Drogenpolitik

Prävention steht im Mittelpunkt grüner Drogenpolitik. Wir sind für eine Entkriminalisierung der Konsumenten und verbesserte Hilfs- und Therapieangebote.

Grüne Drogenpolitik besteht aus Prävention, Hilfe und Entkriminalisierung. Foto: floresyplantas.net/Flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

Wir wollen eine rationale Drogenpolitik, die auf den Dreiklang aus Prävention, Hilfe und Entkriminalisierung setzt. Ein an der Freiheit seiner Bürgerinnen und Bürger orientierter Staat darf in deren Rechte nur eingreifen, wenn es zum Schutz der Grundrechte Dritter erforderlich und verhältnismäßig ist.

Drogenpolitik muss zugleich der Entstehung von Abhängigkeiten und gesundheitlichen Schäden durch Prävention begegnen, Kinder- und Jugendliche schützen und Schwerstabhängigen helfen. Die Politik der Kriminalisierung von Konsumentinnen und Konsumenten führt in die Sackgasse. Schwerstabhängige brauchen Hilfe, keine Strafverfolgung.

Wir wollen die Therapie- und Hilfeangebote verbessern. Nur ein abgestimmtes Hilfe- und Beratungssystem – kombiniert mit präventiven Programmen – kann helfen, Abhängigkeiten langfristig erfolgreich zu verhindern.

In eine verantwortliche Drogenpolitik müssen alle legalen Drogen wie zum Beispiel Alkohol und Tabak sowie die illegalen Drogen und die nicht-stoffgebundenen Süchte wie Glücksspiel gleichermaßen einbezogen werden. Der Jugendschutz muss in allen Bereichen, auch in der Werbung, konsequent durchgesetzt werden.

So vielfältig die Motive für Drogenkonsum sind, so unterschiedlich ist der Hilfebedarf für diejenigen Drogenkonsumentinnen und Drogenkonsumenten, die nicht mehr selbstbestimmt über ihren Drogenkonsum entscheiden können. Dazu gehören die medizinisch kontrollierte Abgabe von Diamorphin (Heroin), Substitutionstherapien und Abstinenzangebote ebenso wie bedarfsgerechte psychosoziale Betreuungsangebote und Maßnahmen zur Schadensminderung wie Spritzentauschprogramme, Einrichtung von Drogenkonsumräumen und die Ermöglichung von Substanzanalysen (Drug-Checking-Programme).

Bei weichen Drogen wie Cannabis wollen wir unter Berücksichtigung des Jugendschutzes eine legale Abgabeform über lizenzierte Fachgeschäfte ermöglichen, weitere Erleichterungen für die medizinische Verwendung von Cannabis sowie vernünftige Regelungen und Grenzwerte im Bereich Cannabis und Straßenverkehr durchsetzen.

 

Hintergrundinformationen als PDF:

Cannabis als Medizin ermöglichen - Parteitagsbeschluss 2010

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Die Blockaden lösen

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Belastet GRÜN Familien und Mittelstand? Steffi Lemke zum frisch beschlossenen Steuerkonzept und den Vorwürfen der CDU.

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Wir wollen kein Gen-Food auf unseren Tellern. Dafür setzen wir Grüne uns ein.

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Videos der Reden, Bilder und Beschlüsse

Alles rund um den grünen Parteitag in Freiburg.

Kommentare

Andreas Klaus
25-01-12 23:53
Ich lese Hier:
"...Prävention, Hilfe und Entkriminalisierung.
Ein an der Freiheit seiner Bürgerinnen und Bürger orientierter Staat darf in deren Rechte nur eingreifen, wenn es zum Schutz der Grundrechte Dritter erforderlich und verhältnismäßig ist...
...Die Politik der Kriminalisierung von Konsumentinnen und Konsumenten führt in die Sackgasse. Schwerst abhängige brauchen Hilfe, keine Strafverfolgung."

Nennt Ihr das, was Frau Barbara Steffens in NRW (hier findet Strafverfolgung statt: 40 Mill. Raucher, 2 Mill. Dampfer) treibt entkriminalisierend? Die elektrische Zigarette ist eine sehr saubere Substitution der Tabak Zigarette. Habt Ihr denn noch nicht kapiert, dass die Facebook-Generation, Euch sehr schnell begraben kann? Werft lieber Eure Lackschuhe weg und zieht wieder die Turnschuhe an. Diesen Artikel (Wahlkampf tröten) hier nimmt Euch keiner ab. Nach 30 Jahren ist wohl der Dampf raus.
Ganz schwach
Lara
24-01-12 20:49
Das BtMG hinsichtlich Cannabis ist das von den Deutschen am wohl wenigsten akzeptierte Gesetz - und auch meiner Meinung nach macht ein Verbot keinen Sinn! Trotz der angeblich straffreien geringen Menge die je nach Bundesland bei derzeit zwischen 6 und 15 g liegt kann von einer Straffreiheit kaum die Rede sein! Angezeigt wird von der Polizei trotzdem jeder Verstoß, Cannabiskonsumenten werden wie Schwerstkriminelle erkennungsdienstlich behandelt und als Betäubungsmittelkonsumenten im System gespeichert. Vorallem bei Erstverstößen arbeitet die Polizei für den Papierkorb, weil die Staatsanwaltschaften die Verfahren in der Regel einstellen. Und für so ein Ermittlungsverfahren und die Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft werden in Deutschland unnötig Gelder verschwendet - tagtäglich! Durch eine kontrollierte und legale Abgabe würden wir nicht nur diese Gelder sparen, sondern der Staat würde all jene Gelder einnehmen können, die aktuell in den Schlunden der Dealer verschwinden. Eine Hanfsteuer wäre also in diesem Fall eine Zaubersteuer und Grün würde also tatsächlich aus der Krise helfen! Cannabis legalisieren!
Thomas
26-12-11 16:27
Eure Richtung - Entkriminalisierung - finde ich richtig, weiter so.
Allerdings verstehe ich überhaupt nicht, was Eure geundheitsministerin, Fr. Steffens/NRW, hinsichtlich Nikotinabhängigkeit betreibt.
Wie kann es sein, dass Nikotin-Dampfer (fälschlich auch als e-Zigarette bezeichnet)verboten werden sollen???
Erst geht eine Grüne, Fr. Tritz, über in die Tabak-Lobby, dann mommt Fr. Steffens um die Ecke, und unterstützt maßgeblich ebenso den Tabakkonsum?
Ich war mal sehr angetan und überzeugt von eurer Politik, nun beginne ich stark zu zweifeln, ob euch das politische System nicht längst die Geradlinigkeit genommen hat.
Norbert
22-12-11 19:41
Nee, ich verstehe die Politik von Euch (der Grünen) nicht mehr. Hier wünscht ihr euch eine legalisierte Abgabeform und parallel dazu werden Nutzer von E-Zigaretten mit unwissenschaftlichen Aussagen "beworfen" ( siehe Ministerin Frau Steffens).

Wisst ihr was ihr macht?
H.Meyer
22-12-11 19:01
Ist der Hammer, Canabis legalisieren wollen und leuten die aufgehört haben zu Rauchen. Das Dampfen verbieten.
Wo ist da der sinn?

mfg H. Meyer
Marc
22-12-11 18:25
Interessant. Insbesonders im Zusammenhang mit den derzeit von Grünen getätigten Aussagen zu E-Zigaretten.

Konsequentes handeln sieht anders aus. Glaubwürdigkeit ebenfalls.

Grüße
Marc
Clemens
22-12-11 18:20
Wie ist denn vor diesem Hintergrund die aktuelle Hetzkampagne gegen das sog. e-rauchen / e-dampfen der grünen Gesundheitsministerin Barbara Steffens aus NRW zu begründen?

Sie wollen allen Ernstes den Konsum von betäubungsmittelrechtlich relevanten Drogen legalisieren, aber das e-dampfen von nikotinhaltigen Liquids wird aufgrund von vagen Vermutungen und Mutmassungen einiger weniger sog. Experten kriminalisiert.

Ich WAR ein langjähriger Wähler Ihrer Partei...!
Max
10-12-11 17:38
Auch wenn dieser hervorragende drogenpolitische Ansatz von den Piraten kommt, so finde ich es toll, dass die Grünen diesen übernommen haben.
Wollen wir nur hoffen, dass die Grünen dieses Konzept auch nach der Wahl noch verfolgen und sich nicht wie in der Vergangenheit als Koalitionspartner beim Thema Suchtpolitik wegducken.
Es scheint, als ob die Grünen wieder eine echte Wahlalternative wären.
Wende2012
04-12-11 21:09
Cannabis sollte legalisiert werden. Sowie der Anbau zur Selbstversorgung. Sicherer Konsum, ohne Streckmittel. Viele Langzeitschäden werden somit vermieden.
Krankheiten können auch wirksam damit bekämpft bzw. eingedämmt werden. Die zurzeit durchdringenden positiven wissenschaftlichen Erkenntnisse über Cannabis konnten erst durch das Aufheben des Verbots wesentlich erforscht werden.


Ich glaube die Mehrheit der Bürger wäre auch dafür.
Darum gehts doch in einer Demokratie. Mehrheitsprinzip ;)
Micha
04-12-11 13:56
Auch hohe Beamte können für eine vernünftige Drogenpolitik stehen. Polizeipräsident Wimbers wünscht sich einen Drogenladen für Münster und begründet es sehr gut! http://ufafo.de/blog/2011/12/drogen-legalisieren-munsters-polizeiprasident-und-der-indro-chef-im-ufafo-interview/
Kommentar

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