Gegen die Solarbremser

Grüne Politik fängt vor Ort an, zum Beispiel in Hagen. Bürgerinnen und Bürger wollen Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden bauen – die schwarz-rote Stadtverwaltung mauert.

  • 01.01.1970
    Hagen in Nordrhein-Westfalen hat 190.000 Einwohner und viele,viele Dächer. Die Aktiven in den zwei Bürgersolarinitiativen der Stadt interessieren sich besonders für die Flächen auf den öffentlichen Gebäuden: Ämter, Schulen, Turnhallen. Ihre Idee: Solaranlagen, die von vielen Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam finanziert werden, sollen Sonnenstrom in das Netz einspeisen.
     
  • 01.01.1970
    Dr. Christian Kingreen erklärt den Vorschlag der Solarinitiative so: „Wir gründen eine Genossenschaft, in die alle Anteile einbringen können, zum Beispiel 500 Euro. Mit diesem Geld errichten wir Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden. Die Erlöse werden später anteilig wieder ausgezahlt. Davon haben alle etwas: Die Bürgerinnen und Bürger, die sich über die im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegten Renditen freuen können. Die Kommunen, die ihren Energiebedarf mit günstigem und selbst erzeugtem Strom decken können. Und natürlich das Klima.
     
  • 01.01.1970
    Doch die Stadtverwaltung unter Schwarz-Rot blockiert die Idee beharrlich: „Alle unsere Solarvereine haben jahrelange Erfahrung mit dem Nichtstun der Behörden“, sagt Joachim Riechel. Er kandidiert als Oberbürgermeister für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Kommunalwahl am kommenden Sonntag. Das schlimmste, sagt Riechel, seien die von den Beamten vorgebrachten Argumente: „Wir sind noch nicht so weit...“
     
  • 01.01.1970
    Am Fichte-Gymnasium wird gebaut. Und obwohl das Klimateam der Schule bereits mit viel Engagement Geld für eine Solaranlage gesammelt hat, schafft die Stadtverwaltung hier gerade Tatsachen: Die Gebäudedächer werden mit einer Folie saniert, die eine nachträgliche Installation von Solarzellen unmöglich macht. So wird auch das von der Verwaltung vorgebrachte Argument, es gäbe nicht ausreichend sanierte Dächer, unglaubwürdig.
     
  • 01.01.1970
    Darum haben die Hagener Grünen sich um Wahlkampfhilfe aus Berlin beworben: Gegen so eine Stadtverwaltung hilft nur Grün! Am Sonntag trafen Joachim Riechel und Renate Künast gemeinsam auf interessierte Bürgerinnen und Bürger, um ihnen noch einmal den Ernst der Lage zu verdeutlichen: „In Hagen stehen die Zeichen finanziell und ökologisch auf Sturm“, sagte der OB-Kandidat. Renate Künast schlug in ihrem Vortrag den Bogen zu den globalen Problemen: Klimawandel, Finanz- und Hungerkrise.
     
  • 01.01.1970
    Der Neue Grüne Gesellschaftsvertrag zeigt, wie wir die drei großen Probleme unserer Zeit lösen können, wenn wir sie gemeinsam angehen. Die Bundespolitik kann dafür aber nur die Weichen stellen – umsetzen müssen ihn die Kommunen und deren Bürgerinnen und Bürger. Darum ist Renate Künast hier: Um zu zeigen, dass der Kampf gegen den Klimawandel und die großen Energiekartelle ganz klein beginnt, um in einigen Jahren zur gesellschaftlichen Bewegung zu werden: „Die Zukunft fängt mit Spinnern an.“
     
  • 01.01.1970
    Die Finanzkrise führt im kommenden Jahr dazu, dass die Steuereinnahmen massiv sinken. Das trifft die Kommunen zuerst und besonders hart. Die Stadt Hagen, die bereits hoch verschuldet ist, wird dann erst recht Konjunkturförderung brauchen. Doch sollte diese nachhaltig sein. Solaranlagen, die die Stadt nichts kosten, ihre Energieversorgung auf Jahre sichern und am Ort Arbeitsplätze schaffen, gehören dazu. Abwrackprämien und Steuersenkungen für Reiche nicht.
     
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Kommentare

Kai
21-06-12 16:07
An Sabine: Was nützen Ideen - nur Lösungen helfen

Der Ingenieur hat leider Recht und Biomasse und Pumpspeicherwerke lösen das Problem nicht.

Derzeit wird Biomasse aus Polen importiert, weil unsere Felder nicht mehr genug hergeben.

Für jedes Pumpspeicherwerk müssen große Naturflächen überflutet werden. Das Potential in D ist bereits ausgereizt.
ausDenzlingen
28-10-10 21:36
Jährlich werden 8 Mrd € für Solarstrom bezahlt, auch von den Hartz4 Empfängern, für wenig Nutzen. Kaum ein Solarpanel hat die Energie erzeugt, die für die Herstellung nötig war. Diese Summe sorgt bei Stuttgart21 für zwei Generationen für bequemeres Reisen.- Ohne Atomstrom können wir die CO2-Debatte völlig vergessen. Und die Radioaktivität in der Asse erreicht kaum das natürliche Niveau von manchen Gesteinen. - Rot-Grün betreibt eine gigantische Fehlinformation der Bevölkerung.
sabine M.
19-09-09 18:48
Ingenieur, vielleicht solltest du dich erst informieren bevor du dumm daher redest? Es gibt SEHR VIELE Ideen wie man das problem der zeitlich begrenzten Sromerzeugung lösen könnte.Beispielsweise könnte man überschüssigen Strom nutzen um Wasser in Wasserkraftwerken hoch zu pumpen,,das man später ablassen kann-um nur eine von den vielen konzepten zu nennen.
wAS in Deutschland noch sehr viel Potenzial hat ist vorallem Biomasse. Wenn man sich die Zahlen anderer länder anschaut, da ist in D noch jede Menge drin!
Und wenn die technologien verbessert werden wird auch Erdwärme kommen!
Übrigens:schaue mal auf die Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung und lade die Energiestatistiken runter, dann wirst du sehen, dass Kernkraft nur noch knapp 30% und nicht 45 ausmacht
Anonym
17-09-09 23:18
Die Solarindustrie wird bei uns auch keine Arbeitsplätze mehr schaffen. China hat den Solarmodulmarkt schon übernommen. Jetzt glaubt jeder wieder anführen zu müssen, dass wir aber führend sind in der Technologie. Ja irgendwann war das wohl mal so, aber deutsche Hersteller schaffen Wirkungsgrade von 15% und die Chinese mit ihren neusten 18%, d.h. die sind mal eben 20% besser!
Ingenieur
17-09-09 23:15
Die dumme Bevölkerung könnt Ihr täuschen, mit euren ausgeluschten immer gleichen Falschaussagen. Wie hoch ist denn euer Wähleranteil bei Ingenieuren? Wer mit Begriffen wie Grundlast, Mittellast und Spitzenlast etwas anfangen kann, merkt schnell, dass die Grüne Stromlüge nicht aufgehen kann.

Grundlast = Strombedarf der rund um die Uhr gebraucht wird
Wind = nicht immer da
Sonne = Nachts nicht da
Anteil Kernernergie Grundlast = 48%
Schlussfolgerung: DA IST EINE LÜCKE!!!
OlbersD
04-09-09 22:42
Mit völlig überteuertem Solarstrom (schaut mal "Photovoltaik" in Wikipedia) von deutschen Dächern kommen wir bestimmt nicht aus der Wirtschaftskrise. Warum wollen die Grünen einfach nicht wahr haben, dass Solarstrom von der Mittelmeerküste viel preiswerter wäre und mit HGÜ auch nach Deutschland übertragen werden könnte. Ferner sind auch Wind- und Wasserkraft in Deutschland viel preiswerter zu erzeugen, als Solarstrom von Dächern. Wer hat eigentlich ein Gesetz aufgestellt, dass besagt, das Photovoltaik auf Dächern installiert werden muss?
Max
04-09-09 01:14
Wie lang ist denn die Lebensdauer ?
Wie groß ist die Effizienz und wie hoch sind die Kosten für eine Solarzelle, bzw. ein Solarmodul ?
Nur weil die gesetzlich gesicherte Vergütung der Einspeisung von Solarstrom lediglich 20 Jahre zu einem festen Betrag erfolgt, heißt das noch lange nicht, dass ein Modul nur 20 Jahre lebt. Natürlich gibt es Techniken Solarmodule zu bauen, die nachweißlich keine allzulange Lebensdauer aufweisen! Die Standardmethoden, also monokristalline Solarmodule oder polykristalline haben jedoch eine Lebensdauer die weit über die 20 Jahre hinausgeht, somit auch viel länger Strom einspeisen kann und seine Effizienz wesentlich steigert. Somit stehen die Kosten eines Moduls auch in einer ganz anderen Relation. Der Preis für Solarstrom ist im Moment relativ hoch, jedoch ist dies ein Mittel um den Markt gezielt anzuregen und zu versuchen diese relativ junge und deshalb unerfahrene Branche zu stärken, zu fördern. Zu behaupten Deutschland sei nicht Bereit und es würde gegen die Politik der "Grünen" verstoßen ist demnach eindeutig wiedersprüchlich, denn im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass die Partei sich nicht für eine Förderung einsetzen solle und somit dem Markt weitere Steine in den Weg geworfen würden.

Mit freundlichen Güßen
Max
Dimitri
30-08-09 23:30
Hallo,
meiner Meinung nach ist Deutschland für einen Masseneinsatz an Solarzellen nicht bereit, den es wurde gegen die Politik der „GRÜNEN“ verstoßen.
Rechnet man die Effizienz, die Lebensdauer, den Herstellungsprozess und die Kosten der Solarzelle würde man gegen seine Prinzipien arbeiten.
Wer fragt sich schon wie die Solarzelle Hergestellt wird, wie viel Energie und hochwertige Materialien dafür notwendig sind um diese zu produzieren.
Erhöht man die Nachfrage werden die Preise sich deutlich anheben und der Prozess Angebot / Nachfrage setz sich in Bewegung etc.
Hinzu kommt der momentan nicht „ausreichende“ wirkungsgrad in den meisten Regionen Deutschlands.
Daher würde ich vorschlagen mehr in die Forschung zu investieren bis man die Notwendigen Preis/Leistungsgrade erreicht für einen Masseneinsatz, ohne die Steuerzahler zu belasten mit starken Subventionen, die letztendlich von ihm selber bezahlt werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Dimitri
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