Rente

Der demografische Wandel fordert einen Umbau der Rentensysteme, um Menschen im Alter langfrisitg abzusichern. Dafür setzen wir GRÜNE uns ein.

Alte Menschen auf einer Bank, Foto: madochab/photocase.com

Unsere Gesellschaft steckt mitten im demografischen Wandel. Immer mehr Menschen werden immer älter, während immer weniger Kinder geboren werden. Dies verlangt einen weiteren Umbau der Rentensysteme, um den Lebensunterhalt der Menschen im Alter verlässlich zu sichern. Wir wollen die Rentenversicherung langfristig zu einer Bürgerversicherung für alle weiterentwickeln, um ihre Finanzierungsgrundlagen zu stärken. Gleichzeitig werden wir ergänzende private Vorsorge in unterschiedlichen Formen weiter fördern. Wir fordern eine garantierte Grundsicherung von mindestens 420 Euro.

In einem nächsten Schritt wollen die Grünen eine "Garantierente" einführen. Sie soll sicherstellen, dass auch Geringverdienende, Erwerbstätige in Teilzeit oder mit unterbrochenen Erwerbsbiografien als langjährig Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung im Alter nicht auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sind. Darauf müssen sich die Bürgerinnen und Bürger verlassen können.

Wir brauchen einen neuen Umgang mit dem Alter. Immer mehr Menschen führen bis ins hohe Alter ein aktives Leben. Der Arbeitsmarkt und die Gesellschaft brauchen die Erfahrungen und Qualifikationen der älteren Menschen. Ein Miteinander der Generationen, neue Wohnformen und die notwendige Infrastruktur ermöglichen ein selbstständiges Leben im Alter. Eine familienfreundliche Politik und die Gestaltung der Einwanderung sind weitere wichtige Antworten auf die demografischen Veränderungen.

Einzelne Regionen sind besonders stark vom demografischen Wandel betroffen. Es wird nicht möglich sein, künftig überall das gleiche Angebot an öffentlicher Infrastruktur bereitzustellen. Wir wollen sicherstellen, dass durch innovative dezentrale Lösungen keine Region abgehängt wird.

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Demografie

Der demografische Wandel verlangt einen weiteren Umbau der Renten­systeme, um den Lebensunterhalt der Menschen im Alter verlässlich zu sichern.

Ein neues Miteinander

Gute Kindheit, würdiges Altern

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Gemeinsam anders

Ohne politischen Perspektivwechsel bleiben manche ausgegrenzt.

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Liebe Rentnerinnen und Rentner,

die Parteien buhlen mit populistischen Ideen um Ihre Stimmen. Doch Sie wissen, dass wir nachhaltige Konzepte brauchen

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Was zu tun bleibt

Auch wenn die Frauenbewegung viel erreicht hat ist sie noch lange nicht am Ziel.

Kommentare

Erwerbsgeminderter
12-12-12 23:07
bitte bedenkt auch, das ca. 25 % der Rentenzugänge vor Erreichen des offiziellen Rentenalters erwerbsgemindert sind. Um diese relativ große Gruppe der von Armut betroffenen Rentner kümmert sich keiner. Es kann jeden treffen.
Ich selbst bin erwerbsgeminert und lebe von einer Minirente auf Hartz-IV-Niveau.
Ich habe in diesem Land studiert und viele Jahre produktiv gearbeitet, war aber zeitweise auch unverschuldet arbeitslos.
Ich bin der Meinung, dass die Erwerbsminderungsrenten deutlich angehoben werden müssen, da Erwerbsgeminderte nicht ausreichend Zeit haben, um privat vorzusorgen und daher für Altersarmut prädestiniert sind. Momentan kann ich nur das Rentenkonzept der Linken unterstützen. Die SPD geht das Problem der Erwerbsgeminderten nur halbherzig an, bei den Grünen vermisse ich ein Konzept, das den derzeit von Erwerbsminderung betroffenen Rentnern hilft.
Kralle
08-10-12 08:17
Das Konzept der Bürgerversicherung erscheint mir als das zielführende Konzept mit der größten gesellschaftlichen Akzeptanz. Aber auch die finanzierung muss auf breitere Schultern verteilt werden. Gerade um die Garantierente und Modelle zu Personen zu schaffen die im letzten Teil ihres Erwerbslebens gesundheitliche Einschränkungen haben ihren Beruf bis zum Renteneintrittsalter ohne Abzüge auszuüben.
Mein Vorschlag hierzu ist die Einführung eines "Kollektiven Rentenpunktes"
Dies bedeutet:
1% Beitrag auf alle Einkunftsarten für jede steuerpflichtige Person (nicht abzugsfähig) (kein Arbeitgeber Anteil)
1% Umsatzsteuer für jedes Unternehmens
Damit kann ohne großen Umbau weiter Einnahmenbasiert die Absenkung des Rentenniveaus verhindert werden. Es bietet Möglichkeiten den Unternehmen aus den Mitteln Anreize für altersgerechte Arbeitsplätze zu schaffen.
Online-Redaktion
04-10-12 11:14
Lieber pkeszler,
unser Ziel ist es, die Rentenversicherung in eine Bürgerversicherung umzubauen, in die alle einzahlen - egal ob Angestellte, Selbstständige oder Beamte.
pkeszler@web.de
03-10-12 16:37
Welche Meinung haben die Grünen zu einer vollständigen Umstellung unseres Rentensystems, an dem alle Bürger beteiligt werden? Wo bleiben die Aussagen zu Beamten, Politikern, Ärzten, Selbständigen u.a. Berufsgruppen, die bisher in eigenen Rentensystemen eine auskömmliche Rente bzw. Pension beziehen? Nur wenn alle Bürger nach ihrem Einkommen in eine Rentenversicherung einzahlen und später eine Rente bekommen, von der man einigermaßen leben kann, kann auch für die noch Jüngeren Altersarmut vermieden werden.
Für mich ist jedenfalls nur noch eine Partei wählbar, die auch die Umstellung unseres Rentensystems, ähnlich wie in der Schweiz, in ihr Wahlprogramm aufgenommen hat. Dazu gehört endlich auch die schon längst überfällige Rentenangleichung der West- und Ostrenten.
ein ehemaliger wähler
08-09-12 12:18
450 Euro? Ihr SPINNT wohl!! Wir wollen eine steuerlich finanzierte Grundversorgung für alle. Wie schon andernorts zu lesen, steigert sich die Produktivität pro Arbeitnehmer stetig und die Löhne stagnieren. den Profit schöpfen wieder die Unternehmer und Banken ab. Arbeitslosigkeit ist systemimmanent: Arbeitsplätze werden wegrationalisiert, technologisch und durch immer stärkere Beanspruchung der verbleibenden Mitarbeiter. Und dann werden die Verlierer des Systems noch arrogant als Schmarotzer betitelt. Wir gehen direkten Wegs in die moderne Lehnsherrschaft. Der 1-Euro-Job ist modernste Sklaverei. Merkt ihr denn alle nichts? Die Profite gehören uns allen, denen mit und auch denen ohne Job! Zumindest in einem Maße, dass nicht grosse Bevölkerungsanteile verarmen und wenige nicht mehr wissen wofür sie ihr Geld noch ausgeben sollen. Der "Generationenvertrag" funktioniert (unter diesen Umständen schon gar) nicht mehr, schon rein demografisch betrachtet. Warum geht die Altersgrundversogung mit 1200 Euro aus Steuermitteln in Holland und hier redet keiner davon???? Welche Partei kann ich noch wählen? Soll ich auswandern?
Dieter
09-07-12 15:41
Eine Bürgerversicherung also? Schön dass ihr Grünen einen hübschen Namen gefunden habt für... ja was eigentlich? Es gibt hinsichtlich der Rente nur 2 Möglichkeiten:

a) Umlagefinanzierung (aktuell erwirtschaftete Beiträge gehen direkt an die Rentner)

b) Rücklagefinanzierung (jeder legt etwas für später zurück und das Geld wird "angelegt" ähnlich einer Lebensversicherung)

Das gibt es beides schon (ohne Werturteil über Sinn und Unsinn). Was wollt Ihr denn konkret anders machen außer das ganze umbenennen?
edi3
11-06-12 11:43
Hallo,
darf ich dem Ansinnen, dass ALLE in eine Bürgerversicherung einzahlen sollen, auch die Beamten und Selbstständigen mit einschließen? Das wäre mehr als wünschenswert, nicht weil ich was gegen Beamte habe, sondern weil damit das Umlageverfahren wieder funktionieren würde. Bedingungen müssten natürlich flankierend vorgenommen werden: entweder die Pensionen auf Rentenniveau oder die Renten an das Pensionsniveau anpassen. ALLE zahlen in dieselbe Kasse, wie in der Schweiz, wo es hervorragend funktioniert. Nur in Deutschland wehrt man sich vehement, sind doch die staatlichen Alimentierungen wesentlich besser wie das Umlageverfahren, das selbst von den Verwaltern derselben, wie der DRV, kritisch betrachtet wird oder wie ist es zu verstehen, dass Mitarbeiter von dort u.a in Schulen Propaganda für private Vorsorge machen? Offenbarungseid heißt man so was oder Misstrauen ins eigene System. Wobei das Stiefkind Demografie nicht das hergibt, für das es herhalten muss! Es gibt in D Experten, die sich mit diesem Thema auskennen und anders sehen, aber das ist nicht im Trend, denn es koterkariert ja die Versicherungswirtschaft und deren selbsternannten Experten wie Riester, Raffelhüschen, Rürup & Co, die sich damit eine goldene Nase verdienen.
Edi2
07-04-12 19:30
Hallo,
darf ich dem Ansinnen, dass ALLE in eine Bürgerversicherung einzahlen sollen, auch die Beamten und Selbstständigen mit einschließen? Das wäre mehr als wünschenswert, nicht weil ich was gegen Beamte habe, sondern weil damit das Umlageverfahren wieder funktionieren würde. Bedingungen müssten natürlich flankierend vorgenommen werden: entweder die Pensionen auf Rentenniveau oder die Renten an das Pensionsniveau anpassen. ALLE zahlen in dieselbe Kasse, wie in der Schweiz, wo es hervorragend funktioniert. Nur in Deutschland wehrt man sich vehement, sind doch die staatlichen Alimentierungen wesentlich besser wie das Umlageverfahren, das selbst von den Verwaltern derselben, wie der DRV, kritisch betrachtet wird oder wie ist es zu verstehen, dass Mitarbeiter von dort u.a in Schulen Propaganda für private Vorsorge machen? Offenbarungseid heißt man so was oder Misstrauen ins eigene System. Wobei das Stiefkind Demografie nicht das hergibt, für das es herhalten muss! Es gibt in D Experten, die sich mit diesem Thema auskennen und anders sehen, aber das ist nicht im Trend, denn es koterkariert ja die Versicherungswirtschaft und deren selbsternannten Experten wie Riester, Raffelhüschen, Rürup & Co, die sich damit eine goldene Nase verdienen.
Heinrich
27-02-12 15:08
RENTE
Ich lese: "Wir fordern eine garantierte Grundsicherung von mindestens 420 Euro."
Ich bitte um Konkretisierung, denn von 14 €/Tag kann in Deutschland keiner menschenwürdig leben.
Matthias
05-09-11 13:04
Sabne hat Recht. Die Riester-Rente ist ein Füllhorn für die privaten Rentenversicherer gewesen. Nichtzuletzt könnte die Nähe von Ex-Kanzler Gerhard Schröder (ehemaliger Ministerpräsident Niedersachsens) zu dem Hannoveraner Finanzdienstleister AWD-Chef Carsten Maschmeyer, auf dessen Finca bereits Bundespräsident Christian Wulff, gebucht natürlich noch als Niedersachsens Ministerpräsident, mit ausschlaggebend gewesen sein, die private Altersvorsorge auszubauen. Es stiegen nicht nur deren Aktienkurse in der Zeit, sondern auch die Risiken der privaten Anbieter, wie die Situation der kapitalgeeckten Aterssicherung in Amerika belegt. Ziel muss es sein, nicht alles über den immer knapper werdenden Faktor Erwerbsarbeit zu finanzieren, sondern alle Einkünfte heranzuziehen (Mieten, Geldgeschäfte, Zinsen etc.) um alle EinwohnerInnen zusätzlich zur allgemeinen ersten Stufe der allgemeinen Arbeitnehmerpflichtversicherung vor Altersarmut zu schützen. Gewinner wären besonders die Frauen, denen oft noch eine eigenständige Alterssicherung fehlt.
Von einer Rente nach Mindesteinkommen wären besonders die Frauen benachteiligt.
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