Der Text "Unser Spitzenduo". Dazu die Gesichter von Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt.
Drei paar Füße mit bunten Socken auf einem Tisch.
Familie ist für uns überall da, wo Menschen verbindlich füreinander Verantwortung übernehmen - wir wollen sie schützen und fördern. Foto: © iStock

Familie

Familie ist für uns überall da, wo Menschen verbindlich füreinander Verantwortung übernehmen - egal ob in klassischer oder wilder Ehe mit oder ohne Kindern, Alleinerziehende, in Patchwork oder in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Sie gilt es zu schützen und zu fördern.

Familien und Kinder stehen für uns GRÜNE im Mittelpunkt unserer Politik. Wir GRÜNE haben das Recht auf gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankert und das Ganztagsschulprogramm und den Ausbau der Kinderbetreuung auf den Weg gebracht.

Alle Kinder haben ein Recht auf kindgerechte Verhältnisse:

  • gute Bildung,
  • bestmögliche Förderung,
  • gleiche Chancen,
  • Freiräume zum Toben und
  • gesunde Ernährung.

Wir wollen Kinderrechte im Grundgesetz verankern und Jugendlichen das Wahlrecht ab 16 Jahren ermöglichen, damit sie bessere Mitbestimmungsmöglichkeiten haben.

Familie und Beruf besser vereinbaren

Morgens Butterbrote, mittags Business, abends Ins-Bett-bringen: So sollte es nicht sein. Deswegen brauchen berufstätige Eltern

  • flexible Arbeitszeiten,
  • mehr Teilzeitstellen,
  • mehr Akzeptanz von Vätern in Eltern- und Teilzeit,
  • gute und flächendeckende Kinderbetreuung,
  • mehr Ganztagsplätze in Kitas und Schulen und
  • hochwertige Beratungs- und Unterstützungsangebote.

Unsere Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie brauchen auch Menschen, die Familienangehörige pflegen.

Mehr Kitas, ganztägige Betreuung

Kinder ab dem ersten Lebensjahr sollen einen Rechtsanspruch auf einen qualitativ hochwertigen Ganztagsplatz in einer Kita erhalten. Wir wollen den Zugang zu Kitaplätzen verbessern, indem die Elternbeiträge Schritt für Schritt gesenkt werden und so mittel- bis langfristig die Beitragsfreiheit durchgesetzt wird. Ein Ausbau der Kinderbetreuungsplätze muss sich an einer partnerschaftlichen Arbeitsteilung orientieren – so wie es sich eben viele junge Eltern wünschen. Eltern sollen sich entscheiden können zwischen einem Platz in der Kita und der Tagespflege. Kinder müssen unabhängig von der Finanzkraft der Kommunen gut betreut werden. Der Bund muss dazu mehr Geld in die Hand nehmen als bisher und sich verbindlich an den Kosten beteiligen.

Kinderarmut bekämpfen

Mit der Kindergrundsicherung und dem KindergeldBonus diskutieren wir zwei Ansätze, um Kinderarmut zu bekämpfen. In der Kindergrundsicherung sollen Kindergeld, Kinderregelsätze sowie die steuerlichen Kinderfreibeträge zu einer Leistung zusammengefasst werden. Der KindergeldBonus soll das Existenzminimum eines Kindes gewährleisten und vor allem an Familien ausgezahlt werden, die ohne den KindergeldBonus auf Hartz IV angewiesen wären oder nur knapp mehr als die Leistungen aus Hartz IV zur Verfügung haben.

Gleichberechtigung für Frauen und Männer

Erst wenn Frauen und Männern alle Wege gleichermaßen offenstehen, ist echte Gleichberechtigung erreicht. Konkret bedeutet das:

  • Lohngleichheit von Mann und Frau,
  • Frauenquoten in Aufsichtsräten und Vorständen,
  • Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft,
  • Mindestlohn – sind doch zwei Drittel der Beschäftigten im Niedriglohnbereich weiblich.

Das Alleinverdiener-Steuermodell bringt vor allem Frauen dazu, schlecht bezahlte Jobs in Teilzeit anzunehmen, was ihre finanzielle Absicherung im Alter gefährdet. Bei neu geschlossenen Ehen werden wir deshalb das Ehegattensplitting zugunsten einer besser ausgestatteten Familienförderung abschaffen. Wir wollen außerdem verhindern, dass Frauen vom Geldbeutel ihres Ehemannes abhängig sind. Deshalb soll nach unseren Plänen auch das Partnereinkommen beim Arbeitslosengeld II wie bei der Sozialhilfe angerechnet werden.

Mehr Informationen

Parteitags-Beschluss "Wir investieren in Gerechtigkeit" (2016)

Parteitags-Beschluss "Beruf und Leben besser vereinbaren - mit der grünen Arbeitszeitpolitik" (2015)

Frauenrats-Beschluss "Alleinerziehende verdienen Anerkennung und bessere Unterstützung" (2015)

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