Keine Netzsperren

Die Position des Bundesvorstands, der Fraktionsspitze, der Bundesdelegierten und der Grünen Jugend ist eindeutig: Internetsperren helfen im Kampf gegen Kinderpornographie nicht weiter, sondern höhlen unsere Bürgerrechte aus. Cem Özdemir sagt, wie es besser geht

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Bildung für alle!

Rund 240.000 Menschen haben bundesweit für ein besseres Bildungssystems protestiert

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"Hier hilft nur Grün"

Die ARKUS gGmbH vermittelt und qualifiziert Langzeitarbeitslose. Erfolgreich, doch nicht ohne Sorgen. Renate Künast hat sie besucht

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Stuttgart 21: Vier Milliarden für vier Minuten

Grüne Woche mit Cem Özdemir: Über die Schlichtung bei Stuttgart 21, die Ökosteuer und ein Treffen mit Arbeitsagentur-Chef Weise.

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Risikoschüler dürfen nicht vergessen werden

Grüne Woche mit Cem Özdemir: Über die neue PISA-Studie, den Klimagipfel in Cancún und den Prozess gegen Dogan Akhanli.

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Brandstifter Seehofer

Grüne Woche mit Claudia Roth: Über Horst Seehofers Äußerungen zur Zuwanderung, Stuttgart 21 und die Gorleben-Demo am 6. November.

Kommentare

Julian
10-07-09 14:45
@einer

eigentlich eine gute Einstellung deinerseits aber was Arbeit angeht, so ist eben keine da. Wäre welche da, würde man sicher nicht sein jahrelang eingearbeitetes (und eventuell geschultes) Stammpersonal auf Kurzarbeit umstellen oder Zeitarbeiter einstellen. Ich habe vor kurze einen Monat als ZA gearbeitet nur um eine Auftragsspitze abzufangen wofür Schichtbetrieb eingeführt worden ist.
einer von ca 80 mio Bürgern
09-07-09 15:22
*wenn ihr mir mal verratet wie ihr etwas löschen wollt wofür ihr überhaupt gar keine schreibrechte habt
*außerdem könnt ihr doch nicht ernsthaft glauben das die mehrheit von den öffentliche server nutzt
*wie schon gesagt wurde, das meiste wird denk ich auch mal von hand zu hand weiter gegeben
*und diese server stehen irgendwo im nirgendwo und haben zufällig keinen eingebauten gps sender
*und wahrscheinlich noch ganz andere schutzmechanismen die unberechtigte zugriffe unterbinden
*obwohl das ne idee wäre jedes netzwerkkartenmodul mit gps zu bestücken
*das würde einigen bestimmt gefallen
*in so einem fall würden die dann aber wohl sich ihre karten einfach selber zusammen löten

*dazu kommt es ist nicht so das du bei google einfach pedo eingeben kannst und dann sofort 100.000 pedo seiten findest
*warum ganz einfach weil 99,99% aller porno seiten die ganzen standart stichwörter in ihren keys haben
*und außerdem mit hunderttausenden bridge-sites das google system fluten
*deshalb juckt google der pornosektor recht wenig und kümmert sich auch gar nicht drum
*im übrigen bietet firefox ein rotes warnschild das bei allen gemeldeten seiten kommt, es hindert dich aber nicht am betreten, es warnt dich nur das da irgendwas nicht in ordnung ist

*und was in diesen torrents so kreucht und fleucht
*wetten das sind unwissende kiddys
*die bei ihrem ganzen downgeloade den überblick verlieren
*alles saugen was sie finden ohne es wenigstens mal zu sichten
*und am ende ihre platten freigeben

*ihr sagt es würde nebenbei arbeitsplätze schaffen
*wisst ihr was ich sage, es ist mehr als genug arbeit da es fehlt aber an geld um die arbeiter zu bezahlen

ihr könnt mich im bezug finden und gefunden werden natürlich eines besseren belehren
aber dann bitte mit richtigen argumenten
das zeug liegt ja nun mal nicht überall auf der straße

bin auch gegen zenzierung für freies reden und denken aber die realität belehrt mich täglich eines besseren
und bücherverbrennung ist am ende auch nix anderes als zensierung
Julian
06-07-09 13:53
Ich bin selber Fachinformatiker und kenne die technischen Möglichkeiten einer solchen Sperre und sie wird gar nichts bringen ausser dass man schnell googelt und diese mit einem anderen DNS-Server umgeht. Wer kriminell handeln will, der verschafft sich auch mit Umwegen Zugang zu solchen Dingen. Davon abgesehen wem hilft diese Sperre im Netz? Niemandem! Die Kinder werden nach wie vor in den Familien oder durch ganze Kinderpornoringe misshandelt. Das Material, welches im netz auftaucht, ist meitens uralt und wanderte auf Basis privater Kontakt schon längst durch hunderttausende Hände. Davon abgesehen: Man möchte dem BKA die alleinige Macht über die Sperrliste geben und das "Kontrollgremium" auf 5 Mann hat einen Vorsitzenden der auf Zwang des Staates sich mit diesem Thema auseinandersetzen soll, jedoch selbst von der Materie gar keine Ahnung hat (wie er selber in Interviews zugegeben hat). Die bereits geschädigten Opfer werden durch solche Sperren ebenso wenig geschützt oder behandelt. Laut Aussagen sowohl von Organisationen zum Schutz der Kinder als auch von ausländischen Behörden brachte die Sperre bislang keinen Erfolg in Sachen Strafverfolgung oder Eindämmung - im Gegenteil - die User in solchen Kreisen kennen genügend Wege, ihr Material im Netz zu verkaufen oder zu verteilen (Stichwort: Usenet, P2P, IRC). Und dort greift die Sperre nicht, weil diese auf DNS-Einträgen basiert. OK, denke man sich, nehmen wir doch IP-Adressen und sperren diese. Geht aber nicht, weil viele Webserver eine einzige IP haben, wo tausende Seiten von Unternehmen und kleineren Firmen drauf liegen, die bei einer Sprerrung Umsatzeinbußen von zich tausenden Euros pro Stunde machen würden, ganz abgesehen von potentiellen Kunden die dann die Konkurrenz aufsuchen. Und wer glaubt: Die Sperre sei nur für KiPos der sollte sich doch einmal die Lobbyverbände der Musikindustrie vor Augen füren. Es wird nicht lange Dauern bis Deutschland den Stand von China hat, wo JEDE SMS, Email und jedes Telefonat protokolliert wird (wird es auch schon in Deutschland -> Echelon, aber noch hält es sich in Grenzen).

Wie also kann man wirkungsvoll Kinderpornografie bekämpfen:

- Bessere Schulungen und Technik für unsere Polizei
- Bessere Zusammenarbeit mit internationalen Strafverfolgungsbehörden wie z.B. Interpol
- Höhere Strafen für Kinderschänder (3 Jahre sind zu wenig, meistens sind die Täter wegen guter FÜhrung nach 1-2 jahren schon wieder auf freiem Fuß)
- Gründung von Task-Forces innerhalb des BKA zur Analyse von Websites und intensiver 24/7 Recherche und STrafverfolgung / Razzien -> neue Arbeitsplätze
- Höchste Priorisierung von Kinderschänderfällen bei Staatsanwaltschaften (gleichzusetzen mit Mord / Totschlag)

Das Stichwort lautet: Prävention.

Weggucken ist der falche Weg und wer dass Stoppschild für richtig hält, verschließt nur die Augen vor der Wirklichkeit.
Gruener
04-07-09 12:17
ät Uli: Dann geh zur SED-Partei oder wähl sie einfach. Die werden deinen Überwachungsstaat schon aufbauen. Keine Sorge. Lafontaine,Gysi und Konsorten werden sicherlich Bürgerrechte absolut ignorieren!
Uli
03-07-09 15:43
Ich kann leider nicht nachvollziehen warum die Möglichkeit einer "eventuellen" Zensur hier vor die Bekämpfung von Kinderpornografie gestellt wird. Die Standpunktwahl der Grünen trifft mich zutiefst und zeigt einen Kernschwachpunkt der Grünen Argumentation wenn das alte Klischee aus der Kiste geholt wird, das dem Staat unterstellt gegen den Willen der eigenen Bevölkerung zu handeln. Ich glaube nicht das dieser Standpunkt viele Anhänger finden wird. Man sollte seine Energie mehr darauf beschränken wirklichen Missbrauch anzuprangern als auf Kosten von Kindern nicht alle Hebel in Bewegung zu setzen um solche Schweinereien zu verhindern.
Tobias Herrmann
03-07-09 15:41
@Informatiker aus Berlin

Hallo,

warum wir nicht für den antrag "wahl ab 0" gestimmt haben steht in unserem antrag zur herabsetzung des wahlalters: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/066/1606647.pdf
"Jede Wahlaltersgrenze ist politisch festzulegen und bedarf einer gesellschaft- lichen und politischen Diskussion, da es eine objektiv messbare „Reife zur Wahl“ nicht gibt. Dieses Problem kann auch das immer wieder diskutierte Familienwahlrecht oder „Wahlrecht ab 0“ nicht lösen. Ein durch die Eltern aus- geübtes Stellvertreter-Wahlrecht ist ohne die Verletzung elementarer demokra- tischer Rechte nicht umsetzbar. Es widerspricht demokratischen Grundsätzen wie etwa dem der Gleichheit der Wahl. Die Wahlentscheidung muss persönlich getroffen werden. Der politische Wille ist nicht übertragbar. Nur die Absen- kung des selbst ausgeübten aktiven Wahlalters trägt zur Verwirklichung und Stärkung der demokratischen Rechte Jugendlicher bei. Ziel muss es sein, dass Jugendliche selbst früher wählen können – nicht ihre Eltern je nach Kinderzahl."

beste Grüße
Doreen H.
03-07-09 14:46
Leider hat Cem mit keinem Wort gesagt, wie besser gegen Kinderpornographie im Netz vorgegangen werden kann. Löschen von Seiten hilft nicht bei Providern, die im Ausland sitzen.
Und wer bitteschön soll nun über das richtige Vorgehen entscheiden können, die User? Damit meint er doch hoffentlich nicht die Nutzer von Kinderpornographie! Denn Nutzer des Internets sind wir ja irgendwie alle.
Tut mir leid, aber zusammen mit der musikalischen Untermalung kam mir das ganze eher wie eine Parodie denn ein ernst gemeintes Statement vor.
Hamburger
02-07-09 13:03
Ich glaube das ganze Thema ist deshalb so heiss, weil meiner Meinung das Thema Internetsperre gleichgesetzt wird wird mit dem Thema KIPOgraphie.
Natuerlich muss klar sein, dass wir uns davon weitestgehend distanzieren was KIPO Seiten angeht.
Das ist ganz klar BKA Sache.
Und das sonstige Verbote und Sperren allerdings nur Misstrauen hevorrufen wie zum Beispiel bei der Olympiade in China wo ploetzlich alles geblockt wurde ist auch klar. Das geht gar nicht!!!

m.s.
Thomas J.
01-07-09 16:21
@Johannes: Ein Richter z.B.?
Thomas J
01-07-09 16:20
@Carsten:
Dein Vorschlag zeigt, dass du leider immer noch ?upt verstanden hast, warum so vehement gegen das Gesetzt protestiert wird.

Es geht doch in der ganzen Diskussion gerade um die Infrastruktur die f?rren notwendig ist. Und die kann f?kontrolierte!) Zensurma?ahmen jedweder Art genutzt werden.
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