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Wieder und wieder gerät Facebook in die Kritik. Das Unternehmen nötigt seine Nutzer zu mehr Offenheit, als diese sich mitunter wünschen. Aktuell sorgt die in Deutschland neu eingeführte Gesichtserkennung für Protest und Unbehagen.
Datenschützer schlagen Alarm. Für Johannes Caspar, der in Deutschland für Google zuständig ist und auch mit Facebook verhandelt, ist es hochbrisant, wenn ein Unternehmen biometrische Merkmale in einem solchen Umfang sammelt. Facebook müsse für die Gesichtserkennung eine biometrische Datenbank betreiben, die permanent im Hintergrund läuft. Die Bilderkennungssoftware wird täglich von Usern korrigiert und kann so eine genauere Gesichtserkennung lernen. Bei einer solchen riesenhaften Menge an biometrischen Merkmalen besteht ein immenses Potential des Missbrauchs. Eine Befürchtung ist die Möglichkeit, Fremde auf der Straße anhand der Bilderkennung zu identifizieren. Bisher schlägt der Bilderkennungsdienst allerdings nur die eigenen Freunde bei Facebook vor.
Facebook hatte die Gesichtserkennung im Dezember in den USA eingeführt. Der Konzern gab nun bekannt, den Service auf die meisten Länder ausgeweitet zu haben. Dabei hat er diesen standardmäßig bei allen Mitgliedern ohne Nachfrage aktiviert. Weltweit sind mehr als 500 Millionen Nutzer in dem sozialen Netzwerk registriert.
Wo ist die Regierung?
"Wieder einmal scheint es, dass Facebook die Online-Privatsphäre seiner Nutzer heimlich untergraben hat", schrieb Analyst Graham Cluley im Unternehmensblog der Sicherheitsfirma Sophos. Auch Johannes Caspar kritisiert in der Süddeutschen Zeitung diese standardmäßige Aktivierung der Gesichtserkennung und Vorschlags-Funktion scharf: "Facebook hat es versäumt, die Nutzer davon ausdrücklich in Kenntnis zu setzen. Wer nicht mitmachen will, ist gezwungen, die Funktion zu deaktivieren, dies gilt auch für Minderjährige."
Sogar Facebook räumt nun Kommunikationsfehler ein: „Während des Roll-Out-Prozesses hätten wir es den Menschen deutlicher machen sollen, dass ihnen diese Funktion jetzt zur Verfügung steht“, schrieb die deutsche Unternehmenssprecherin Tina Kulow.
Konstantin Notz, der netzpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert die Bundesregierung auf, Facebook in die Schranken zu weisen: "Die schwarz-gelbe Bundesregierung war angetreten, um für mehr Datenschutz im Internet zu kämpfen. Sie hat offenbar jeglichen Anspruch an sich selbst, einen verbesserten Datenschutz zu gewährleisten, inzwischen aufgegeben. Das gleicht angesichts der gegenwärtig rasanten Entwicklungen im Internet einem politischen Offenbarungseid."
Wenn Du nicht möchtest, dass deinen Freunden Fotos mit dem Hinweis auf Dein Gesicht vorgeschlagen werden, kannst Du unter "Konto", "Privatsphäre-Einstellungen", "Inhalte auf Facebook teilen" auf den Punkt "Benutzerdefiniert" gehen. Da gibt es im Feld "Dinge, die andere Personen teilen" den Abschnitt "Freunden Fotos von mir vorschlagen". Dort kannst Du die Funktion deaktivieren.
Eine Anleitung mit Bildern, wie man sich gegen die am 7. Juni 2011 in Deutschland eingeführte Gesichtserkennung wehren kann, findest Du hier.