"Die Sonne schreibt keine Rechnungen"

Ein Konsortium deutscher Unternehmen plant den Bau eines Komplexes von Solarkraftwerken in der Sahara. Das Projekt Desertec, das Europa und Nordafrika mit Sonnenstrom versorgen soll, weckt Hoffnungen auf einen rascheren Wandel unserer Energieversorgung. Doch einfach nur Kraftwerke zu bauen, reicht nicht. Die grüne Vize-Fraktionschefin im Bundestag, Bärbel Höhn, über Chancen und Risken des Projekts.

Bärbel Höhn, stellvertretende Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion

Frau Höhn, es liegt nahe, die Energie der Sonne zu nutzen, um mit ihr unseren Energiebedarf zu decken. Warum ist da eigentlich bisher noch niemand drauf gekommen?

Die Idee Desertec gibt es nicht erst seit gestern. Sie wurde schon lange diskutiert. Dass es jetzt von dem Unternehmenskonsortium vorgestellt wurde, ist nur ein weiterer, wenngleich entscheidender Schritt.

Stehen die Grünen diesem Projekt positiv gegenüber?

Im Grundsatz halten wir das für sinnvoll. Man muss allerdings einige Dinge bedenken. Das Erste ist, dass wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland keinesfalls vernachlässigen dürfen. Desertec hat das Potenzial, unsere Stromversorgung zu 15 Prozent zu decken. Das heißt, dass wir immernoch 85 Prozent unseres Stroms hier erzeugen müssen. Zweitens müssen wir die Bevölkerungen der Staaten mitnehmen, in denen die Solarkraftwerke stehen sollen. Auch sie müssen mit dem in ihren Ländern erzeugten Strom versorgt werden. Und eine wirtschaftliche Perspektive durch das Projekt gewinnen.

Der SPD-Umweltexperte Herrmann Scheer fürchtet, dass das Projekt den Ausbau Erneuerbarer Energien hierzulande schwächen würde. Wie real ist diese Gefahr?

Ich sehe das nicht. Desertec ist eine gute Ergänzung zum Ausbau der Erneuerbaren. Wir dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen und müssen diese Ressourcen miteinander kombinieren.

Das Konsortium, das jetzt Desertec vorantreibt, besteht unter anderem auch aus den AKW-Betreibern RWE und E.On. Was treibt diese Unternehmen dazu an, ein solches Projekt zu starten? Ein grünes Feigenblatt, um hierzulande die AKWs länger betreiben zu können?

Einer der Hauptinitiatoren ist die Versicherung Münchner Rück, die das Projekt aus wirtschaftlichem Eigeninteresse vorantreibt. Schließlich zahlen sie für Klimafolgenschäden und Umweltkatastrophen. Was die Kraftwerksbetreiber angeht, muss man abwarten. Es ist jedenfalls sinnvoll, dass sie sich im Solar- und Windkraftbereich engagieren. Je mehr Alternativen sie zu Atom- und Kohlestrom aufbauen, desto weniger werden sie versuchen, den Energiewandel zu bremsen. Wir haben kein Problem damit, dass ein Teil der Erneuerbaren Energien von großen Energielieferanten erzeugt wird, während ein weiterer Teil weiterhin dezentral entsteht.

Ein Beispiel für das von den Grünen propagierte Zusammenspiel zwischen Ökonomie und Ökologie?

Nicht das erste. Das von Rot-Grün beschlossene Erneuerbare-Energien-Gesetz hat in diesem Sektor 280.000 Menschen in Lohn und Brot gebracht, während es in der Atomkraft nur 35.000 Jobs gibt. 85 Prozent unserer Windkraftanlagen werden exportiert. Das ist ein riesiges Geschäft, dessen Ergebnis wir noch weiter verbessern können, wenn wir stärker auf Erneuerbare Energien setzen.

Einige der Staaten, in denen die Solarkraftwerke stehen sollen, sind politisch instabil. Schaffen wir uns da ein Risiko für unsere Energieversorgung?

Das Öl und und das Gas, das wir heute importieren, kommt zum großen Teil aus sehr unsicheren Gebieten. Wenn wir 15 Prozent unseres Strom aus der Wüste beziehen und zusätzlich weniger Öl verbrauchen, weil unsere Mobilität elektrischer wird, sind wir deutlich weniger abhängig von unsicheren Staaten als wir es momentan sind.

Wie kann man auch die Staaten, aus denen der Solarstrom käme, zu Nutznießern des Projektes machen?

Energie ist die Triebfeder für industriellen Aufbau. Daher ist das Wichtigste, dass sie in die Lage versetzt werden, ihre Bevölkerungen mit Strom zu versorgen, um dort wirtschaftliches Wachstum zu gewährleisten. Zudem ist die Zusammenarbeit auf dem Energiesektor ein wichtiges politisches Zeichen. Das betrifft gerade die arabischen Staaten, mit denen es ja immer wieder auch Konfliktpotenzial gibt. Wirtschaftliche Zusammenarbeit kann der Grundstein für politische Entspannung sein.

Böte es sich an, solche Solarprojekte auch in anderen Teilen der Erde zu beginnen?

Bei Desertec kommen drei günstige Faktoren zusammen: Intensive Sonneneinstrahlung, eine dünn besiedelte Region, Europa ist nicht weit. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass das Konzept bei einem Erfolg auch in anderen Ländern versucht wird. Zumal da solche Projekte kostengünstiger ausfallen werden, wenn die Photovoltaiktechnik viel billiger werden wird. Die Sonne schreibt schließlich keine Rechnungen.

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Zehn Argumente für Solarstrom

Wir erklären, warum Solarstrom ein wichtiger Baustein für die Energiewende ist.

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Grünes Europa: Claudia Roth trifft Eva Joly

Die deutsche Parteivorsitzende Claudia Roth empfing heute die französische Europaabgeordnete Eva Joly, die als mögliche Kandidatin für die französische Präsidenten-Wahl im Jahr 2012 gilt.

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Optimistisch kämpfen

Kopenhagen gescheitert, Weltklimarat in der Kritik, keine neuen Mittel für den Klimaschutz. Klimaexperte Hermann Ott will sich von diesen Widerständen nicht aufhalten lassen. Ein Interview.

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Technisch und ökologisch machbar

Wind, Wasser, Sonne und Biomasse können bis spätestens 2050 den gesamten Energiebedarf Deutschlands und Europas decken.

Dafür: Erneuerbare Energien

Kommentare

Engelbert Strauß
21-11-12 10:39
Sehr geehrter Herr Fürstenberg!
Hervorragend. Ich bestelle 500t Ihres Düngers. Auf so ein Produkt haben meine Bauern gewartet!
Bite melden Sie sich um alles weitere besprechen zu können.

Mit besten Grüßen,
Engelbert Strauß e.K
Tom Schülke
07-01-11 16:56
Desertec,

Endlich ein Schritt in die richtige Richtung.

Was aber bisher noch nicht in aller munde ist, und was schon sehr bald die Klimadebatte (die dringend ist ) noch deutlich in den schatten stellen wird, ist das thema "Peak Oil".

noch nie gehört ? Informieren Sie sich. Wir laufen sehr wahrscheinlich in eine akute wirtschaftskriese weil die maximale weltfördermente an Öl kurz bevorsteht.

eine hervorragende Reportage dazu findet man unter :

http://www.youtube.com/watch?v=r8-X4ttxxS0

Klimaprobleme und "Oil Peak" sind sehr eng miteinander verwoben. Und beide sind über identische Lösungsansätze zu entschärfen..

Es sei denn wir warten zu lange

liebe grüße

Tom Schülke
Prof. Armand LOEWE-FÜRSTENBERG
06-04-10 21:02
Hier mein Kommentar zur Eindämmung der Weltklimapprobleme:

Es gibt ein angemeldetes Deutsches Patent und Weltpatent: GREEN - GLOBE. Patentanwalt: Dr. Hoffmeister in Münster.
Es wurde ein Verfahren entwickelt und zum Patent angemeldet, welches endlich den Müllpyromanen die Giftgase aus den Segeln nimmt.
Hausmüll (die organischen Stoffe daraus) und Klärschlamm, sowohl aus Siedlungskäranlagen und Zelluloseschlamm aus der Papier- und Kartonindustrie werden in einem Spezialverfahren zu Düngemitteln verarbeitet.
Das alles ohne Umweltbelastungen, weder im Wasser, in dii Lauft noch im Boden.
Das Wichtigste bei diesem System: innerhalb von maximal 180 Minuten ist der gesamte Vorgang abgeschlossen.
Mittels spezieller Mineralien (CaO) und weterer Ingredienzien überwiegend in von Mineralien wird eine exothermische Reaktion erreicht welche sämtliche Zuschlagstoffe keim - viren und pathogenfrei macht. Ein Langzeitdüngemittel von besonderer Qualität. Die herkömmlichen Düngemittel (organische) lessivieren bei den ersten Regengüssen in das Grundwasser und bereits 40% der eigentlichen Düngekraft gehen verloren, ein Großteil davon als Methangas (Jauch und mist) 34 mal gefährlicher als CO2 tragen zu der Klimaerwärmung bei. Düngesalze hingegen, (profan Kunstdünger) verlieren bereits nach dem ersten Regen fast 50% der Düngekraft und gehen in das Grundwasser. Das wohl schlimmste an den Düngesalzen ist die Produktion von lachgas (310 mal schlimmer als CO2.
Das neue GREEN-GLOBE Düngemittel jedoch hat die Eigenschaft, dass keine Düngesalze eingebunden sind, sondern Mineralien und sehr hohe Faseranteile welche die Mineralien mit den hohen Pflanzenhilfsstoffen an sich bindet und auch bei sehr hoher Feuchtigkeit nur langsam an die Pflanzen abgibt. Also ein langzeitdünger.
Müllverbrennungsanlagen verbrennen wertvolle Rohstoffe, die weltweit auf edm immer knapper werdenden Rohstoffmarkt fehlen. Bei der Verbrennung entstehen giftige karzinogene Gase ( FURAN, DIOXIN, PCB und weitere) Selbst der beste Filter kann diese giftigen Substanzen herausfiltern, bei noch so hoher Temperatur.
Düngemittel auf dem eltmarkt kostet ca. 500,00€ / to, während dieses Produkt 150,00 € / to kostet. +
Liebe Frau Bärbel HÖHN, nur zu gerne käme ich zu Ihnen, um dieses Programm richtig vorzustellen.
Meine genaue Adresse: Burgstr. 3, 59387 Ascheberg, Tel. 02593 98822, Fax: 02593 / 98833, Handy: 0172 2819551.
Wir müssen gemeinsam etwas für die Umwelt tun.

Gerne höre ich von Ihnen
Armand Loewe-Fürstenberg
Defribrilator
17-08-09 22:43
Ich finde die Idee von Desertec auch gut, wenn alles in Einklang mit der örtlichen Bevölkerung vonstatten geht. Die Beteiligung von RWE und E.On gibt Anlass zur Spekulation, ob sich diese Unternehmen positive Argumente für Ihr Ansehen einholen oder ein vorzeitiges Ausstechen von potentiell starker Konkurrenz bewirken wollen. Eine zu große Einflussnahme beider Unternehmen sollte unterbunden werden, damit das Desertec-Projekt nicht als Druckmittel zum Durchsetzen fragwürdiger Firmeninteressen genutzt werden kann- nach dem Motto: wir kommen euch hier entgegen/wir unterstützen Solarenergie, dafür möchten wir aber....
Maximilian Bader
10-08-09 16:16
Wer das mit dem Aluminiumoxid glaubt hat doch (vorsichtig ausgedrückt) nicht mehr alle Tassen im Schrank
S.Buschmann
09-08-09 14:20
Hier ein Auszug der Grünen, zum Thema Chemtrails, über Deutschland: (Qelle: http://www.gruene-glashuetten.de/index.php?dom=1?=22&p=74)

[Quote]Die Zerstörung des Himmels durch " Chemtrails "

"Es klingt wie eine unglaubliche Horror- Phantasie, und doch haben neueste Enthüllungen bestätigt: Im Rahmen eines US-Projektes sprühen Flugzeuge eine gefährliche Aluminium-Mischung in den Himmel, auch in Europa. Die chemischen Schwaden sollen die Erdatmosphäre abkühlen und die Ozonschicht sanieren. Der Nebeneffekt: Unabsehbare Schäden für Gesundheit und Umwelt!"
Der Hintergrund
Die offizielle Klimaforschung geht davon aus, dass, vereinfacht gesagt, aufgrund des massiven Verbrauchs fossiler Brennstoffe in den letzten 150 Jahren das Entweichen der von der Erde abgegebenen Hitzestrahlung in den Weltraum stark behindert wird. Der erschwerte Wärmeaustausch führt zu einem weltweiten Anstieg der Temperaturen, welches mittlerweile alarmierende Ausmaße angenommen hat. Die Erhitzung soll letztendlich das Klima auf der gesamten Erde zum Kippen bringen. Zunächst sollen die Pole schmelzen, weltweite Dürren auftreten, immer mehr Arten aussterben und schließlich, in 20 bis 50 Jahren auch der Mensch nicht mehr leben können. Um gegen diese Entwicklung anzugehen empfehlen zwei japanische Wissenschaftler Metalloxide (verwendet werden Aluminiumoxide und Barium-Salze) in der Stratosphäre freizusetzen, die Hitze in Infrarotwellen umwandeln und in den Weltraum ableiten. Somit entsteht der gewünschte Kühlungseffekt.

Die Chemikalien werden offensichtlich aus den Tragflächen oder dem Heckleitwerk unauffällig in die Kondensstreifen der Flugzeuge eingesprüht. Ersten Versuche beliefen sich auf Beimischung der Chemikalien zum Flugzeugtreibstoff. Aufgrund technischer Probleme führen heute sogar Passagiermaschinen Tanks mit, um auf den Linienflügen die Gifte in der Luft zu versprühen.
Vordergründig soll auf diese Weise mit relativ geringen Kosten -
einige Milliarden Euro pro Jahr - die zunehmende Klimaerwärmung
(Treibhauseffekt) wieder rückgängig gemacht werden.
Gesundheitliche Folgen der Chemtrails
In den USA, wo die Chemtrails ein offenes Geheimnis sind, wurden in besprühten Gebieten anhand von statistischen Untersuchungen vermehrt folgende Symptome festgestellt:
• Spontanes Nasenbluten bei intensivem Ausgesetztsein, Atemnot, Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen sowie chronische Müdigkeit.
• Es kam vermehrt zu Grippe-Epidemien, Asthma, Bindehautentzündungen sowie sogar zu Kurzzeitgedächnis-Verlust.
Wer hat den Nutzen?
Berechnungen sagenqn aus, dass auf diese Weise die Erderwärmung um bis zu 85% einzudämmen
wäre. Das würde erlauben, den Ausstoß fossiler Brennstoffen in den nächsten 50 Jahren noch zu
verdoppeln! Somit würden vor allem öl-, Pharmazeutik und Militärindustrie von diesem Vorhaben
finanziell kräftig profitieren! Das Abkommen von Kyoto, bis zum Jähre 2020 den C02-Ausstoß
drastisch zu vermindern, brauchte nicht zu verifiziert werden, da die industrielle C02-Emmission
kein Problem mehr darstellen wollen (ist der Weg des George W. Bush?). Die US-Air-Force
schreibt in einem Bericht über die Bemühungen, das weltweite Wetter bis spätestens 2025 mit
militärisch – technologischen Mitteln unter Kontrolle zu bringen, um es dann beliebig zu manipulieren
Berichte über merkwürdige aber passende Wetterbedingungen im Kosovo 1999 sowie über
Südkorea lassen sogar auf einen erfolgten Militärischen Einsatz der „Wetterwaffe" schließen.


Aber um welchen Preis?

Da die Atmosphäre durch die Sprühaktionen bewusst in großer Höhe massiv vernebelt wird, gelangt das lebensnotwendige Sonnenlicht beträchtlich abgeschwächt, diffus und aufgrund der nur 10 Micron kleinen Aluminiumpartikelchen wohl auch in den Frequenzen verzerrt auf die Erde, in das Wasser und in die Atemluft. Dieser Lichtentzug bewirkt auch eine deutliche Abkühlung, zugleich aber auch eine starke Luftaustrocknung.
• Zu Beginn einer Sprühserie tritt nicht selten eine Abkühlung von bis zu 7 Grad ein.
• die Luftfeuchtigkeit nimmt deutlich und rasch ab: Das Hygrometer kann auf extrem niedrige Werte von nur noch 5-20% sinken. Aus noch so dichten und grauen Chemtrails-Wolken regnet es nie! Die einsetzende Kälte und Trockenheit hält sich auch noch nach Tagen.
• Oft kehrt das Wetter erst nach einer Woche wieder zu jahreszeittypischen, „normalen" Werten zurück - und wird meist sofort wieder durch neue Chemtrailsflüge manipuliert.
• Weniger Niederschläge trocknen den Boden aus, reduzierte Fruchtbarkeit der Böden, verstärkte Wüstenbildung, Artensterben sind die Folge. Gletscher, Flüsse, Bäche und Grundwasser nehmen drastisch an Wassergehalt ab, daraus resultiert Trinkwassermangel, hohe Bewässerungs/Abwasserkosten.
• Ernteausfälle bringen Hungersnöte, Armut, Leid, Not, Krankheiten, Seuchen.
• Aufgrund des erzeugten Lichtmangels wachsen die Früchte langsamer und reifen später oder gar nicht aus. Pflanzen, Tiere und Menschen erhalten weniger des lebens- und gesundheitsnotwendigen Sonnenlichtes, werden leichter krank, altern rascher, sind immungeschwächt und dadurch weniger widerstandsfähig.
Damit ergibt sich eine ganz neue Möglichkeit der Beherrschung der
Naturphänomene: Staaten kann künstlich die Wasser- also Regenzufuhr gekappt,
damit Existenzgefährdung und -abhängigkeit herbeigeführt werden!
Somit könnten Entwicklungsländer in eine noch größere Abhängigkeit gegenüber
der Industriestaaten gelangen - nämlich der Abhängigkeit, ob es regnet oder
nicht!





Erderwärmung vor Gericht !


Klimawandel in den USA ?

Nun hört also das US-Verfassungsgericht wieder einmal den Fall Bush versus Göre, wie damals während der umstrittenen Präsidentenwahl 2000. Diesmal allerdings in der neuen Variante Bush versus Göres Film über den drohenden Klimakollaps. Amerikas oberste Richter entscheiden jetzt, ob der Präsident und seine Umweltschutzbehörde das Gesetz brechen, wenn sie sich weigern, den Kohlendioxidausstoß der USA zu drosseln. Erderwärmung vor Gericht.
Zwei Jahre lang schauten sich diverse Regionalpolitiker die klimapolitische Sabotage der frisch installierten Bundesregierung an. Im Jahre 2003 klagten sie: zwölf Bundesstaaten und drei Großstädte, unterstützt von einem Skigebiet, einem Energie-Unternehmen und einem Überseeterritorium namens Amerikanisch-Samoa, das seinen Strand vom steigenden Wasserspiegel ebenso bedroht sieht wie Klagefiihrer Massachusetts. Die Kläger stützen sich auf einen Passus im Luftreinhaltegesetz, wonach der Bund den Ausstoß jeden Schadstoffes einschränken soll, von dem angenommen wird, dass er der öffentlichen Gesundheit oder Wohlfahrt schadet. Alles klar? Mr. President, erlassen Sie eine Verordnung!
Doch auch die Regierung hat gute Juristen und so das Verfahren in der unteren Instanz gewonnen. Denn es sind Fragen offen: Haben Bundesstaaten überhaupt das Recht, die Bundesregierung zu verklagen? Sind sie nachweisbar von der Erderwärmung betroffen? Würde eine Verordnung ihre Lage messbar verbessern? Kann die Regierung tatsächlich etwas erreichen angesichts » sub-stanzieller wissenschaftlicher Unsicherheit «? Ist Kohlendioxid überhaupt ein Schadstoff, wie ihn das Gesetz meint?
Bei der mündlichen Verhandlung vergangene Woche kam es zum Showdown. Auf die Frage von Richter Antonin Scalia, wann denn die erwartete Sintflut einträte, antwortet der Vertreter von Massachusetts, Erderwärmung sei kein Ereignis, das »plötzlich im Jahre 2110« über uns komme, sondern eine fortdauernde Schädigung. Würden »diese Gase« erst emittiert, dann übernähmen »die Gesetze der Physik«. Man zünde »eine Bombe«. Aber amerikanische Autos seien doch nur für 7 Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen verantwortlich, hält Scalia dagegen. Nein, nur für 6 Prozent, korrigiert der Klagevertreter. Da werde es wohl Jahre dauern, setzt Scalia nach, den Ausstoß auch nur auf 5,5 Prozent zu senken. Und nicht mal das nutze etwas, sofern China nichts gegen Treibhausgase tue, wendet der Oberste Richter John Roberts ein. Kann Amerika also nichts machen? Hier springt Richter Stephen Breyer ein: »Würde man genauso wider die Kinderpornografle argumentieren, nur weil sich jeder ausländische Pornografie vom Computer herunterladen kann?«
Vor Gericht sind die Fronten klar. Die konservativen Richter wollen der Regierung Handlungsfreiheit erhalten, die linksliberalen möchten sie zum Handeln verpflichten. Der Ausgang ist ungewiss. Doch allein der Prozess hat Symbolkraft. Auf Amerikas ehrwürdigster Bühne wird plötzlich ein Thema verhandelt, vor dem sich der Präsident jahrelang weggeduckt hat. Jetzt kommt Widerstand aus allen Richtungen, aus der Wissenschaft, der eigenen Partei, den Bundesstaaten und aus dem Kongress. Alle chancenreichen Kandidaten für die nächste Präsidentschaftswahl, auch die konservativen, wollen ran an die Treibhausgase. Kein Zweifel: Amerika steht vor einer klimapolitischen Wende.[/Quote]


Wie bitte will man unter diesen Umständen die Sonne nutzen?
der lustige Piet
01-08-09 20:40
Und ja, dieses Solardings ist eine gute Idee, auch wenn sie von bösen Menschen propagiert wird. Es sollte nur etwas schneller vonstatten gehen, denn der Klimawandel wartet nicht.
Der lustige Piet
01-08-09 20:37
Es geht dabei zwar nicht um EnergieERZEUGUNG, sondern um Energie NUTZUNG bzw. -Speicherung, aber
Ic hfinde, die Grünen sollten sich mal mit dem Projekt "better place" in Israel befassen.Da geht es darum, ein Netz von "Tankstellen" für Elektroautos zu schaffen. Der Clou ist: Man muss sein Auto nicht stundenlang an irgendwelche Steckdosen anschließen, sondern die leeren Batterien werden per Roboterarm flugs gegen volle ausgetauscht.
Klingt simpel, ist es auch.
Nur: Umweltschützer pushen seit Jahrzehnten den Wasserstoffantrieb, obwohl es sich dabei im Prinzip auch nur um eine Form der Energiespeicherung handelt, nicht jedoch um eine Form der Energieerzeugung. Dieses Verfahren ist jedoch technisch anspruchsvoller als das der simplen Batterie, die man sofort serienmäßig einsetzen könnte.
Warum macht das kaum jemand? Weil die Verbraucher solche Autos nicht kaufen. Warum kaufen die Verbraucher solche Autos nicht?
Vermutlich deswegen, weil es Stunden dauert, bis der Akku wieder aufgeladen ist.
Wenn es aber, wie bei "better place", möglich wäre, innerhalb von Minuten wieder eine volle Batterie zu haben, und wenn es dafür genügend Tankstellen gäbe, würden so manche Otto-Normal-Fahrer vielleicht doch auf Elektroautos umsteigen. Es muss halt nur bequem und billig sein.
Und billiger ist ein Elektromotor auf jeden Fall, weil nicht, wie beim Verbrennungsmotor, ca 80% der Energie als Wärme vergeudet werden. Elektrische Energie kann sich aus jeder beliebigen Quelle speisen, d.h., auch wenn man jetzt noch nicht genügend regenerative Energiequellen zur Verfügung hat, wäre der Umstieg für Autofahrer völig reibungslos, wenn sie einmal ein elektroauto haben.
Deshalb, liebe Grüne: Redet mit "better place", am besten medienwirksam auch noch mit der israelischen Regierung, und seht zu, dass die auch in Deutschland aktiv werden.
Maximilian Bader
31-07-09 12:17
Es kann nicht sein das bei Gaddafi und Co die Energieversorgung von Europa steht. Die werden das nämlich als politisches Druckmittel benutzen, wie die Saudis das Öl und Russland das Gas. Solange wir in Deutschland die Kohle haben, sollten wir sie auch nutzen. Das kann man alleine daran festmachen, dass Australien dank dem Kohleexport ein (Minimal)wachstum von 0,4% in Zeiten der Wirtschaftskrise hinlegt. Die KKWs in Deutschland sind sicher. Die Technologie ist vielleicht älter, mit wenig Computern und viel analoger Technik. Die Technologie hat sich aber bewährt. Wenn ein Störfall vorliegt heißt das nur, dass es ein nicht normaler Vorgang im KKW ist.

Liebe Grüne!
Nichts verteufeln ohne zu verstehen wie es eigentlich funktioniert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Bewertungsskala_f%C3%BCr_nukleare_Ereignisse
C. Beck
27-07-09 10:11
Ich kann nicht glauben, daß die Grünen den kapitalistischen
Ansatz der Monopolisten nicht wahrnehmen und dennoch mitjubeln.So ist es aber leider. Für mich ein Meilenstein zur Unwählbarkeit.
Kommentar

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