Mobilität

Mobilität muss grün werden. Im Fokus grüner Verkehrspolitik steht die Suche nach Alternativen zum Auto. Wir GRÜNE sind für eine starke und funktionsfähige Bahn, die auch in der Fläche präsent ist.

Wir wollen grüne Autos, Foto: Michael Caven/Flickr.com (CC BY 2.0)

Mobilität ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens. Doch mit der Art und Weise, wie wir heute verkehren, brausen wir in den Klimacrash. Allein der Straßenverkehr trägt mit 17 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen zur globalen Erwärmung bei. Und auch darüber hinaus ist unsere Lebensqualität erheblich beeinträchtigt: Durch Lärm- und Feinstaubbelastung, Flächenverbrauch und jährlich Tausenden von Verkehrsunfällen.

Daher gilt: Mobilität muss grün werden. Im Fokus grüner Verkehrspolitik steht die Suche nach Alternativen zum Auto. GRÜNE fordern besonders für die Städte attraktiven öffentlichen Nahverkehr und eine ebensolche Rad- und Fußgängerinfrastruktur. Das Kombinieren von Zug und Fahrrad muss zum gelebten Alltag werden.

Wir kämpfen für die Einführung eines generellen Tempolimits und stecken uns mit unserer "Vision Zero" das Ziel, eine Mobilität ohne Verkehrsopfer zu erreichen.

Wir wollen auch ein integriertes Bahnkonzept statt Bahnprivatisierung, mehr umweltfreundlichen Schienenverkehr statt Streckenstilllegungen, Fahrplankürzungen und Fahrpreiserhöhungen. Wir GRÜNE sind für eine starke und funktionsfähige Bahn, die auch in der Fläche präsent ist.

Für eine umweltfreundliche und klimaschonende Mobilität soll sich Anteil der Schiene am Verkehr bis 2020 verdoppeln. Durch die Einführung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes im Fernverkehr wollen wir Bahn fahren deshalb günstiger machen. Um die CO2-Emissionen des Verkehrs zu senken, fördern wir die Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene und die Binnenschifffahrt. Wir fordern eine Erhöhung und Ausweitung der Lkw-Maut - auch um unnötige Transporte durch halb Europa zu vermeiden - und die Streichung der Steuerprivilegien des Luftverkehrs bei der Kerosin- und Mehrwertsteuer.

Statt öffentliche Gelder in Prestige und Größe - wie etwa bei Stuttgart 21 - zu stecken, brauchen wir mehr Geld für den Ausbau und Pflege bestehender Streckennetze.

Klar ist aber auch: An umweltschonender Automobiltechnik führt kein Weg vorbei. Mit dem "Green Car Concept" legen wir daher unsere Vision eines möglichst klimaneutralen, schadstofffreien und lärmarmen Autos vor, dass keine schweren Unfälle mehr verursacht und in ein integriertes Verkehrssystem eingebettet ist.

Grüne Mobilität steht außerdem für faire Preise und intelligenter Vernetzung von Verkehrsmitteln. Wir wollen auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger eingehen. Denn Mobilität heißt für uns GRÜNE auch soziale Integration. Wir wollen daher auch die Voraussetzungen für die Einführung von Sozialtickets schaffen. Eine Mobilität aus Fuß- und Radverkehr, Bus und Bahn, Taxi und Car Sharing in der Stadt der kurzen Wege, die mit wenig Autoverkehr auskommt, ist unser Ziel. Straßen sollen wieder zum Ort der Begegnung werden und Quartiere verbinden, anstatt sie zu zerschneiden.

Wenn die schwarz-gelbe Koalition von Elektromobilität spricht, meint sie das Elektroauto. Für uns bedeutet Elektromobilität ein vernetztes Konzept: Pedelecs und E-Bikes, Elektro-Roller, Plug-In-Hybride, Elektro-Transporter und Hybridbusse gehören für uns genauso in eine umfassende Strategie für die Elektromobilität wie der weitere Ausbau der elektrifizierten Bahn mit Ökostrom.

Nichtsdestotrotz ist das Elektroauto eine wichtige Komponente. Wir sind für die finanzielle Unterstützung von Zukunftstechnologien wie der Elektromobilität. Statt Abwrackprämien, die auch Spritschleudern begünstigen, wollen wir Kaufprämien für Elektrofahrzeuge, wie es sie in 17 europäischen Ländern, den USA, China und Japan schon gibt. Wir wollen, dass bis 2020 mindestens zwei Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Nur wer mit umweltverträglichen Autos auf dem internationalen Markt präsent ist, hat wirtschaftlich eine Zukunft und bleibt wettbewerbsfähig.

Deswegen kommt es darauf an, dass zukünftig die innovativsten und effizientesten Autos in Deutschland vom Band rollen. Deshalb sind wir für Investitionen in die Forschung und Entwicklung von elektrischen Mobilitätslösungen.

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Dafür: Elektromobilität

Dafür: Ausbau der Schiene

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Elektro liegt im Trend

In der Mobilitätsbranche wirbt mittlerweile nahezu jedes Unternehmen mit angeblich grünen Technologien. Doch was steckt wirklich dahinter, und wie geht es mit der E-Mobilität voran?

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/Teaser-Grüne_Autos_Rasen_Greenwashing_Fotovon_Michael_Caven_Flickr_225.jpg

Greenwashing in der Industrie

Fahren für den Klimaschutz? Irreführende Aussagen in der Autowerbung manipulieren die Verbraucher. Teil 2 der Serie "Green New Deal konkret."

Dagegen: Abwrackprämie

Kommentare

Anonym
22-05-12 14:22
Ein generelles Tempolimit ist meiner Meinung keine Lösung. Meistens sind die Strecken sowieso schon limitiert. Außerdem macht gleichmäßige Fahrt müde und führt zu noch mehr Unfällen und wenn man längere Strecken durch das ganze Land fährt, ob Urlaub oder beruflich, beispielsweise von Flensburg bis an den Bodensee möchte man auch irgendwann mal ankommen und nicht die ganze Zeit mit 130 oder weniger dahin bummeln.
Wie mein Vorredner schon sagte, fahren die meisten eh nicht schneller als 140 und mit 160 ist man schon einer der schnellsten. Oder die Autobahn ist zu voll und man kann eh nicht schneller fahren. Aber wenn man nachts auf der leeren Autobahn fährt braucht man doch kein Tempolimit, oder sehe ich das falsch?
Viel mehr sollte man sich darauf konzentrieren, dass der Verkehr ordentlich fließt, d.h tagsüber weniger Autos (Bus, S-Bahn, etc.) und zwischen 22 und 6 Uhr die Ampeln aus.
Außerdem:
-faire Preise und intelligenter Vernetzung von Verkehrsmitteln
- eine Mobilität aus Fuß- und Radverkehr, Bus und Bahn, Taxi und Car Sharing in der Stadt der kurzen Wege, die mit wenig Autoverkehr auskommt
- Elektromobilität fördern: Pedelecs und E-Bikes, Elektro-Roller, Plug-In-Hybride, Elektro-Transporter und Hybridbusse beim Kauf und dem Unterhalt (Steuern) finanziell fördern
Bernd
16-04-12 14:07
Deutsche Autobahnen sind statistisch die sichersten
in ganz Europa!!
Der Anteil von Straßen ohne Tempolimit beträgt in D gerade einmal 2%!! - Was aber noch lange nicht heißt, dass dort jederzeit schnell gefahren werden kann, denn meistens ist es zu voll und staut sich!! .. Vor allem in NRW dank Ihrer Streichung von Ausbauprojekten.
Ist schnell fahren mal möglich, liegt die Zahl der Fahrzeuge die es nutzen unter 5% und die Meisten pendeln sich zwischen 120 bis 160 ein.
Wie wäre es denn mal mit mehr Geschwindigkeitsregelanlagen und einer intelligenten und somit auch umweltschonenden Verkehrsführung?! ..
Anderes Beispiel: Wenn ich abends gegen 9 durch Münster muss, ist es die Regel, dass ich auf ca. 4,5 km Fahrstrecke an 8 bis 9 Ampeln unnötig zum Halten gezwungen werde!! Mein / Der allgemeine Verbrauch steigt dadurch um 10 bis 25% an. Vom erhöhten Feistaubaufkommen spreche ich erst gar nicht. Die Umwelt dankt es!!
Zahlt der Autofahrer nicht schon genug - muss man ihm ohne Grund auch noch die letzte Freiheit nehmen? Denn auch aus Sicht der Verkehrssicherheit bringt ein generelles Limit nichts. Denn obwohl nicht mit generellem Tempolimit belegt, sind deutsche Autobahnen - statisch belegt - die sichersten Straßen europaweit, auf denen Hochgeschwindigkeitsunfälle quasi nicht vorkommen. - Was für jeden nachvollziehbar ist, denn aufgrund ihrer fatalen Folgen wären solche Unfälle groß in den Medien und können sie sich an einen solchen Bericht erinnern? Die meisten Unfälle passieren doch aufgrund der Verkehrsdichte, des daraus resultierenden Stresses, Unaufmerksamkeit, ... Und wer fließenden Verkehr haben möchte, sollte erst mal für ein Überholverbot für LKW, außer an Steigungen, sorgen!
Es steht außer Frage, dass gegen drängeln, nötigen usw. vorgegangen werden muss, aber ein generelles Tempolimit entbehrt jeder fundierten Grundlage und ist reine Schikane!!!
Dieter
31-12-11 15:23
Sie sprechen ständig von niedrigeren Preisen bei der Bahn. Wie sieht es aber mit der Verringerung der Fahrtdauer aus. Wenn ich mich entscheiden muss zwischen einem Flug von Berlin nach München, den ich schon ab 80 Euro kriege und maximal 2h fliege und dem ICE, der den Großteil der Strecke durch die Landschaft tuckert, länger als 6 h braucht und bis zu 200 Euro kostet, fällt die Entscheidung nicht schwer. Das ist größtenteils auf die vielen Halte des ICE zurückzuführen(Wieso muss ein Expresszug in Bitterfeld und Jena halten, dafür gibt es den Nahverkehr!!). Allerdings liegt es auch daran, dass Güterzüge und ICE´ auf den gleichen Trassen fahren und somit die ICE von den viel langsameren Güterzügen aufgehalten werden. In Frankreich sieht das Konzept eine Trennung von Güterverkehr und Fernverkehr vor. Wie stehen sie als Grüne dazu, wenn sie mehr Güterverkehr fordern bzw. die Entwicklung in mehr Güterverkehr stattfindet?
Hans
14-11-11 00:47
In Baden-Württemberg hat der dortige Verkehrsminister Hermann gerade verkündet, dass er den Fahrradverkehr dramatisch herunterfahren will (einschlägige Erfahrungswerte aus Australien und Neuseeland: 30%). Nachdem Fahrräder hier in weit größerem Ausmaß als Verkehrsmittel eingesetzt werden, ist hier mit einem deutlich höherem Rückgang zu rechnen. Das will er dadurch erreichen, dass er das Tragen von Fahrrad-Helmen im Straßenverkehr verbindlich vorschreibt. Dabei schert ihn kein bisschen, dass Fahrradfahren weder besonders gefährlich ist noch dass es durch einen Rückgang der Fahrradnutzung -- und damit eine entsprechende Zunahme von weiterem Autoverkehr -- ein gutes Stück gefährlicher wird. Für alle, wohlgemerkt. Es schert ihn auch nicht, dass Kopfverletzungen bei Autounfällen um ein Vielfaches häufiger zu verzeichnen sind als beim Fahrradverkehr, Airbag und Sicherheitsgurt zum Trotz. Nicht von ungefähr ist HANS
(Head and Neck Support) bei Autorennen vorgeschrieben.

Vor einigen Jahren bin ich für meine Alltagswege auf das Fahrrad umgestiegen. Ich werde definitiv nicht wieder auf ein Fahrrad steigen, wenn das mit einer Helmpflicht verleidet wird. Dann halt wieder zurück zum Auto.

Ich bin entsetzt, sowohl über das Ansinnen selbst als auch darüber, dass es von einem Grünen kommt. Meines Erachtens hat so etwas bei den Grünen nichts verloren; die Grünen sollten sich schleunigst von diesem Verkehrsminister lossagen. Meine Stimme gibt es definitiv so lange nicht mehr, wie das nicht geklärt ist.
Richard
06-11-11 08:33
Unsere Autos werden immer sicherer, besser und schneller. Jetzt machen die Grünen auch noch den letzten Fahrspaß der Deutschen kaputt. B29 nur noch 120 erlaubt, wir in Plüderhausen kotzen darauf. So werden Sie Herr Hermann nicht mehr gewählt und darauf Wette ich.
Roman
07-10-11 17:52
Sie schreiben:

"Grüne Mobilität steht außerdem für faire Preise ..."

Hierunter fällt meiner Meinung nach auch das Thema Maut, momentan leider auch wieder mal die PKW-Maut. An und für sich ist solch eine Maut, wenn die Kosten für den Verkehrsteilnehmer proportional zur Nutzung und Abnutzung der Autobahn stehen, in Ordnung und gerecht. Nur leider ist eine Vignettenlösung wie sie u.A. von H.Ramsauer vorgeschlagen wird absolut nicht gerecht, Wenigfahrer zahlen im Prinzip gleich viel wie Leute die über 50000 km im Jahr auf der Autobahn zubringen.

Die einzigen gerechten Lösungen wären Mautstellen (wie z.B. in Frankreich), elektronische Maut wie bei den LKW oder eben Umlegung auf den Kraftstoff, mein Favourit.

Roman
Axel
21-09-11 09:46
Ich fahre beruflich allein ca. 60.000 km im Jahr durch Deutschland, Belgien, Schweiz, Frankreich, Luxembourg usw. Die deutschen Autobahnen sind am sichersten, weil es kein allgemeines Tempolimit gibt. Wer das nicht glauben will, den nehme ich gerne mal mit uns zeige, warum starre Limits extrem gefährlich sind und oft in Unfällen enden.
Autofahrer
19-09-11 13:52
Schon klar, dass man leicht ein Tempolimit und E-Bikes fordern kann, wenn man täglich nur zwischen Prenzlauer Berg und Alexanderplatz pendelt. Für jemanden, der auf dem Land wohnt, sind 50km einfache Pendelstrecke mit dem Auto doch gar nix. In der Diskussion werden Autofahrer immer so dargestellt, als würden die meisten nur aus Spaß rumfahren. Dabei betrifft jede Anti-Auto-Maßnahme doch vor allem ganz einfache Pendler, Handwerker, Handelsvertreter, Spediteure etc.

Und bei direkten Kaufanzeige für eine noch völlig unausgereifte Technologie ist das nächste Milliardengrab doch vorprogrammiert. Alles was wir damit erreichen, ist eine vorschnelle politisch-ideologische Festlegung auf eine bestimmte Antriebstechnologie sowie eine Ausweitung des Klientel-Subventions-Dschungels.
Markus
15-09-11 10:16
Da der Verkehr auf den Straßen permanent mehr wird, muss man ihn besser verteilen. Deshalb wäre es m.E. eine Lösung, wenn man in den Hauptverkehrszeiten, d.h. 7 Uhr-9 Uhr und 16 Uhr-18 Uhr, jeglichen LKW-Verkehr verbieten würde. Ausnahmen ähnlich wie Sonntags. Dadurch würden sich erheblich weniger Staus bilden, weniger Unfälle entstehen und der LKW-Verkehr könnte nach der Hauptverkehrszeit auch besser ans Ziel kommen.
Hier gewinnen also beide Seiten - man kann ja z.B. auch die vorgeschriebenen Ruhezeiten in diese Fenster legen....
Rüdiger
07-09-11 15:58
Wie wäre es mit einem Tempolimit nur für Autos mit Verbrennungsmotor (auf der Landstraße 80km/h und Autobahn 100km/h)? Für reine Stromos gilt weiterhin "freie Fahrt für freie Bürger!"
Was glaubt Ihr wie unsere Automobilindustrie dann in die Gänge kommt! Dann kauft doch keiner mehr eine Treibstoffvernichtungsmaschine!
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