- oder Marketing-Abteilung. In dieser Hinsicht kann in der Tat dazugewonnen werden.

Wer weiß wovon er redet, kann auch teilen und wird nicht in abstrakter Form wettern. Am Schlimmsten ist´s nur für die, die gar nicht mehr wissen, wohin mit allem.
Rot-Rot-Grün
30-09-12 20:06
Eine echte Veränderung in Richtung einer um-fair-teilung gibt es nur mit der Linken und mit Rot-rot-Grün. Ich hoffe das die Grünen nach den Wahlen zu einem Bündnis mit der Linken bereit sind.
Statement
28-09-12 16:50
Eine Schar ohne Vermögen gleicht einer Ansammlung von Sklaven.
Nicole van der Made
27-09-12 20:34
in diesem Zusammenhang sollten wir auch eine größere Unabhängigkeit und Distanz zwischen Politik und Wirtschaft fordern, z.B. das klare Verbot von Unternehmensspenden.
Ein öffentliches Lobbyistenregister,sowie eine Veröffentlichungspflicht aller Einkünfte und Nebentätigkeiten von MdBs und MdLs!
EuerUntergang
16-09-12 16:25
Nur die Begriffe ändern sich. Die Art zu Denken ist gleich geblieben. Heute spricht man von Um-fair-teilen. Früher nannte man es Arisierung. So wie heute glaubten auch damals die Menschen, sie würden moralisch handeln.
Kommentar

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