Schwarz-gelbe Klientelpolitik

Über die schwarz-gelben Pläne zum Komplettumbau des Gesundheitswesens und das grüne Gegenmodell einer Bürgerversicherung sprach der schrägstrich mit Claudia Roth. Aus aktuellem Anlass nimmt die Bundesvorsitzende der Grünen in einer zusätzlichen Frage zu der soeben beschlossenen Erhöhung der Krankenkassenbeiträge Stellung.

Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Die Bundesregierung wird den Beitragssatz der Krankenkassen von 14,9 auf 15,5 Prozentpunkte anheben. Was bedeutet das?
Claudia Roth: Das Milliardendefizit im Gesundheitssystem allein auf den Schultern der Versicherten abzuladen, ist bloße Fortführung schwarz-gelber Klientelpolitik. Diese Politik hat die Koalition in den vergangenen Monaten zu Recht an den Rand des Abgrunds gebracht. Mit der Erhöhung der Kassenbeiträge haben sich die Koalitionsspitzen auf die ideenloseste und unsozialste Rechnung geeinigt. Eine bei der Bundespräsidentenwahl in ihrer Autorität gerupfte Bundeskanzlerin hat offensichtlich keine Kraft, die Streithähne in der Regierung zu sinnvollen und vernünftigen Lösungen zusammen zu führen. Notwendig ist jetzt eine echte Strukturreform, die von dieser Regierung allerdings nicht mehr zu erwarten ist. In der Gesundheitspolitik muss jetzt auf eine Verbreiterung der Beitragsgrundlagen durch die Einführung einer Bürgerversicherung umgeschwenkt werden, die alle Personengruppen und Einkommensarten berücksichtigt.

Die Grünen lehnen eine "Kopfpauschale" rigoros ab, aber spielen wir sie doch mal durch: Ist es nicht klug, den Faktor Arbeit zu entlasten und einen Sozialausgleich über Steuern zu machen, weil dort die Leute nach ihrer Leistungsfähigkeit beurteilt werden?
Claudia Roth: Aber mit Verlaub: Ein Prämienmodell würde doch endgültig zu einer Entsolidarisierung im Gesundheitswesen führen. Die Pläne der schwarz-gelben Koalition, also das Einfrieren des Arbeitgeberbeitrags und die Auslagerung des Sozialausgleichs aus der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) heraus in eine Steuerfinanzierung bedeuten, von dem Prinzip "EineR für alle, alle für EineN" abzurücken.

Und was hieße das konkret für die Versicherten?
Roth: Dass künftige Kostensteigerungen die Versicherten alleine tragen müssten – ohne Arbeitgeberbeteiligung. Die Bezieherinnen und Bezieher niedrigerer und mittlerer Einkommen würden so zugunsten der Besserverdienenden belastet. Millionen von Versicherten würden zu Sozialleistungsempfängerinnen und -empfängern gemacht, weil sie den steuerfinanzierten Sozialausgleich beantragen müssten. Der im Übrigen, das hat ja inzwischen auch die Regierungskommission zur Gesundheitspolitik festgestellt, überhaupt nicht bezahlbar und völlig unpraktikabel ist. Die Vorstellung, man könnte eine zutiefst unsoziale Kopfpauschale, bei der eine Chefin genauso viel zahlt wie ihr Chauffeur, zum sozialen Wohlfahrtsprogramm umschreiben, wurde damit als gesundheitspolitischer Unsinn entlarvt.

Nun betont ja Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler immer wieder, dass es "eine Prämienzahlung pro Kopf" nicht geben und das System nur teilweise geändert werden soll. Wer anderes behaupte, wolle "Neid und Angst schüren" …
Roth: Und der Gesundheitsminister will uns mit dieser Argumentation Sand in die Augen streuen. Auch er hat inzwischen verstanden, dass die Bedeutung des Solidarprinzips für eine klare Mehrheit in der Bevölkerung viel zu groß ist und er die Kopfpauschale deswegen nur schrittweise einführen könnte. Sonst bekommt er sie nämlich nicht durch – im Übrigen auch nicht gegen seinen eigenen Koalitionspartner CSU. Auch ist nach der NRW-Wahl die nötige Bundesratsmehrheit erst mal weg. Deswegen gibt Rösler jetzt offiziell den Weichspüler. Es geht nun um eine Richtungsentscheidung: Wollen wir ein unsolidarisches System, in dem sich nur noch ein paar Wenige eine ordentliche Gesundheitsversorgung leisten können, oder setzen wir weiter auf ein solidarisches Gesundheitssystem, im dem jeder unabhängig vom Geldbeutel die notwendige Versorgung bekommt? Wir Grüne haben uns da klar positioniert.

"Man kann die Kopfpauschale nicht zum sozialen Wohlfahrtsprogramm umschreiben."

Befürworterinnen und Befürworter des Prämienmodells sagen, es sei transparenter, weil es die Kassenleistungen direkt vergleichbar macht, und führe so zu mehr Wettbewerb.
Roth: Dieses Argument ist doch wenig stichhaltig. Schließlich ist der geringe Kassenwettbewerb wohl das geringste Problem im jetzigen System. Viel entscheidender in diesem Zusammenhang ist doch die Transparenz der Leistungsqualität. Unter Rot-Grün haben wir die Möglichkeit geschaffen, bei den Krankenhäusern Qualitätsdaten zu erheben und sie so vergleichbar und Missstände sichtbar zu machen. Das müssen wir jedoch auch auf den ambulanten Bereich übertragen. Und was die Kostentransparenz für Patientinnen und Patienten angeht: Hier fordern wir einmal im Quartal eine für die Patientinnen und Patienten verständliche Abrechnung der Leistungen.

Das Gegenmodell von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist eine Bürgerversicherung.
Roth: Ja, wir wollen, dass alle Bürgerinnen und Bürger, auch Beamtinnen und Beamte, Selbstständige, Abgeordnete und gutverdienende Angestellte, einen Solidarbeitrag zur Gesundheitsversorgung leisten und dass alle Einkunftsarten berücksichtigt werden, also auch Mieten, Zinsen und Vermögenseinkommen. Bisher können sich doch ausgerechnet die wirtschaftlich leistungsstärksten und damit im Durchschnitt die gesündesten Gruppen dem Solidarprinzip entziehen. Wir wollen alle in die Pflicht nehmen und die Finanzierungsgrundlage verbreitern. So können wir auch die Beiträge im Griff behalten. Außerdem wollen wir mit der grünen Bürgerversicherung eine individuelle Absicherung für jeden garantieren. Kinder wären weiterhin kostenlos versichert, aber die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnerinnen und -partnern soll nur gelten, solange Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt werden. Für alle anderen Ehepaare wollen wir ein Beitragssplitting einführen. Die Bürgerversicherung macht auch endlich Schluss mit der ungerechten Trennung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung.

Und wie wollt ihr Privatversicherte überzeugen, die ja durch eine Bürgerversicherung deutlich stärker belastet würden?
Roth: Bei einer grünen Bürgerversicherung profitieren auch die Privatversicherten. Sie bekommen schließlich eine hochwertige Gesundheitsversorgung, ohne alles Mögliche als Zusatzleistungen extra bezahlen zu müssen. Und natürlich steckt dahinter die Philosophie der solidarischen Versicherung: Wir wollen nicht, dass sich einige einen privilegierten Zugang zum medizinischen Bereich erkaufen und sich aus dem Solidarsystem heraushalten, während viele andere unzureichend versorgt sind. Denn auch in Deutschland sind diejenigen, die arm sind, häufiger krank und haben oft einen schlechteren Zugang zu guter Behandlung. Diesen skandalösen Zusammenhang wollen wir mit der Bürgerversicherung aufbrechen.

Ein wichtiges Element der grünen Bürgerversicherung ist, die Beitragsbemessungsgrenze anzuheben. Bisher wurde aber noch keine Zahl genannt. Ist es nicht an der Zeit, konkret zu werden?
Roth: Was die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze betrifft, ermitteln wir derzeit, welche Höhe hier sinnvoll ist. In der Diskussion ist gegenwärtig, die Höhe auf das Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung anzuheben. Diskutiert wird auch, inwiefern die Deckelung der Beiträge für besonders gut Verdienende verfassungsrechtlich zwingend ist. Dabei geht es um den Grundsatz, dass bei einer Pflichtversicherung der Beitrag immer in einem verträglichen Verhältnis zur Leistung stehen muss. Im Zuge der Weiterentwicklung unseres Bürgerversicherungskonzeptes, das im Herbst ansteht, werden wir den weiteren Umgang mit der Beitragsbemessungsgrenze festlegen.

"Patientinnen und Patienten sollten bei den Behandlungsmethoden Mitspracherecht haben."

Unser Gesundheitssystem ist eines der teuersten weltweit. Auch wenn die Finanzierungsbasis verbreitert wird, kommen wir um Einsparungen nicht herum. Sollten beispielsweise alle Leistungen gestrichen werden, deren Nutzen nicht wissenschaftlich belegt ist?
Roth: Natürlich sollten alle von der GKV bezahlten Leistungen auch einen Nutzen haben. Alles andere wäre der Solidargemeinschaft nicht zuzumuten. Dennoch sollten Patientinnen und Patienten bei der Wahl ihrer Behandlungsmethoden ein Mitspracherecht haben. Das betrifft beispielsweise homöopathische Methoden, die noch nicht zu den Regelleistungen der Kassen gehören. Wir wollen auch die Zulassung von Arzneimitteln mit einer standardisierten und von unabhängiger Seite erstellten Kosten-Nutzen-Bewertung verknüpfen.

Philipp Rösler möchte die Pharmaindustrie zu Preissenkungen zwingen. Klatschen die Grünen da nicht Beifall?
Roth: Das wollen wir auch, aber um ein Vielfaches wirksamer als Herr Rösler. So muss die Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln bereits im Zulassungsprozess integriert werden. Arzneimittel, die das Zulassungsverfahren erfolgreich durchlaufen haben und deshalb in der GKV erstattungsfähig sind, sollen dann in einer Positivliste aufgeführt werden. Wie sehr der Gesundheitsminister tatsächlich auf eine unabhängige Preiskontrolle steht, hat er ja durch die Schwächung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen bewiesen, indem er dessen Chef, den Pharmakritiker Peter Sawitzki, entlassen hat. Wenn Rösler es ernst meint, muss er die unabhängige Kontrolle stärken, nicht schwächen.

Laut Studien sind Ernährung, Bewegung und erträgliche Arbeitsbedingungen viel wichtiger für die Gesundheit als medizinische Versorgung. Wird darauf in unserem System zu wenig Wert gelegt?
Roth: Definitiv. Aber die Fähigkeit, gesundheitsbewusst zu leben, entsteht ja nicht von selbst. Mit der Absage an ein Präventionsgesetz, wie wir Grüne es fordern, hat Schwarz-Gelb allerdings deutlich gemacht, dass sich daran nichts ändern soll. Dabei schätzen Sachverständige, dass durch konsequente präventive Maßnahmen 25 bis 50 Prozent der chronischen Erkrankungen verhindert oder zumindest verzögert werden könnten. Und natürlich sind soziale Sicherung, die Ausgestaltung der Arbeitswelt und des Bildungssystems, der Umwelt- und Verbraucherschutz sowie das Verkehrswesen wichtige Faktoren für die Gesundheit der Menschen. Gesundheitsversorgung muss stärker an den Lebenslagen und Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet werden und alle Lebensbereiche einbeziehen. Da denke ich vor allem an die unterschiedlichen Zugänge der Menschen zur Gesundheitsversorgung, wie beispielsweise von Frauen, Kindern, älteren Menschen, Zugewanderten oder auch Menschen mit Behinderung.

Das Interview führte Marion Blitz für den schrägstrich.

Argumente gegen die Kopfpauschale

Die Kopfpauschale …

… ist ungerecht und unsolidarisch, weil eine vom Einkommen unabhängige Pauschale kleine Einkommen stärker belastet als große.

… ist unseriös finanziert, denn für Zuschüsse an Geringverdienende wären 35 Milliarden Euro Steuermittel erforderlich, die nur über massive Steuererhöhungen aufzubringen wären.

… wird dazu führen, dass Leistungen gestrichen werden. Das ist die einzige Möglichkeit, wenn der Steuerausgleich in Grenzen bleiben soll.

… macht 36 Millionen Menschen zu »Bittstellern«, denn sie alle hätten bei einer vollständigen Einführung der Kopfpauschale mit einer notwendigen Prämie von etwa 145 Euro Anspruch auf einen Sozialausgleich.

… wälzt künftige Ausgabensteigerungen allein auf die Versicherten ab, da der Arbeitgeberbeitrag auf den heutigen Anteil eingefroren werden soll.

… leistet keinen Beitrag zur breiteren Finanzierung und mehr Gerechtigkeit, denn auch weiterhin bleibt die europaweit einmalige Zweiteilung in gesetzliche und private Krankenversicherung erhalten und Kapitaleinkommen bleiben beitragsfrei.

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Im Mittelpunkt: Der Mensch

Bundesvorstand stellt Parteitagsantrag zur Gesundheitspolitik vor.

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Zugang, Teilhabe und Prävention

BDK beschließt den gesundheitspolitischen Leitantrag für stärkere Solidarität in der Gesundheitsversorgung und eine grüne Bürgerversicherung.

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Pflege

Unser Ziel ist ein leistungsfähiges Gesundheitssystem, das die medizinische Versorgung für alle Menschen bereitstellt.

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Gesundheit

Unser Ziel ist ein leistungsfähiges Gesundheitssystem, das die medizinisch notwendige Versorgung für alle Menschen bereitstellt.

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Enttäuschend, ernüchternd, entlarvend

"Klimaschutz braucht bessere und schnellere Antworten", resümiert Claudia Roth die Ergebnisse des Klimagipfels von Durban.

Kommentare

Tobi
20-08-10 21:50
Es muss endlich Schluss sein mit dem Kliente-Denken !!

Wir sind doch alles Menschen ! Reich-Arm, Schwarz-Weiß, Biertrinker-Kiffer, Frau-Mann, Lehrer-Schüler, Musiker-Hörer, Abiturient-Sonderschüler.

Niemand ist was Besseres, nur weil er besser verdient, eine ,seiner Meinung nach, bessere Politik macht oder nen besseren Abschluss hat....
Leute die das anders sehen bringen mich so zur Wut! Und wenn sich diese Einstellung nicht ändert wende ich Deutschland den Rücken zu und zieh nach Amsterdam um zu verdrengen und zu vergessen, dass man in Deutschland ein Niemand ist/war nur auf Grund des Klientes...
J.J.
24-07-10 23:23
...Philipp Rösler hatte in einem TV-Interview wohl eindeutig gesagt:
"..die Krankenkassen sind an allem Schuld.."..; wobei eine Flasche Rotwein am Tag bei Rainer Brüderle gesund sind..

..außerdem ist die Medizinbranche nach dem Koalitionsvertrag noch Entwicklungsfähig und wird Arbeitsplätze schaffen...

..viel mehr als 80 Millionen Zwangsjacken und 240 Millionen Pflegerstellen auf Greencard-Basis wird die BRD-Wirtschaft aber letztendlich vermutlich dann doch nicht mehr hergeben können..

..und letztendlich müssen die Krankheiten behandelt und die Patienten versorgt werden, bei 23% Grundschulkindern mit Asthma un Allergien und bei neuerdings bis zu 50% Behinderten bei den Geburten..werden hier in irgendeiner Form wohl ziemlich viele Moneten gebraucht und zu beschaffen sein...

...und der vorhergesagte Pflegenotstand ist regional ja offensichtlich bereits ebenfalls schon teilweise vorhanden..

...von der Regierung hat normalerweise niemand eine Ahnung was und warum es so getan werden soll..

...hier müßte erstmal die tatsächlichen Fehlentwicklungen analysiert und dann reagiert werden, wobei man hier aber ein massives Fehldiagnose- und Datenschutzproblem als einzige Reaktions- und Planungsgrundlage haben dürfte...

..die Gesundheitsreform muß also ärztlich, d.h. künstlerisch mit den Mitteln der Intuition in Angriff genommen werden, gesicherte Zahlen gibt es nicht und diese sind auch nicht mehr ausreichend schnell beschaffbar, weil der Patient sonst vorher sowieso verreckt sein würde...

...zwischen Gesundheitszustand, Hygiene-, Arbeits- und Umweltbedingungen, zwischen Gift- und Puzmitteleinsätzen, Ernährungsgewohnheiten und systematischen Aus- und Fortbildungsfehlern im Gesundheitssystem bestehen zahlreiche gegenseitige finanzielle Abhängigkeiten..- die mit oder ohne Bier im Glas nicht mehr so einfach nachzuvollziehen sind..

...die Leute vergiften sich massenweise, wegen fehlerhafter Voraussetzungen bei den EU- und nationalen Giftzulassungen, werden hierauf aber nicht hingewiesen, einfachste Sachen wie Rasensprenger vor Kindergärten und Schulen zur Giftstaub- und Staubreduzierung bei zu trockenem Wetter sind örtlich bei den ungebildeten Verwaltungsfachangestellten partout nicht in die Birnen zu trichtern...- auch Sachen wie Umluftgeräte in Wohnungen, Zuluftfilter in Gebäuden und das Verhindern von Wäschetrocknen im Freien in Herbizid- und Insektizidwolken wird normalerweise frühestens dann praktiziert wenn es für die Betroffenen bereits zu spät ist..

..70% der Kosten im Gesundheitswesen dürften durch fachlichen Murks und fehlende korrekte Information von Ärzten und Patienten verursacht sein.. eine symtomatische Behandlung der Symptome kann prima sein..- wenn dann aber statt die Umgebung zu entgiften und die Symptome dadurch abzustellen hier dauerhaft nur noch Medikamente gegeben werden dann wird sich da wohl immer was chronifizieren und die Organe werden sich zersetzen und auseinanderfallen.. -

...hier liegt eine Art europaweiter riesiger Chemieunfall durch fehlerhafte Voraussetzungen bei Produktzulassungen in der Landwirtschaft vor... wobei die 50% Behinderten wohl vermutlich überwiegend ein Drogenmißbrauchsproblem als Ursache haben werden, aber der eine Liter Rotwein am Tag ist eben irgendwie gesund...

....leider saufen die dann aber meistens doch nur Bier...?

...auch Tenside, Nanopartikel, Enzyme, Komplexbildner, Schmiermittel. Farbkoppler, Kunstoffgrundstoffe, Lösemittel, Dieselruß, Katalysatorstaub usw. lösen vieles aus und verstärken sich potentiell in unberechenbarer Weise gegenseitig.. -

23% der Grundschüler bundesweit...bedeutet hier muß alles vom Markt was auch nur ansatzweise solche Symptome auslösen oder verstärken könnte und zwar normalerweise möglichst übergangslos und sofort..
Felix
24-07-10 13:27
Es ist schwer erträglich, wie die Grünen die sog. Kopfpauschale aus ideologischen Gründen mies machen, anstatt seriös alle Alternativen zu vergleichen. Z.B. die Sache mit den Kapitaleinkünften, die angeblich nicht beigezogen würden. ALLE Steuerzahler wären beteiligt, egal, worauf die erhoben werden, also auch die der Privatversicherten und der Miethaie. Natürlich kann man die Kosten für diese Steuerumlage schon mal schön groß schätzen. Wer aber sagt, daß die Bürokratie für die sog. Bürgerversicherung kleiner ausfallen soll? Auch dabei soll doch ermittelt werden, wer welche Einkommen aus Mieten, Zinsen usw. hat. Auch da wird es also eine "Fahndungsgruppe" geben müssen. Wo ist der Unterschied?
Und wieso ist es "unsolidarisch", wenn bei der Kopfpauschale alle Steuerzahler beteiligt werden? Gibt es eine bessere Solidarität, als die Vielsteuerzahler auch mehr heranzuziehen und die Wenig- oder Nicht-Steuerzahler zu unterstützen? Und damit sogar die bösen Privatversicherten an der gesetzlichen Kasse zu beteiligen, von der sie gar nichts haben? Und wer sagt, daß man nicht auch bei der Kopfpauschale den Arbeitgeberbeitrag anpassen kann? Das wird man ja wohl verhandeln können.

Und bei der Privatversicherten-Schelte sollte man nicht vergessen, daß kleine Gewerbetreibende eben keinen Arbeitgeber haben, der die Hälfte übernimmt! Würde man die mit dem üblichen gesetzlichen Satz belasten, brächte man viele davon ganz schön in Schwierigkeiten. Denn es ist eben nicht jeder Selbständige gleich ein schwerreicher Kapitalist, aber sehr viele von denen schafen einen oder zwei Arbeitsplätze.

Fazit: Ich finde dieses ganze oberflächliche Geschwafel zum Kotzen! Worum geht es? Um Gesundheit? Um Wählerstimmen! Und damit das auch klappt, nutzen Seehofer und auch die Grünen eine maximal tumbe plakative Argumentation auf niedrigem Stammtischniveau: Der Manager und die Putzfrau...
Früher waren die Grünen stolz darauf, umstrittene Dinge sauber auszudiskutieren, jetzt ist auch da nur noch Parteiideologie.
Hört auf, das Volk mit solchen Plattidüden zu verdummen, seid ehrlich und kritisch. Ein Ruf in die Wüste...
Josefin
11-07-10 07:57
Hallo,
was noch hinzukommen würde, dass dieser Anspruch auf Sozialausgleich auch mehr Verwaltungsaufwand in den Behörden verursachen würde. Beamte, Angestellte müssten eingestellt werden, um dieses zu bewältigen. Jedoch auch hier wird kräftig gespart, viele Beamte und Angestellte mittleren bis gehobenen Bereich sind jetzt schon mit ihren Kräften am Ende und werden psychisch krank, nur weil sich viele Politiker so einen Unsinn einfallen lassen, immer mehr Verwaltungsaufwand durch irgendwelche neuen Programme oder Vorschriften - immer weniger Personal.......wie lange lässt man sich das alles noch gefallen!
Eine Frau aus einer Behörde, Josefin...
Colanuss
07-07-10 08:44
Das Problem mit der sozialen Ungerechtigkeit würde sich von selbst lösen, wenn man Erwerbslosen ein Streikrecht zugestehen würde. Das würde einen Mindestlohn überflüssig machen, Arbeit würde teurer und Sozialversicherungen stellen kein Problem mehr dar... Das wäre gerecht und würde den marktwirtschaftlichen Feudalismus bei den Eiern packen...
Erwerbslose erwirtschaften durch ihr unfreiwilliges Nichtstun erst den Wohlstand, in dem wir baden... Da wir uns immer mehr zur Dienstleistungsgesellschaft entwickeln, können hier auch nicht mehr allzu viele Arbeitsplätze abwandern...
Bobby
06-07-10 19:58
Hallo,

gibt es schon einen Plan für einen Massenprotest? Wenn ja, wann und wo?

Es kann doch nicht sein, daß diese Sch... Regierung keine andere Idee hat als uns abzukassieren. Alle "Gesundheits Reformen" haben nur das Ziel uns bluten zu lassen. Warum werden die Millionen Gewinne der Pharmaindustrie nicht gedeckelt.
Womit wird die Regierung geschmiert, dass sie so unter dem Pantoffel der Pharmaindustrie steht?
Es kann mir doch keiner erzählen, daß es daran liegt, daß Forschung teuer ist. In den meisten anderen Ländern sind Medikamente preiswerter als bei uns. Heißt das da wird nicht geforscht, nur bei uns? Wer soll den Schwachsinn denn glauben.

Ich könnte schier ausflippen bei dieser Regierung.
Hoffentlich ist das jetzt endlich genug um die Leute auf die Straße zu treiben auch trotz WM.
Ist ja auch wieder geschickt eingefädelt. Die glauben wohl es kriegt keiner mit.

Lieben Gruß
Bobby
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