Heute: Defekte Brennstäbe

Vattenfall musste am 8. Juli 2009 zugeben, dass beschädigte Brennstäbe im AKW Krümmel gefunden wurden. Viele Grüne und Unterstützerinnen und Unterstützer von Meine Kampagne demonstrierten zusammen mit der Politischen Geschäftsführerin Steffi Lemke vor der Konzernzentrale in Berlin

  • 01.01.1970
    Unfälle häufen sich: Forsmark, Brunsbüttel, Krümmel, Tricastin - immer wieder kam es in den letzten Jahren in den vermeintlich sicheren AKW zu Unfällen und Beinahekatastrophen. Die Tragödie von Tschernobyl 1986 ist unvergessen. Sie kostete viele tausend Menschen das Leben, Zehntausende die Gesundheit und machte weite Teile Weißrusslands unbewohnbar. Aktuelle Studien belegen: In der Nähe deutscher AKW ist das Krebsrisiko für Kinder erhöht.
     
  • 01.01.1970
    Je älter Reaktoren werden, desto störungsanfälliger werden sie. Einem Terrorangriff wie dem vom 11. September 2001 könnte kein AKW standhalten. Kein einziger Atomreaktor ist wirksam gegen den Absturz eines Verkehrsflugzeuges geschützt. Je weniger AKW in Betrieb sind, desto geringer ist die Gefahr, dass nukleares Material zu Kriegszwecken missbraucht wird oder Terroristen in die Hände fällt.
     
  • 01.01.1970
    Steuergelder pflastern ihren Weg: Alle AKW wurden mit Finanzhilfen des Staates gebaut, die Sanierung von AKW und Endlagern wird von Steuergeldern bezahlt. Die Atomkraft in Deutschland wurde bis heute mit über 100 Milliarden Euro subventioniert. Die milliardenschweren Rückstellungen der Atombetreiber für die Entsorgung des Atommülls und für den Rückbau der AKWs sind steuerfrei. Die Schäden eines Atomunfalls wären so gigantisch, dass keine Versicherung der Welt ein Atomkraftwerk versichert. Voll versichert müsste eine Kilowattstunde Atomstrom weit über einen Euro kosten.
     
  • 01.01.1970
    Von "billigem" Atomstrom haben die Verbraucher bisher nichts gemerkt. Der Strompreis ist in den letzten acht Jahren um 50 Prozent gestiegen - obwohl weder die Stromsteuer noch die Konzessionsgebühren erhöht wurden. Natürlich kämpfen die Energiekonzerne für eine Laufzeitverlängerung: Mit jedem ihrer abgeschriebenen Atomkraftwerke machen sie eine Million Euro Gewinn pro Tag.
     
  • 01.01.1970
    Die deutschen Atomkraftwerke werden von vier Konzernen - E.ON, Vattenfall, RWE und EnBW - betrieben, die zusammen 80 Prozent der Stromerzeugung beherrschen. Eine Laufzeitverlängerung würde ihre Marktdominanz noch ausbauen und den notwendigen Wettbewerb auf dem Energiemarkt verhindern - auf Kosten der Verbraucherinnen und Verbraucher.
     
  • 01.01.1970
    Radioaktiver Abfall strahlt über Jahrmillionen: Wie der Atommüll halbwegs sicher gelagert werden kann, ist ungelöst. Die schwarz-rote Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren die Chance vertan, ein Verfahren für eine transparente und wissenschaftlich fundierte Standortsuche für ein Endlager zu beginnen. Eine Festlegung auf Gorleben darf es nicht geben.
     
  • 01.01.1970
    Wie unsicher die vorgesehenen Salzstöcke sind, zeigt das jüngste Desaster beim Versuchsendlager Asse: Wo der Atommüll für Jahrtausende sicher und trocken lagern sollte, dringt bereits nach 40 Jahren Salzlauge ein und bedroht die Stabilität des Lagers. Genau dieses Endlager ist aber das Modellprojekt für das Endlager Gorleben.
     
  • 01.01.1970
    Jede Kilowattstunde Atomstrom verursacht erhebliche Mengen CO2, vor allem durch den energieintensiven Abbau von Uran. Außerdem produzieren AKW ausschließlich Strom, 70 Prozent der Energie gehen als Abwärme in die Luft. Deshalb ist jedes moderne Gas-Blockheizkraftwerk klimafreundlicher, Windstrom ist beinahe klimaneutral. Weltweit steuert die Atomkraft nur 2,5 Prozent zur Energieversorgung bei. Um gegenüber anderen fossilen Technologien (z.B. Kohlekraftwerken) einen Klimaeffekt zu entfalten, müssten über 1.000 neue AKW gebaut werden.
     
  • 01.01.1970
    Zur Erzeugung von Atomstrom wird Uran aus dem Ausland benötigt. Damit ist ein Atomkraftwerk genauso von Importen abhängig wie ein Gaskraftwerk. Zudem ist Uran wie Kohle und Erdöl ein endlicher Rohstoff. Atomkraft kann man nicht tanken: Atomenergie liefert weder Wärme noch Treibstoff und ersetzt daher weder Gas noch Öl.
     
  • 01.01.1970
    Deutschland produziert seit Jahren weitaus mehr Strom als wir verbrauchen - laut aktuellen Prognosen wird der Export-Überschuss 2008 sogar alle bisherigen Rekorde brechen. Und: Die Erneuerbaren Energien haben bereits heute einen Anteil von 14 Prozent am Strombedarf erreicht. Alle AKW in Deutschland deckten vergangenes Jahr rund 22 Prozent des Bedarfs. Wir streben an, dass bis 2020 ca. 43 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden - weit mehr als alle AKW zusammen.
     
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Im Angesicht der Katastrophe

60.000 Menschen demonstrieren gegen Atomkraft, während sich in Japan die Lage an dem beschädigten Atomkraftwerk Fukushima zuspitzt.

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Erfolgreiche Blockaden und Rekordverzögerung

92 Stunden benötigte der Transport mit den elf Atommüllbehältern ins Zwischenlager Gorleben. Ein voller Erfolg der Anti-Atom-Bewegung.

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Hundert Prozent Zukunft statt Atomkraft

Erneuerbare, Effizienz und Energiesparen: Das Grüne Energiekonzept.

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Ja zum schnellen Atomausstieg

Dem Atomausstieg bis 2022 soll zugestimmt werden, aber die Grünen werden alles daran zu setzen, das letzte AKW deutlich vor 2022 abzuschalten.

Kommentare

Heinz Haber
24-09-09 21:36
Defekte Brennstäbe hintern Metern von Stahl und Beton?
gääähn
umfallende chineschische Reissäcke...
Gut das Vattenfall so ein sicheres System in die Finger bekommen hat und keinen Tschernobylreaktor- wir haben ein Vattenfallproblem und kein kernenergieproblem, tät ich sagen...
Edith
12-07-09 16:26
Ich beglückwünsche Euch zur Kampagne gegen Vattenfall. Es ist unverantwortlich wie christl. Politiker sich für diese höchst gefährliche Engergieform so stark machen können. Offensichtlich stehen sie alle auf den Lohnlisten der Energiekonzerne. Ich lebe seit 20 Jahren in Spanien, auch hier haben wir derzeit ein grosses Problem mit der Abschaltung eines alten Atomkraftwerks. Wir kämpfen hier mit Greenpeace für die Umsetzung des Gesetzes zur Abschaltung des Kraftwerkes, auch hier wird gezögert und vertuscht und mit Angst gearbeitet. Gleichzeitig haben wir hier in Spanien sehr viel Sonnen- und Windenergieanlagen und ein Konzept, dass diese Energieform noch stark ausgebaut wird. Für uns Europäer wünsche ich, dass es uns gelingt die Abschaltung der AKW durchzusetzen.
Soeren Thomsen, Kiel
11-07-09 19:02
Ihr hattet 8 Jahre Zeit Krümmel abzuschalten. Warum habt ihr es nicht gemacht?????
Handeln! Wenn ihr nochmal die Chance habt!
Tobias Herrmann Online-Redaktion
10-07-09 11:22
Hallo Julian,

wir standen gestern vor der Konzernzentrale von Vattenfall hier in Berlin. Melde Dich unter Meine Kampagne an und Du wirst über solche Aktionen informiert. In diesem Sommer wird es bestimmt noch einigen Protest gegen Vattenfail geben.

beste Grüße

Tobias
Julian
10-07-09 11:00
Wo war das? Hätte mich gerne dazu gestellt...
Kommentar

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