Ein weiß-grünes Elektroauto steht auf einem extra gekennzeichneten Parkplatz und ist mittels eines Stromkabel mit einer Elektroladestation verbunden.
Wir setzen uns für klimafreundlichen Verkehr durch grüne Mobilität ein: Ab 2030 wollen wir nur noch abgasfreie Neuwagen zulassen. Foto: © iStock/Adamo Di Loreto

Mobilität

Mobilität muss grün werden. Noch senken Staus die Lebensqualität und erwärmen CO2-Abgase die Erde. Im Fokus grüner Verkehrspolitik steht deshalb die Suche nach Alternativen zum Auto. Wir GRÜNE sind für eine starke und funktionsfähige Bahn, die auch in der Fläche präsent ist.

Mobilität ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens. Doch mit der Art und Weise, wie wir heute verkehren, brausen wir in den Klimacrash. Allein der Straßenverkehr trägt mit ungefähr einem Sechstel der weltweiten CO2-Emissionen zur globalen Erwärmung bei. Und auch darüber hinaus ist unsere Lebensqualität erheblich beeinträchtigt: Durch Lärm- und Feinstaubbelastung, Flächenverbrauch und jährlich Tausenden von Verkehrsunfällen. Daher gilt: Mobilität muss grün werden.

Grüne Alternativen zum Auto

Im Fokus grüner Verkehrspolitik steht die Suche nach Alternativen zum Auto. Wir GRÜNE fordern besonders für die Städte einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr und eine komfortable Rad- und Fußgängerinfrastruktur.

  • Das Kombinieren von Zug und Fahrrad muss zum gelebten Alltag werden.
  • Wir kämpfen für die Einführung eines generellen Tempolimits und stecken uns mit unserer "Vision Zero" das Ziel, eine Mobilität ohne Verkehrsopfer zu erreichen.
  • Wir wollen auch ein integriertes Bahnkonzept statt Bahnprivatisierung, mehr umweltfreundlichen Schienenverkehr statt Streckenstilllegungen, Fahrplankürzungen und Fahrpreiserhöhungen.

Wir GRÜNE sind für eine starke und funktionsfähige Bahn, die auch in der Fläche präsent ist. Für eine umweltfreundliche und klimaschonende Mobilität soll sich der Anteil der Schiene am Verkehr bis 2035 verdoppeln. Um die CO2-Emissionen des Verkehrs zu senken, fördern wir die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und die Binnenschifffahrt. Wir fordern eine Erhöhung und Ausweitung der Lkw-Maut - auch um unnötige Transporte durch halb Europa zu vermeiden - sowie die Streichung der Steuerprivilegien des Luftverkehrs bei der Kerosin- und Mehrwertsteuer. Statt öffentliche Gelder in Prestige und Größe zu stecken - wie etwa bei Stuttgart 21 -, brauchen wir mehr Geld für den Ausbau und die Pflege bestehender Streckennetze.

Die Zukunft des Autos ist elektrisch

An umweltschonender Automobiltechnik führt kein Weg vorbei – auch wenn das Auto seine Stellung als dominantes Verkehrsmittel verlieren sollte. Mit dem "Green Car Concept" legen wir daher unsere Vision eines möglichst klimaneutralen, schadstofffreien und lärmarmen Autos vor, das keine schweren Unfälle mehr verursacht und in ein integriertes Verkehrssystem eingebettet ist.

Grüne Mobilität steht außerdem für faire Preise und intelligenter Vernetzung von Verkehrsmitteln. Wir wollen auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger eingehen. Denn Mobilität heißt für uns GRÜNE auch soziale Integration. Wir wollen daher auch die Voraussetzungen für die Einführung von Sozialtickets schaffen. Eine Mobilität aus Fuß- und Radverkehr, Bus und Bahn, Taxi und Car Sharing in der Stadt der kurzen Wege, die mit wenig Autoverkehr auskommt, ist unser Ziel. Straßen sollen wieder zum Ort der Begegnung werden und Quartiere verbinden, anstatt sie zu zerschneiden.

Wenn die Große Koalition von Elektromobilität spricht, meint sie das Elektroauto. Für uns bedeutet Elektromobilität ein vernetztes Konzept. Dazu gehören:

  • Pedelecs und E-Bikes,
  • Elektro-Roller,
  • Plug-In-Hybride
  • Elektro-Transporter und Hybridbusse

Sie gehören für uns genauso in eine umfassende Strategie für die Elektromobilität wie der weitere Ausbau der elektrifizierten Bahn mit Ökostrom. Nichtsdestotrotz ist das Elektroauto eine wichtige Komponente.

Kaufanreize für eine wettbewerbsfähige Elektromobilität

Wir sind für die finanzielle Unterstützung von Zukunftstechnologien wie der Elektromobilität. Statt Abwrackprämien, die auch Spritschleudern begünstigen, wollen wir Kaufprämien für Elektrofahrzeuge, wie es sie in 17 europäischen Ländern, den USA, China und Japan schon gibt. Wir wollen, dass bis 2020 mindestens zwei Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Nur wer mit umweltverträglichen Autos auf dem internationalen Markt präsent ist, hat wirtschaftlich eine Zukunft und bleibt wettbewerbsfähig. Es kommt darauf an, dass zukünftig die innovativsten und effizientesten Autos in Deutschland vom Band rollen. Deshalb sind wir für Investitionen in die Forschung und Entwicklung von elektrischen Mobilitätslösungen.

Sauber Autofahren ab 2030

Nur wer mit umweltverträglichen Autos auf dem internationalen Markt präsent ist, hat wirtschaftlich eine Zukunft und bleibt wettbewerbsfähig. Es kommt darauf an, dass zukünftig die innovativsten und effizientesten Autos in Deutschland vom Band rollen. Wir wollen deshalb, dass in Deutschland ab 2030 nur noch abgasfreie Fahrzeuge neu zugelassen werden dürfen.

Wir sind für die finanzielle Unterstützung von Zukunftstechnologien wie der Elektromobilität sowie für Investitionen in die Forschung und Entwicklung von elektrischen Mobilitätslösungen. Die von der Großen Koalition beschlossene Kaufprämie für Elektroautos kann aber nicht wirken, solange die Steuerpolitik noch immer Verbrennungslimousinen begünstigt. Wir wollen deshalb die Kfz-Steuer mit einem Bonus-Malus-System konsequent an Verbrauch und CO2-Grenzwerten ausrichten. Ökologisch schädliche Subventionen, etwa für Dieselkraftstoff, wollen wir abbauen und die Dienstwagenbesteuerung technologieneutral, ökologisch und sozial gerechter gestalten.

Mehr Informationen

Parteitags-Beschluss "Energiewende retten, Verkehrswende einleiten" (2016)

Länderrats-Beschluss "Grüne Mobilität für eine lebenswerte Zukunft" (2016)

Parteitags-Beschluss "Finanzierung des Nahverkehrs: Stärkung des Systems Schiene im ganzen Land sicherstellen" (2015)

Parteitags-Beschluss "Schluss mit Betrug und Manipulation - Konsequenzen aus dem Abgas-Skandal ziehen" (2015)

Parteitags-Beschluss "Verursachergerechte Ausweitung der LKW-Maut zur Erhaltung der Straßeninfrastruktur statt CSU-Wegezoll für AusländerInnen" (2014)

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