Text: "Der September wird Grün. Unterstütze die grünen Wahlkämpfe", daneben ein schwarzer Kreis mit einem grünen Kreuz drüber.

Landwirtschaft

Eine Landwirtschaft ohne Gentechnik und ohne industrielle Tierproduktion. Informierte Verbraucherinnen und Verbraucher mit gesicherten Rechten. Und keine Lebensmittelskandale in Serie! Das sind unsere Ziele.

Ein Maiskolben.
Wir GRÜNE sind gegen den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen in Futter- und Lebensmitteln. Foto: jster91/Flickr.com (CC BY 2.0)

Lebensmittelskandale, quälerische Massentierhaltung und Gentechnik haben das Vertrauen in die konventionelle Landwirtschaft erschüttert. Für uns GRÜNE ist klar: Auf Dauer wird nur eine Landwirtschaft Erfolg haben,

  • die sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Verbraucherinnen und Verbraucher,
  • am Umweltschutz
  • und am Tierschutz orientiert.

Mehr Bio!

Ökolandbau ist längst keine Marktnische mehr für wenige umweltbewusste Konsumenten – immer mehr Menschen kaufen Biolebensmittel. Den Flächenanteil des Ökolandbaus wollen wir deutlich ausbauen, damit die Erzeugung von Biolebensmitteln nicht länger hinter der steigenden Verbrauchernachfrage her hinkt. Grüne Landwirtschaft setzt daher auf

  • das Leitbild des Ökolandbaus und eine naturverträgliche bäuerliche Landwirtschaft,
  • auf gentechnikfreie Lebens- und Futtermittel,
  • regionale Verarbeitung und Vermarktung,
  • artgerechte Tierhaltung,
  • dezentrale Agrarstrukturen mit all ihren regionalen Unterschieden.

Keine Massentierhaltung!

Wir GRÜNE halten die Massentierhaltung für nicht verantwortbar. Gesundheit und die gesamte Lebensleistung der Tiere sollte bei der Zucht im Vordergrund stehen, nicht die Höchstleistung ohne Rücksicht auf die körperlichen Grenzen der Tiere. Wir wollen die Errichtung neuer Riesenställe und Megamastanlagen stoppen und die Subventionierung der Massentierhaltung beenden, genau wie ihre Privilegien im Baurecht.

Mit einem neuen Tierschutzgesetz wollen wir:

  • für tiergerechte Haltungsbedingungen sorgen,
  • eine lückenlose Transparenz der Tierarzneimittelströme schaffen,
  • den Antibiotikamissbrauch durch strengere Haltungs- und Behandlungsvorschriften und verbindliche Leitlinien verhindern.

Das Kontrollsystem in der Tierhaltung muss deutlich verbessert werden. Gülle aus Intensivtierhaltungen und Gärreste aus Biogasanlagen müssen auf ihre Belastung mit gefährlichen Keimen hin untersucht werden, um – falls nötig – Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Keine Gentechnik!

Die Verwendung von Gentechnik in der Landwirtschaft hat keines ihrer Versprechen eingelöst. Statt Erträge zu steigern, wurden mehr Pestizide eingesetzt und die Gefahren für Umwelt, Menschen und Tiere größer. Gentechnik

  • befördert weltweit Monokulturen,
  • gefährdet die Umwelt,
  • stärkt die Großkonzerne und
  • macht Landwirte abhängiger von Saatgutherstellern.

Die gentechnikfreie Herstellung von Lebensmitteln muss Vorrang haben und vor gentechnischen Verunreinigungen geschützt werden. Gentechnisch erzeugte Lebensmittel müssen entsprechend gekennzeichnet sein. Wir unterstützen die Forderung und Umsetzung, gentechnikfreie Regionen auszurufen und sich gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu wehren. Patente auf Pflanzen, Tiere und Menschen lehnen wir strikt ab.

Gemeinsame Politik für die Agrarwende

Eine gemeinsame europäische Agrarpolitik ist auch in Zukunft unerlässlich. In vielen weniger entwickelten Ländern wird die Landwirtschaft jedoch durch Dumpingpreise ruiniert – eine Folge der EU-Exportsubventionen für Nahrungsmittel. Eine grüne Agrarwende bedeutet damit auch, Produktionsüberschüsse zu vermeiden und die EU-Exportsubventionen abzuschaffen.

Hintergrundinformationen als PDF:

Intakte Umwelt und gesunde Ernährung für alle, Kapitel I des Bundestagswahlprogramms 2013

Für ein europäisches Agrarmodell - das Ressourcen schützt, Tiere respektiert, gesunde Lebensmittel liefert, nicht auf Kosten Anderer wirtschaftet und eine moderne bäuerliche Landwirtschaft erhält! – Parteitagsbeschluss 2012

Grüne Wende jetzt! – für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft - Parteitagsbeschluss 2010

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