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Wenn die Bienen verschwunden sind, dann verschwinden auch die Menschen. Dieses endzeitliche Szenario will sich niemand vorstellen. Regisseur Markus Imhoof erzählt in seiner beeindruckenden Dokumentation „More than Honey“ über das Leben, die Menschen und Bienen, von Fleiß und Gier, von Superorganismen und Schwarmintelligenz. Sein Film rüttelt wach, denn es geht um weit mehr als Honig.

„Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr“, soll Albert Einstein einmal gesagt haben. Wird diese Prophezeiung bald Wirklichkeit?
Seit einigen Jahren beobachten Imker in der ganzen Welt, dass die Bienen sterben. Zuerst in den USA, wo vor einigen Jahren das mysteriöse Bienensterben begann und teilweise 80 Prozent der Bienenvölker fehlten; später auch in Europa, wo ebenfalls die Colony Collapse Disorder (CCD), zu Deutsch Völkerkollapsstörung, Einzug hielt. Selbst scheinbar gesunde Bienenpopulationen verschwanden binnen weniger Tage spurlos – eingeschleppte Parasiten, neue Pestizide, zerstörte Lebensräume und der Klimawandel sind nur einige der Gründe, die zum Sterben von Millionen Bienen jedes Jahr führen. Auch in Deutschland – wenn auch noch nicht in so dramatischem Ausmaß wie in den USA. Der Deutsche Berufsimker Bund (DBIB) warnte: „Die Bienenstöcke sind leer. Der Todeskampf der Honigbiene und der Imkerei in Deutschland hat begonnen.“
Der Film „More Than Honey“, der dieser Tage in die deutschen Kinos kommt, erzählt mit beeindruckenden, aber auch erschreckenden Bildern vom Sterben der Bienen – vom Ende der Wildbiene und den absurden Versuchen, die mancherorts, wie in China, bereits unternommen werden, um die Biene zu ersetzen. Er erzählt vom zwangsläufigen Scheitern des Menschen hierbei und lässt Bienenzüchter und Experten in aller Welt zu Wort kommen. Sei es der Imker, der das ganze Jahr mit seinen Bienenvölkern durch die USA reist, von Blüte zu Blüte, um Mandelplantagen oder Obsthaine zu bestäuben, oder Forscher, die im fernen Australien versuchen Bienenvölker zu züchten, die frei von Antibiotika oder anderen Medikamenten wachsen und überleben. Mit spektakulären Filmsequenzen, aber auch dramatischen Bildern, ist dem Schweizer Regisseur Markus Imhoff ein sachlicher und gleichzeitig emotionaler Film gelungen.
Für Imhoof („Das Boot ist voll“, „Der Berg“) war das Bienenhaus seines Großvaters als Kind ein magischer Ort. Bis heute hat ihn diese Erinnerung aus seiner Kindheit geprägt und nicht nur für seine eigenen Enkel ging er der Frage nach, was mit den Bienen passiert. Er begab sich quer durch die Welt auf Spurensuche, denn es geht um mehr als nur um ein paar tote Insekten, und es geht um wesentlich mehr als nur um Honig.
„Dieser Film ist ein Alarmsignal für uns alle“, sagt Claudia Roth. „Leider vergessen wir, dass das Sterben der Bienen – die weltweit wichtigsten Bestäuber – uns alle angeht. Ein weiterer trauriger Beleg dafür, mit welchem Wahnsinn der Mensch die Welt zerstört – nur weil er meint, sich als Mensch über die Natur stellen zu können.“
Ihr seid herzlich eingeladen zur Vorab-Premiere in Berlin, am Mittwoch, 31.10.2012, 19.00 Uhr, in die Landesvertretung Rheinland-Pfalz, In den Ministergärten 6, 10117 Berlin.
Nach einem kurzen Gespräch zwischen Ministerin Ulrike Höfen, Stefan Tidow, dem Amtschef der Landesvertretung Rheinland-Pfalz und Regisseur Markus Imhoof lädt die Landesvertretung noch zu einem Glas Wein und Honig-Snacks ein.
Rückmeldungen bis Donnerstag, den 25. Oktober 2012 per Mail an: VERANSTALTUNGEN@LV.RLP.DE oder per Fax: 030-726291270
Bundesweiter Kinostart: 8. November 2012
Weitere Infos zum Film: www.morethanhoney.senator.de
More than Honey - Markus Imhoof (Official Trailer) from CIBER Science on Vimeo.