Fleischeslust
Welche politische Dimension der Genuss von Schnitzel, Gulasch und Co. hat, erklärt die Heinrich Böll Stiftung in ihrem Fleischatlas. MEHR
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Der Monitoringbericht macht deutlich: Die Schwarz-Gelben Regierung kann die Energieeffizienzziele nicht erreichen. MEHR
Die von der Merkel-Regierung verabschiedete Beihilferegelung für die Industrie fördert weder den Klimaschutz noch entlastet Sie die Bürger. MEHR
Eine Geschichte über unfaire Ausnahmen, die Schwarz-Gelb der Industrie gewährt. MEHR
Wie wir bis 2050 unabhängig von fossilen Energieträgern werden können. MEHR
Wir erklären, warum Solarstrom ein wichtiger Baustein für die Energiewende ist. MEHR
Alle Infos rund um EU-Fiskalvertrag, ESM und die Position der Grünen. MEHR
Grüne Mitglieder können zehn Projekte für die Bundestagswahl 2013 auswählen. MEHR
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen für eine nachhaltige Landwirtschaft, die vereinbar ist mit Verbraucherinteressen, dem Wasserschutz, dem Erhalt der Artenvielfalt und der Bodenqualität, die aber auch Wertschöpfung in den ländlichen Regionen schafft. Lebensmittelskandale, Gentechnik und quälerische Massentierhaltung haben das Vertrauen in die konventionelle Landwirtschaft erschüttert.

Die Nachfrage nach Biolebensmittel wächst seit Jahren im zweistelligen Prozentbereicht. Für uns GRÜNE ist klar: Nur eine Landwirtschaft, die sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Verbraucherinnen und Verbraucher, an Umweltschutz und Tierschutz orientiert, wird langfristig Erfolg haben. Denn faire Preise für Landwirte lassen sich nur dann realisieren, wenn die Konsumenten mit an Bord sind.
Ökolandbau darf nicht länger als Marktnische für umweltbewusste Konsumenten abgetan werden. Er ist die Wirtschaftsform in der Landwirtschaft, die die natürlichen Ressourcen am Effizientesten nutzt, und damit der richtige Weg für die Zukunft. Wir GRÜNE wollen ihn zum Leitbild der Agrarpolitik machen und sein Lösungspotenzial durch angemessene Förderung, zum Beispiel im Bereich der Forschung, erschließen und weiterentwickeln.
Wir wollen eine gentechnikfreie Landwirtschaft, denn die ökologischen und gesundheitlichen Risiken sind längst nicht ausgeleuchtet. Außerdem befördert Gentechnik weltweit Monokulturen, gefährdet die Umwelt, erhöht die monopolistische Agro-Industrie und die Abhängigkeit der Landwirte von Saatgutherstellern. Die gentechnikfreie Erzeugung von Lebensmitteln muss Vorrang haben und vor Kontaminierung geschützt werden. Gentechnisch erzeugte Lebensmittel müssen entsprechend gekennzeichnet sein. Wir unterstützen die Forderung und Umsetzung, gentechnikfreie Regionen auszurufen und sich gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu wehren.
Wir wollen die Risiken der Gentechnologie begrenzen und Verantwortungen festschreiben. Deshalb fordern wir Transparenz und eine klare Verursacherhaftung für Unternehmen und Forschungsinstitute, die medizinische oder Agro-Gentechnik betreiben. Patente auf Gene, gentechnisch manipulierte Pflanzen und Tiere darf es nicht geben.
Eine gemeinsame europäische Agrarpolitik ist auch in Zukunft unerlässlich. Denn nur gemeinsam, nicht konkurrierend, können die notwendigen Impulse für den Klimaschutz, den Artenerhalt, die nachhaltige Lebensmittelproduktion sowie die Entwicklung der ländlichen Räume gesetzt werden.
Die Agrarpolitik wird dieser Aufgabe aber nur dann gerecht, wenn sie echte ökologische oder soziale Lenkungswirkungen entfaltet. Dazu müssen alle verfügbaren politischen Instrumente genutzt werden, das Ordnungsrecht ebenso wie wirksame Marktregeln, zum Beispiel für die Milchproduktion. Wir GRÜNE wollen, dass in Zukunft öffentliche Gelder nur noch für die Erbringung gesellschaftlicher Leistungen gezahlt werden. Nur die Betriebe, die sich im Bereich Klima-, Umwelt-, Natur- und Tierschutz engagieren und Arbeitsplätze schaffen, sollen honoriert werden.
Eine grüne Agrarwende ist auch ein entscheidender Beitrag zum Abbau der Produktionsüberschüsse und damit der Exportsubventionen der EU. Durch die heutige Politik der Exportsubventionen für Nahrungsmittel wird die Landwirtschaft in vielen weniger entwickelten Ländern durch Dumpingpreise ruiniert. Dabei stellt die dramatische Hungerkrise eine der weltweiten Herausforderungen dar, die durch die Folgen des Klimawandels noch verschärft wird.