Krümmel nur ein Einzelfall?

Mihama, Bärsebäck, Shearon Harris – Unfälle in Atomkraftwerken passieren jedes Jahr, durch technisches und menschliches Versagen. Wir zeigen eine Auswahl weltweiter Störfälle, von 1988 bis 2006


Die Union verharmlost das Risiko

Nach drei Zwischenfällen in zwei Wochen ist der Schrottreaktor Krümmel vorerst stillgelegt. Vattenfall, Betreibergesellschaft von Krümmel, sucht angeblich immer noch Fehler in einem der Trafos.

Unterdessen versucht die Union, das Risiko, welches von Atomkraftwerken ausgeht, zu verharmlosen. Für CDU-Vizechefin Schavan ist Krümmel ein Einzelfall. Sie sehe in den restlichen AKW "keine aktuen Sicherheitsgefahren". Vielleicht schaut sie sich ja unser Video einmal an.

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Du machst den Ausstieg!

Am 24. April bilden wir zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel eine Menschenkette, umzingeln das Atomkraftwerk in Biblis und demonstrieren in Ahaus. Dafür brauchen wir Dich und alle anderen.

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Bildung für alle!

Rund 240.000 Menschen haben bundesweit für ein besseres Bildungssystems protestiert

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"Hier hilft nur Grün"

Die ARKUS gGmbH vermittelt und qualifiziert Langzeitarbeitslose. Erfolgreich, doch nicht ohne Sorgen. Renate Künast hat sie besucht

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Stuttgart 21: Vier Milliarden für vier Minuten

Grüne Woche mit Cem Özdemir: Über die Schlichtung bei Stuttgart 21, die Ökosteuer und ein Treffen mit Arbeitsagentur-Chef Weise.

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Risikoschüler dürfen nicht vergessen werden

Grüne Woche mit Cem Özdemir: Über die neue PISA-Studie, den Klimagipfel in Cancún und den Prozess gegen Dogan Akhanli.

Kommentare

Carl-A. Neinens
03-05-10 13:41
Glaubt da wirklich jemand, die Alternativen zur Atomenergie, die uns noch lange nicht ausreichend zur Verfügung stehen, seien vorzuziehen: Weltweit jährlich zehntausende von Toten im Kohlebergbau, Krebs- und Silikosekranke, einige allerdings auch beim Uranabbau, Energiepreise in wechselseitiger Abhängigkeit aller Energiequellen, begrenzte Ölvorkommen, Katastrophen bei Bohrinseln, Tankerunfälle, Massensterben von Fischen und Vögeln, Verschmutzung der Strände, Energiemangel in armen Ländern, unsichere Gaslieferungen, Abschiebung der Kerntechnik in fremde Hände, Dieselkraftstoff aus Lebensmitteln statt Elektroautos, unsoziale Kostensteigerungen durch den Verzicht auf eine Energiequelle und Folgen für Industrie, Arbeitsplätze und Klimaschutz, statt dessen unwirksames Verbot von Glühlampen und Giftmüll produzierende Sparlampen, Kernkraftwerke westlich unserer Grenze ohne unsere Kontrolle (auch nicht der Grünen), Gewinnung fossiler Brennstoffe durch Kinderarbeit, subventionierte Windkraftwerke, die nicht Strom liefern, wenn er gebraucht wird, die Gewinnung von spaltbarem Material durch unberechenbare Regierungen. Und so weiter. Statt dessen wird der Schaden eines Transformators angeführt, der außerhalb des Kraftwerkes am Ende seiner Lebenszeit seinen Geist aufgibt, ohne Einfluss auf die Sicherheit des KKW.
Im Übrigen gibt es aber keine absolute Sicherheit, sondern nur eine Abwägung der Alternativen. Das gilt auch für die Entsorgung von radioaktiven Abfällen und ewig giftigem Chemiemüll. Wer einfach davonläuft, statt die Lösung der Probleme voran zu treiben, nimmt fahrlässig andere Gefahren in Kauf.
Lesen Sie weiter in www.neinens.de
axel
13-11-09 18:36
wenn auf der Seite zu einem Thema "mehr" steht, sollte auch mehr kommen, wenn man draufklickt. Überarbeitet mal die Seiten.
INe
22-10-09 15:43
Die Störfälle in AKWs zeigen, es ist wie vor einem Vulkanausbruch. Zuerst grummelt und raucht es ein bißchen, heiße Luft...Aber dann. Behüte Gott ! Das will dann niemand vor der Haustüre haben. Also warum steigen wir nicht endlich bei den Atomkraftwerken aus? Allerhöchst bedenklich finde ich was die Franzosen machen. Ich habe am 13.10.09 im ARTE "Alptraum Atommüll", Dokufilm von Eric Gueret gesehen und im Anschluss "Zur Sache" oder "L`avis autres" - "Gefahren, die man uns verschweigt", eine öffentliche Diskussion mit Leuten von EDF, AREVA und ANDRA und u.a. dem Grünen Bütikofer. Hoffentlich haben das viele Menschen angesehen. Frankreich sammelt haufenweise regelrecht wahnsinnig gefährliches Atommaterial an. Wird Frankreich eigentlich von der UNO überwacht?
fischer
21-09-09 16:26
mensch während der zwischenfälle in deutschland frage ich mich wer war denn da nur in der regierung da muss aber ein murks gebaut worden sein wenn um die jahrtausendwende die störfälle nahezu explodieren (kleiner wortwitz)
floeffect
20-09-09 00:14
"Seht ihr die Gefahr" ist mein neuer Song. Er beschreibt die momentane Lage in unserem Land. Viele wollen den Atomaustieg, wir brauchen den Atomausstieg. Dieser Song soll zu der allgemeinen Stimmung beitragen und das Projekt Atomaustieg voranbringen. Ich hoffe sehr das wir es bald schaffen.Ein guter Schritt in diese Richtung am 27. September GRÜN WÄHLEN Einfach mal den Song anschalten und die Atomkraftwerke abschalten. Beste Grüße floeffect

auch bei youtube: http://www.youtube.com/watch?v=fqu64m8kdMs
M.S.
06-09-09 22:52
Entschuldigen sie bitte die Formulierung, jedoch etwas wie "Technisches Versagen" gibt es nicht. Technik tut was sie soll, solange sie von MENSCHENHAND richtig und regelmäßig gewartet wird.
TheK
05-09-09 10:01
Im Grunde sagt das Video das, was ich seit Jahren sage: Das reale Risiko bei den meisten AKWs liegt in Strahlungslecks (wie Beispielsweise 2004 in Neckarwestheim), denn in wassermoderierten Reaktoren (also beispielsweise sämtlichen heutigen in Westeuropa, aber auch den russischen WWER) ist eine Explosion, wie es sie in Tschernobyl gab physikalisch unmöglich.

Das aber macht die Sache nur begrenzt besser, denn ein solches Leck kann immer und überall passieren - oft genug erst nach einiger Zeit bemerkt. Und solche Lecks passieren nicht nur ein einziges Mal, sondern im Grunde fast jedes Jahr irgendwo eines.

Wenn man den Ausbau von regenerativen Kraftwerken nicht mit Gewalt blockiert, wie dies etwa die CDU-Landesregierung in NRW tut, bestehen auch überhaupt keine Zweifel, dass bis 2020 noch weitaus mehr als nur die Kernkraftwerke ersetzt werden kann. Und wenn alles schief geht, gibt es ja auch noch die Restlaufmenge des AKW Mülheim-Kärlich, die ja sowieso als "Regulierungsmenge" im Atomgesetz festgelegt wurde. Die Panikmache rund um irgendeine "Stromlücke", wie sie die CDU samt der Atomlobby betreibt ist so durchsichtig wie eine Fensterscheibe!
Andre Lodwig
02-09-09 11:36
Warum wird eigentlich immer argumentiert, der Wirkungsgrad von Solarmodulen sei mit 20% schlecht? Die Primärenergie (Sonnenlicht) gibts umsonst, und wenn ich durch Deutschland fahre, sehe ich nur vielleicht 5% der Süddächer mit Solaranlagen versehen. Der Flächenbedarf ist insofern nicht wirklich ein Argument. Übrigens werden Leistungsspitzen mit zunehmender Klimaänderung genau dann auftreten, wenn die Sonne scheint, weil nämlich Klimaanlagen einen erheblichen Teil des Strombedarfs ausmachen werden.
Göran Helms
20-07-09 15:23
Liebe Atom-Gegner:

Punkt 1:
wir alle brauchen Strom. Denn der kommt nicht aus der Steckdose. Und heutzutage soll alles billig sein. So auch der Strom. Wenn Deutschland keinen Atomstrom mehr produzieren würde, müssten wir ihn von unseren Nachbarn, insbesondere Frankreich, beziehen. Denn der Bedarf bleibt. Schön für die französische Wirtschaft, schlecht für unsere.
Punkt 2:
Welche ökologisch UND ökonomisch sinnvollen Alternativen gäbe es also für Deutschland?
Wind? Lediglich einige Küstenstandorte sowie Offshore-Windparks sind überhaupt in der Lage, wirtschaftlich Strom zu erzeugen. Die erzeugte Menge stellt nur den Bruchteil des zu Hochzeiten ("Peaks") benötigtem Strombedarf. Zudem hat Deutschland die führende Entwicklerrolle an die USA abgegeben. Das Geld damit wird jetzt da verdient.
Sonne? Heute ist es lediglich möglich, zwischen 20 und 25% der eingestrahlten Sonnenenergie in Strom umzuwandeln-das ist viel zu wenig. Bei dieser Quote bräuchten wir riesige Flächen für Sonnenkollektoren. Im stark be- und zersiedelten Deutschland nicht zu machen. Die Strommenge wäre zudem zu gering.
Wasser? Auch hier mangelt es an Standorten, die eine wirtschaftliche und effiziente Versorgung mit Strom gewährleisten könnten. Leider haben wir keinen Grand Canyon, keinen Hoover Dam und keine isländischen Gesyre.
Strom aus Kuhdunk? Neben milliardenschweren Entwicklungskosten gibt es leider rein rechnerisch nicht genügend Kühe für den Mist, den wir hierfür bräuchten. Nicht mal in Argentinien als einem der weltgrößten Rinderzüchter wäre dieses Konzept im Bezug auf die anfallende Mistmenge machbar sinnvoll.
FAZIT:
Weder einzeln noch in Kombination bieten die alternativen Energien auch ein Alternative.
Es sei denn, jeder ist bereit für die Umwelt den zehnfachen Preis für die Kilowattstunde zu zahlen und zudem täglich seinen Energieverbrauch mindestens zu halbieren, um mit der so produzierten Menge auszukommen. Im Übrigen: Hat sich auch ein Grüner auch jemals nur ansatzweise gefragt, die umweltverschmutzend unsere Kohlekraftwerke in Wirklichkeit sind? Zugegeben, der Mühl strahlt keine 20000 Jahre, dennoch sind diese Dinger die reinsten Umweltsauereien. Aber da sagt keiner was. Und warum? Bringt nicht genug Krawall-Potential mit sich.

Die Lösung kann also nur ein Mix mit einem wirtschaftlich verträglichem Anteil an alternativen Energien sein. Ohne Atomkraft wird es die nächsten 50 Jahre nicht gehen.
Wer anderes behauptet betreibt meiner Meinung nach puren Populismus nach bester Wahlkampfart-und ist ein Träumer.
Jetzt bin ich mal gespannt, was ihr dazu zu sagen habt, liebe Grünen!
Erich Schempp
13-07-09 12:40
Seit Jahren wissen DIE GRÜNEN, dass mehr als 10 Tonnen abgebrannter Brennelemente aus KKW´s verschwunden sind und zu Munition verarbeitet wurden.
Doch weil dieser Skandal noch nicht in den Medien publik wurde, ignorieren sie ihn.
Aber wie glaubwürdig ist eine Partei, die nur Probleme aufgreift, die schon publik sind.
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