Fleischeslust
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Für die FIFA Frauen-WM 2011 haben der DFB und das Organisationskomitee ein ambitioniertes Umweltkonzept entwickelt: Green Goal 2011. Leidenschaftliche Unterstützung bekommt das Projekt unter anderem von Claudia Roth, die Sprecherin des Umweltbeirates ist. Ein Gastbeitrag von Nils Wiechmann, Umweltreferent des Organisationskomitees der FIFA Frauen-WM 2011, über die Ziele von Green Goal 2011.

Bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland spielten erstmals in der Geschichte von Fußball-Weltmeisterschaften der Klima- und Umweltschutz sowie der schonende Umgang mit Ressourcen eine wichtige Rolle.
Mit Green Goal 2006 ist es gelungen, ein innovatives und ambitioniertes Umweltprogramm erfolgreich umzusetzen und Maßstäbe für die Umweltprogramme zukünftiger Fußball-Weltmeisterschaften und anderer Sportgroßveranstaltungen zu setzen. Die Vision von Green Goal ist einfach und anspruchsvoll zugleich: Die Umweltbelastungen, die zwangsläufig mit der Ausrichtung einer Weltmeisterschaft verbunden sind, sollen weitgehend reduziert werden.
Im Sommer 2011 steht in Deutschland mit der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 ein weiteres herausragendes Fußballereignis an. Wieder stellen sich der DFB und das Organisationskomitee der Aufgabe, bei der Organisation und Ausrichtung dieser WM die Ziele des Umwelt- und Klimaschutzes zu berücksichtigen und entwickeln aus diesem Grund gemeinsam mit dem Öko-Institut und mit der Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) erneut ein ambitioniertes Umweltkonzept Green Goal 2011.
Von den Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutzbereich erwarten wir uns einen nachhaltigen Beitrag, der auch über die WM 2011 hinaus wirksam ist.
Ziel ist die Durchführung einer „klimafairen“ FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011. Als klimafaire Veranstaltung soll die FIFA Frauen-WM 2011 ohne negative Folgen für das Klima bleiben. Berücksichtigt werden hierbei alle klimaschädlichen Emissionen der Veranstaltung – unabhängig davon, ob diese im In- oder Ausland entstehen.
Klimafair bedeutet, dass sämtliche negativen Umweltauswirkungen vermieden bzw. reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, soll zuerst durch die Nutzung von z.B. umweltfreundlichen Verkehrsmitteln und weiteren technischen und organisatorischen Maßnahmen der Energiebedarf soweit wie möglich gesenkt werden. Danach soll eine weitere Reduktion der Treibhausgasemissionen durch die Nutzung von regenerativen Energien wie z.B. GRÜNEM Strom erfolgen. Die dann noch verbleibenden Treibhausgasemissionen werden schließlich durch Investition in nationale und internationale Klimaschutzprojekte kompensiert. Klimaschädliche Emissionen an anderer Stelle auszugleichen ist für uns stets der letzte Schritt wenn alle Möglichkeiten der Vermeidung und Reduktion ausgeschöpft sind.
Green Goal bezieht sich auf die Kernbereiche Klimaschutz, Energie, Wasser, Abfallmanagement und nachhaltige Mobilität. So soll beispielsweise die benötigte Energie in den Stadien und in der Verwaltung durch regenerative Energien bezogen werden. Durch den vermehrten Einsatz verpackungsfreier Systeme wollen wir die Abfallmengen reduzieren. Im Bereich Mobilität wird unnötiges Verkehrsaufkommen vermieden und es sollen möglichst öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden. So beinhalten alle Eintrittskarten zur WM das ÖPNV-Ticket am Spieltag.
Darüber hinaus wird die Einführung eines innovativen Umweltmanagementsystems sowie ein gesundes und umweltgerechtes Catering in unserem Konzept eine wichtige Rolle spielen.
Begleitet wird Green Goal 2011 durch einen Umweltbeirat, der den DFB auch über die WM hinaus in allgemeinen Fragen des Umweltschutzes beraten und mit dafür sorgen soll, die gesellschaftliche Verantwortung des DFB für den Umwelt- und Klimaschutz kompetent und glaubwürdig wahrzunehmen.
Mitglieder des Umweltbeirates sind neben unserer Bundesvorsitzenden Claudia Roth, die auch als Sprecherin des Beirats fungiert, Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen, Prof. Dr. Klaus Töpfer, der ehemalige Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Dr. Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Eberhard Brandes, Geschäftsführer des WWF Deutschland sowie DFB-Vizepräsident Rolf Hocke.
Wir wollen über die umfassende Einbindung von Partnern, Sponsoren und Stakeholdern und über ein breites Kommunikationsangebot die Öffentlichkeit, die Zuschauer, die Spielerinnen und die Verantwortlichen für die große Bedeutung des Themas Umwelt- und Klimaschutz sensibilisieren. Durch die Weiterentwicklung des Green Goal-Gedankens soll die Leitidee von Sport und Nachhaltigkeit noch weiter in der Gesellschaft verankert werden.
Nils Wiechmann
Umweltreferent des Organisationskomitees der FIFA Frauen-WM 2011, Mitglied des Koblenzer Stadtrates, ehemaliger Landtagsabgeordneter in Rheinland-Pfalz, ehemaliger Landesvorstandssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz