Ernährung

Gammelfleisch, Gentechnik, Dioxin und Pestizide im Essen: Das wollen wir GRÜNE nicht. Wir wollen, dass Essen ein gesunder Genuss ist, der keine Angst macht.

Frische Cocktailtomaten in Wasser, Foto: © A.P./photocase.com

Die Lebensmittelindustrie setzt aber zunehmend auf künstliches Essen aus dem Labor, und im Supermarkt wird oft in erster Linie auf den Preis geschaut. Da sehen wir es als politische Aufgabe, eine gesunde Ernährung stärker ins Bewusstsein zu rücken.

Wir GRÜNE setzen uns ein für:

  • die Selbstverständlichkeit einer gesunden gemeinsamen Mahlzeit in Schulen und Kindergärten.
  • die Festlegung der Obergrenzen bei einer Mehrfachbelastung durch unterschiedliche Pestizide in Nahrungs- und Futtermitteln.
  • die eindeutige Kennzeichnung von Fett, Zucker und Salz in Lebensmitteln durch eine Ampelmarkierung in den Farben grün-gelb-rot.

Gentechnisch veränderte Lebensmittel

Die Gentechnik bietet in der Lebensmittelproduktion weitreichende Möglichkeiten. Doch nicht alles was machbar ist, ist auch ethisch und politisch legitim. Die Risiken von gentechnisch veränderten Lebensmitteln und eventuelle Spätfolgen für den Menschen sind heute noch nicht abzusehen.

Die gentechnikfreie Erzeugung von Lebensmitteln muss Vorrang haben und vor Kontaminierung geschützt werden. Gentechnisch erzeugte Lebensmittel müssen entsprechend gekennzeichnet sein. Wir wollen eine gentechnikfreie Landwirtschaft, denn die ökologischen und gesundheitlichen Risiken sind längst nicht ausgeleuchtet.

Gentechnik befördert weltweit Monokulturen, gefährdet die Umwelt und bedroht die Wahlfreiheit der Verbraucherinnen und Verbraucher, sich für gentechnikfreie und auch ökologische und mit Nährwerten gekennzeichnete Lebensmittel entscheiden zu können. Außerdem erhöht die monopolistische Agro-Industrie die Abhängigkeit der Landwirte von Saatgutherstellern und bedroht die Agrarstrukturen in Entwicklungsländern.

Wir unterstützen die Forderung und Umsetzung, gentechnikfreie Regionen auszurufen und sich gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu wehren. Wir setzen uns ein für ein Verbot von Gentech-Pflanzen, die Menschen, Umwelt und die gentechnikfreie Produktion gefährden sowie für die Offenlegung und Beseitigung von Verflechtungen nationaler und europäischer Prüf- und Zulassungsbehörden mit der Gentechnik-Lobby.

Wir wollen die Risiken der Gentechnologie begrenzen und Verantwortungen festschreiben. Deshalb fordern wir Transparenz und eine klare Verursacherhaftung für Unternehmen und Forschungsinstitute, die medizinische oder Agro-Gentechnik betreiben. Patente auf Gene, gentechnisch manipulierte Pflanzen und Tiere darf es nicht geben. Wir setzen uns ein für eine Korrektur der EU-Biopatentrichtlinie und eine Novellierung des Deutschen Patentgesetzes, damit Patente auf Pflanzen, Tiere und biologische Züchtungsverfahren nicht weiter erteilt werden können.

 

Hintergrundinformationen als PDF: 

Grüne Wende jetzt! – für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft, Parteitagsbeschluss 2010

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen den "Veggie-Day", Parteitagsbeschluss 2010

Menschenrecht auf Nahrung wirksam umsetzen! - Parteitagsbeschluss 2008

Klicke auf die Buttons, um das jeweilige Netzwerk zu aktivieren. Beachte, dass dadurch persönliche Daten an Facebook, Twitter oder Google übertragen werden.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/PlakatGeGEN_gruenede_225x130_01.jpg

Gentechnik

Wir wollen kein Gen-Food auf unseren Tellern. Dafür setzen wir Grüne uns ein.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/PlakatGeGEN_gruenede_225x130_02.jpg

Landwirtschaft

Unsere Position zum Thema Landwirtschaft.

Dafür: Gesundes Essen

Dagegen: Agrarfabriken und Genfood

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/BlumenwieseVielfalt_mediahof_flickr_CC_BY-NC_20_225x130_01.jpg

Biologische Vielfalt

Die Bewahrung der biologischen Vielfalt ist zentrales grünes Anliegen. Nachhaltige Entwicklung ist unser Leitbegriff.

Kommentare

Dieter
09-07-12 16:06
An Andreas:
Ich stimme ich voll zu. Gesunde Nahrung beinhaltet auch, dass wir nicht durch verarbeitete Lebensmittel voll Aspartam , Jod, Flouriden, Transfetten usw. vergiftet werden.

An Henning
Ich will die Veganer oder Vegetarier in ihrem Handeln nicht bewerten. Aber das sollte jeder SELBST entscheiden. Wenn Du außerdem immer noch nicht gemerkt hast, dass der Klima-Wandel einschließlich der angeblichen Ursache (CO2 Ausstoß) ein Schwindel ist um jede meschliche Tätigkeit zu besteuern und limitieren zu können, dannn tust Du mir echt leid.

An die Reaktion
Fleischkonsum aus gesundheitlichen /ethischen Gründen einzuschränken kann ja ein Argument sein und sollte von jedem Menschen selbst entschieden werden. Aber bitte kommen Sie doch nicht mehr mit diesem idiotischen Klimawandel-unsinn daher.
WIR ZAHLEN NICHT für Al-Gores Klima-Ablasshandel auch wenn dieser noch so viel Geld in die Klima Gehirnwäsche gesteckt hat.
Hans-Werner
30-12-11 14:26
Gammelfleisch, Gentechnik, Dioxin und Pestizide im Essen? Leider ist das noch nicht alles. Was ist mit Antibiotika, auch hier muss viel mehr getan werden, damit die Tiere nur aus Profitgier nicht mit dem Zeug gespritzt werden. Die Keime werden immer Resistenter und fast 40.000 RMSA Tote pro Jahr sind doch Alarm genug, oder?
Mit freundlichen Grüßen
Online-Redaktion gruene.de
16-11-11 17:32
@ Henning:

Wir GRÜNE setzen in der Landwirtschaft auf die artgerechte Haltung von allen Nutztieren. Dafür wollen wir die Rahmenbedingungen schaffen, unter anderem durch Reformen und strikte Anwendung des Emissions-, Bau- und Planungsrechts, um industrielle Massentierhaltungsbetriebe zu verhindern. So muss jegliche Käfighaltung von Legehennen ausnahmslos verboten werden ebenso wie sämtliche Qualzuchten. Es darf bei allen mit Schmerzen verbunden Eingriffen an Tieren keine Ausnahme von der Pflicht zur Schmerzausschaltung geben – auch für das Schlachten nicht. Tiertransporte müssen zeitlich begrenzt werden. Auch in der Fischerei müssen Tier- und Artenschutz deutlich gestärkt werden.

Es gibt auch diesen Flyer der grünen Bundestagsfraktion dazu ("Tierschutz statt Tierfabriken"):
http://www.gruene-bundestag.de/cms/publikationen/dokbin/139/139255.flyer_megamast.pdf

Außerdem unterstützten wir die Durchführung des Veggie-Days, um den Klimaschutz zu stärken, auf alternative Ernährungsweisen aufmerksam zu machen und die Einschränkung des Fleischkonsums zu fördern.
http://www.gruene-bundestag.de/cms/beschluesse/dokbin/373/373921.veggieday.pdf
Henning
16-11-11 12:23
Hallo liebe Grüne,

wie steht Ihre Partei zum Thema konsequenter Vegetarismus/ Veganismus? Renommierte Quellen zeigen klar: der Verzicht auf Fleisch und Tierprodukte würde einen stärkeren positiven Effekt aufs Klima haben als der komplette Verkehrssektor ausmacht; unabhängig davon, dass ein Umdenken bzgl. der Autonutzung stattfinden muss.

Ich würde mich über eine Stellungnahme sehr freuen!
Mit besten Grüßen, Henning
Andreas
20-09-11 19:42
Was ist mit dem Jod in dem Salz?

Diese Zwangsjodierung braucht es nicht. Zuviel Jod fördert nur
gesundheitliche Probleme und erhöt die Kosten im Gesundheitswesen. Das ist immer die selbe leier.

Mit freundlichem Gruß
Kommentar

Wir freuen uns auf Meinungen zu diesem Artikel. Bitte beachtet unsere Nutzungsbedingungen.
Die Kommentarfunktion dient nicht dazu, direkt mit uns Kontakt aufzunehmen oder Fragen zu stellen. Dafür haben wir ein Kontaktformular.



CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.