Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung

Unser Leitbild ist die kompakte europäische Stadt mit einer Vielfalt von Wohnen, Arbeiten, Kultur und Erholung in gemischter Nutzung und Bebauung. Wir wollen familienfreundliches und altengerechtes Wohnen stärken und insbesondere sozial benachteiligte Stadtquartiere aufwerten.

Grünes Haus, Foto: Henning Bulka/Flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

Rund ein Drittel der Energie wird in Deutschland in Gebäuden verbraucht. Wir wollen eine Energiesparoffensive starten, um die Energiekosten und damit die "zweite Miete" zu senken. In Altbauten kann der Wärmeverbrauch durch Dämmung und effiziente Heiztechnik leicht halbiert werden. Energieeffiziente und gesunde Wohngebäude sollen auf dem Wohnungsmarkt zum Normalfall werden. Wir wollen einen Anspruch auf energetische Sanierung und einen fairen Ausgleich zwischen Mietern und Vermietern. So schaffen wir mittelfristig stabilere Energiepreise und leisten einen wichtigen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit. Außerdem hat aktive Wärmedämmung in Deutschland schon tausende Arbeitsplätze entstehen lassen und birgt große Jobpotenziale für die Zukunft.

Die Belastungen für Mieterinnen und Mieter aus Energiesparmaßnahmen wollen wir streng begrenzen und ihnen ein Mietminderungsrecht einräumen, wenn Vermieterinnen und Vermieter ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur energetischen Sanierung nicht nachkommen. Für Vermieter wollen wir ein umfassendes Finanzprogramm für die energetische Gebäudesanierung, das auch direkte Zuschüsse bietet. Mit einem Energiesparfonds, der jährlich mit mindestens zwei Milliarden Euro ausgestattet wird, wollen wir besonders finanziell Schwächeren helfen, Strom und Wärme einzusparen und so die Energiekosten zu senken.

Die soziale Spaltung von Städten ist eine politische Herausforderung. Durch Gentrifizierung müssen Alteingesessene teilweise in günstigere Wohnlagen in anderen Stadtquartieren ausweichen. Wir wollen soziale Vielfalt und eine gerechte Stadtentwicklungspolitik: in der Wohn- und Mietenpolitik, in der städtebaulichen Planung und im Bereich der individuellen Mobilität. Urbane Dichte, mehr Grün für mehr Lebensqualität, energetische Modernisierung und moderner Denkmalschutz wollen wir in Einklang bringen und dabei die Bürgerinnern und Bürger beteiligen.

Immer mehr Kinder halten sich zu viel innerhalb der eigenen vier Wände auf, weil Bewegungs- und Spielräume im Freien fehlen und Fernsehen und Computer eine immer wichtigere Rolle spielen. Entsprechend müssen Parks und bebaute Flächen in den Städten gestaltet werden.


Hintergrundinformationen als PDF:

Wohnraum in Deutschland zukunftsfähig machen –
Für ein sozial gerechtes und klimafreundliches Mietrecht - Parteitagsbeschluss 2010

Für ein sozial gerechtes Wohnungs-Mietrecht – Die
Bevölkerungsvielfalt in den Wohnquartieren erhalten - Parteitagsbeschluss 2009

Klicke auf die Buttons, um das jeweilige Netzwerk zu aktivieren. Beachte, dass dadurch persönliche Daten an Facebook, Twitter oder Google übertragen werden.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/zukunft-ist-erneuerbar-225.jpg

Zukunft ist erneuerbar

Mit neuer Energie gegen Atom und Kohle

Beschlüsse der Bundesdelegiertenkonferenz

Hier findet ihr alle Beschlüsse der Bundesdelegiertenkonferenzen seit 2008 als PDF-Datei.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/KresseSteckdose_jarts_photocase_c_225x130_01.jpg

Energie

Wir Grüne sind die Vorreiter für Klimaschutz und nachhaltige Energiepolitik.

http://www.gruene.de/uploads/tx_rsmttnewsext/UNVerknoteterColt_MichaelJessen_flickr_CC_BY-NC_20_225x130.jpg

Außen-, Friedens-, und Sicherheitspolitik

Unsere Position zur Außen-, Friedens-, und Sicherheitspolitik.

Außenpolitik

Wir vertreten ein Konzept der erweiterten Außen- und Sicherheitspolitik, das Schwerpunkte setzt auf zivile Konfliktprävention und -bearbeitung.

Kommentare

Gerd P. Werner
10-12-12 14:41
Wohnen als Grundrecht

Mitte der achtziger Jahre war ich Wohnungspolitiker in der ersten Fraktion der GRÜNEN im Bundestag. Als ich dort einmal das Thema „Wohnen als Grundrecht“ ansprach, da war der Zeitpunkt wohl mindestens ein viertel Jahrhundert zu früh gewählt…

In einer wohnungspolitischen Debatte zur Neuen Heimat im Bundestag am
14.3.1986 habe ich ganz vorsichtig formuliert: "Wohnen ist ein Grundbedürfnis,
das aus unserer Sicht eher als Grundrecht gesehen und auch als Grundrecht
organisiert werden muss und das daher nicht so wie andere Konsumbedürfnisse
einfach dem so genannten Markt überlassen werden kann." Ich erntete für diesen
Gedanken Ablehnung bei anderen Mitgliedern meines Bundestags-Ausschusses
für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, und auch meine lieben Grünen
interessierte dies Thema nicht. (Nachlesbar auf Bundestagsseiten im Internet:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/10/10205.pdf Seite 15745 unten rechts)

Verlautbarungen der Beteiligten an einer möglichen nächsten rot-grünen Bundesregierung lassen hoffen, dass Wohnen als Grundrecht in den Blickpunkt des Interesses kommen könnte, kommen muss!

Wie kommen wir vom jetzigen Zustand des „freien“ Immobilienmarktes zur Organisation von Wohnen als Grundrecht? In einer Facebook-Notiz aus Januar 2011 über die Ursachen der Krise der internationalen Finanzwirtschaft habe ich dazu erste Vorschläge formuliert: „Sicher ist erhebliche politische Kreativität gefragt, um vom jetzigen Zustand des Handels und des Spekulierens mit Grundstücken zum gewünschten Zustand der Organisation von Grund und Boden als Grundrecht zu kommen. Aber zum einen gab es schon und gibt es noch heute andere Grundeigentumsverhältnisse, siehe Allmende bei Wikipedia, zum anderen kann man sich zur vorsichtigen Umwandlung des Grundeigentums in grundrechtsartige Formen des Umgangs Anleihen vorstellen an den rechtlichen Regeln des künstlerischen Urheberrechts, wo nach 6 oder 7 Jahrzehnten die Erben alles Recht an Kunstwerken freigeben müssen für alle.“

In der Hoffnung auf stärkere Offenheit für neue Gedanken bitte ich um Weiterverbreitung dieser kurzen Anregung, bei politisch Interessierten und bei politisch Aktiven.


Gerd P. Werner, Wenningstedt-Braderup auf Sylt, 10. Dezember 2012
Tel.: 04651-6545, Email: g.p.w@t-online.de
"Thomas"
04-09-12 19:34
Lieber Thorsten,

die Bild Zeitung lese ich nur äußerst selten und wenn dann nur um herauszufinden, was man der Bevölkerung für einen Unsinn auftischen will. Zum gleichen Zweck lese ich übrigens die Internet-Seite der Grünen :-)

Bisher habe ich sachlich argumentiert. Ich weiß nicht warum Sie unter die Gürtellinie gehen, nur weil wir verschiedene Meinungen haben.

Ich wünsche Ihnen viel Glück mit ihren "Investments". Hoffentlich hat sich Ihre Bank nicht Ihr Haus als Sicherheit für den Solarkredit eintragen lassen. Wäre wirklich schade drum...
Thorsten
19-08-12 20:21
Lieber Thomas,

denkst du dir diese unsinnigen Behauptungen selber aus oder stand das in der Bild?
Natürlich gibt es un durchdachte Häusersanierungen und auch da Fusch. Aber das derart zu pauschalisieren ist doch unglaubwürdig.
Dann bezahlt also ein Sanierer später mehr für die Heizung? Wer soll dir das abnehmen? Wo ist das so? Namen und Adressen bitte? Das habe ich noch nie gehört.
Brandbeschleuniger sind laut Bauverordnungen in unserem Land schwer im Baugewerbe zu vermitteln.

Es ist bei allen grünen Themen so das es immer diese Nörgler gibt die sich spektakuläre Gegenthesen ausdenken. Nachvollziehbar waren die alle noch nicht.
Ich ordne das mal zu den "Atomkraft ist super" Kommentaren ein.

Im übrigen rechnet sich anderer Strom auch nur dadurch, das die Kosten durch unsere Steuern abgemildert werden. Wer zahlt den die Kohlesubventionierung, die Atom Endlager und Transporte? Ich habe da ein sehr gutes Gewissen!
Stimme aber zu, das diese Förderung mittlerweile überzogen ist. Um die Solarbranche aufzubauen war es der richtige Schritt und da ich dort investiert habe,(meine Zellen kommen nicht aus Übersee!) und Jobs sozusagen mitgesichert habe bin ich da auch recht stolz drauf. Haussanierung ist stand der Technik besser geeignet Strom zu Sparen. Aber die Mischung wird es machen.
Dieter
16-07-12 17:00
An Silke:

Unter dem Thema "Wohnen" vermisse ich eine Position gegen steigende Mietpreise und Miethaie."

Wie will man denn steigende Mietpreise verhindern, wenn die "Miethaie" zu Investitionen gezwungen werden? Wenn die Zwangsinvestitionen nicht auf die Mieten umgelegt werden, dann ist der "Miethai" irgenswann pleite oder niemand ist mehr bereit "Miethai" zu werden (lohnt sich nicht). Andernfalls steigt Deine Miete. Mit der Energie haben wir das ja schon durch. Aber wähle ruhig weiter Grün.
"Thomas"
03-07-12 16:37
Lieber Thorsten,

Ihre Fotovoltaikanlage rechnet sich nur, weil andere dafür einen höheren Strompreis zahlen. Wenn Sie dabei ein besseres Gewissen haben ist das Ihre Angelegenheit.

In diesem Artikel ist von energetischer Sanierung die Rede und nicht von Energieerzeugung. Konkret also von Wärmedämmung. Praktische Versuche mit baugleichen Häusern haben aber ergeben, dass gedämmte Häuser mehr Energie verbrauchen als ungedämmte.
(die Sonne wird ausgesperrt, die Taupunkte verschieben sich, die Dämmung saugt Wasser auf)
Somit ist die Angelegenheit unwirtschaftlich und unökologisch.
Erwähnen möchte ich noch, dass die Dämmung meist aus Erdöl hergestellt wird, ein Brandbeschleuniger ist und den Boden mit ausgespülten Fungiziden belastet.
Thorsten
30-06-12 21:09
Lieber Thomas,
derart dumme und nicht nachvollziehbare Vorrechnungen sind wir nun schon gewöhnt.

Lügen wie, Fotovoltaik liefert im Winter und beim kleinsten Wölkchen gar keinen Strom, Atomkraftwerke sind 100% sicher, Fraking ist durch Gottgleiche Ingenieurleistung und deshalb unzerbrechliche Betonmäntel sicher. Wenn möchten sie eigentlich verarschen? So wie meine Photovoltaikanlage, selbst mit der reinen Winterleistung, sich schon selber refinanziert und ich die Sommerspitze als Reingewinn habe, so wird jede erprobte Sanierungsmaßnahme für jeden der Rechnen kann zu einer Ersparnis führen.

So rechne ich es ihnen noch einmal vor da sie es nicht können wollen.

Kaltmiete+Heizkosten+Ökoabgaben+Inflation+Investition
-Ersparnisse durch Sanierung
-Ersparnisse durch Wechsel aus dem Sandart Gas- und Stromanbieter Tarifen.
-andere Steuererhöhungen durch Ökoabgabe auf umweltschädliche Emissionen
= Bei mir etwa 10% weniger laufende Kosten
+deutlich weniger umweltschädliche Emissionen
+hervorragende Altersvorsorge
+gutes Gewissen

Vielen Dank an die Grünen, das im Land der Dichter und Denker doch noch Welche rechnen können.
Silke
08-06-12 22:11
Unter dem Thema "Wohnen" vermisse ich eine Position gegen steigende Mietpreise und Miethaie.
Thomas Wollrab
12-05-12 23:16
Sind Sie der Ansicht,

dass jeder Hausbesitzer das Recht haben muss

sein Haus bestmöglich zu sanieren,

um seine Heizkosten bzw. die gesamten Energieaufwendungen

zu minimieren oder sogar zum Energielieferant zu werden.

Ich sehe da noch keinen Vorrang in der Landesbauordnung.
12-03-12 16:18
Warum überlassen die Grünen dies nicht der Eigenverantwortung der Vermieter und Mieter. Sind diese etwa zu dumm ihre Angelegengheiten zu regeln?.

Zunächst müssen die Investitionskosten für Sanierungsmaßnahmen zu den bisherigen Kosten hinzugerechnet werden. Es wird also erst mal teurer. Ob mit den angestrebten Maßnahmen etwas gespart wird? Die Erfahrung und die physikalischen Gesetze zeigen: NEIN

Durch Inflation und Öko Abgaben steigen die Kosten der Haushalte eher noch ob nun irgendwas eingespart wird oder nicht. Die Milchmädchenrechnung der Grünen sieht dann so aus:

Kaltmiete und bisherige Heizkosten
+ zusätzliche Investitionen
+ Inflation und Ökoabgaben
- nicht vorhandene Einsparung
= geringere monatliche Kosten
Kommentar

Wir freuen uns auf Meinungen zu diesem Artikel. Bitte beachtet unsere Nutzungsbedingungen.
Die Kommentarfunktion dient nicht dazu, direkt mit uns Kontakt aufzunehmen oder Fragen zu stellen. Dafür haben wir ein Kontaktformular.



CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.