Abschalten ist möglich

Jürgen Trittin fordert, alte AKW sofort abzuschalten. Denn die Lichter gehen davon nicht aus.

Was war letzte Woche in den deutschen Atomkraftwerken los?

Jürgen Trittin: "Letzte Woche standen von den siebzehn deutschen Atomkraftwerken bis zu sieben parallel still, 9000 Megawatt Leistung waren nicht am Netz und man hat in Deutschland gar nichts gemerkt. Keine Glühbirne flackerte, der Strompreis veränderte sich nicht und wir haben sogar noch weiterhin Strom exportiert."

Können wir also sofort abschalten?

Jürgen Trittin: "Wir exportieren mehr Strom als wir importieren. Wir könnten heute die sieben ältesten Atomkraftwerke abschalten, ohne dass sich an unserer Versorgungssicherheit etwas ändern würde. Die Atomkraftwerke sind heute schon komplett ersetzt durch neue Kapazitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien."

Und sonst noch?

Jürgen Trittin: "Ich finde es lustig, dass Frau Schavan auf den Mond möchte. Man kann sie auf den Mond schießen, denn sie war nicht in der Lage, die Probleme in der Asse zu lösen und musste diese Aufgabe abgeben. Wenn sie heute von Mondfahrerei spricht, scheint da doch wohl eher die Frau im Mond Pate gestanden zu haben."

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Elektroautos sind das Mondprogramm von heute

Grün auf Sendung (3): Mit einer Batterieladung von Flensburg nach München - das wünscht sich Renate Künast vor ihrer Fahrt nach Leipzig

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Auf zum Endspurt!

Grün auf Sendung (26): Die letzten 72 Stunden beginnen. Jürgen Trittin erklärt, warum wir jetzt kämpfen müssen

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"Der Kampf geht weiter"

Grün auf Sendung (15): Renate Künast ist glücklich über die Anti-Atom-Demo - ein starkes Zeichen für einen schnellen Atomausstieg

Auf geht's!

Wann und wo die GRÜNEN Spitzen bei Dir sind? Alle Touren im Europawahlkampf im Überblick

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Zukunft für Afghanistan

Unser Spitzenkandidat Jürgen Trittin spricht vor der DGAP über Deutschlands Rolle in der Welt

Kommentare

Alex
13-01-11 20:20
Ähhhm, das ist mit das Schwachsinnigste, was ich jemals gehört habe. Gute Bekannte von uns haben ein sehr großes Haus und eine Nachtspeicher-Zentralheizung. Immer gegen Abend im Winter geht sie aus, da nicht genügend Strom vorhanden ist. Und wie soll das erst werden, wenn die Kernkraftwerke, die ja für die Grundlast zuständig sind, abgeschaltet werden? Sollen sich alle Menschen mit Nachtspeicherheizung eine neue Heizung deswegen kaufen? Am besten eine mit Öl oder Gas, das ist ja so gut fürs Klima und die Rohstoffe. Unsere Bekannte besorgen sich jetzt eine Gasheizung, da das einfach unzumutbar ist. Stromexporte sind sehr wichtig. Beispiel: Frankreich. Die machen es richtig. Bei denen wird der Strom zu 65% aus Kernkraft hergestellt, den sie dann uns Deutschen verkaufen können. Und nun zur Sicherheit. Die Französischen Kraftwerke sind noch nicht mal so sicher wie die deutschen, und Frankreich wird nicht aus der Kernenergie aussteigen. Ob jetzt ein Kraftwerk bei uns oder bei denen an der Grenze in die Luft fliegt ist völlig egal. Es gäb eh die gleichen Schäden. Da vertraue ich lieber den deutschen Kraftwerken mit den hohen Sicherheitsstandarts.
Gutso
19-12-10 23:39
Ich finde das erste was in Deutschland abgeschaltet werden sollte ist www.gruene.de
Clemens
27-05-10 18:05
Ich finde sehr interessant, dass auf der Seite der Grünen so viele Stimmen gegen den Atomausstieg, oder noch eher, gegen den Einstieg in Regenerative Energien gibt. Ich befürworte eine rege Diskussion! Allerdings gibt es für mich auch unumstößliche Fakten:
- Bis heute gibt es keinen sicheren Ort für den ganzen Müll
- Wir machen uns komplett abhängig von großen Konzernen die den Preis diktieren können (-> oder von Gas und Öl liefernden Staaten)
- Die Ressourcen, die heute zur Energiegewinnung benötigt werden, sind nicht nur schädlich und gefährlich, sondern auch endlich!

Von daher kann mir niemand ausreden, dass früher oder später auf Regenerative Energien umgestellt werden muss! Das Problem ist nur: Je länger wir die Brückentechnologien unterstützen, desto schwerer ist es für die RE den Markt zu decken (-> das Ergebnis spielt also den Kritikern in die Karten!).
Die RE sind heute schon viel stärker und leistungsfähiger als das für den heutigen Zeitpunkt je berechnet wurde.

Die Kernenergie, Gas-und Kohlekraftwerke zu unterstützen ist für mich daher reine Geldverschwendung. Das Modellprojekt im Hartz oder der Windpark in der Nordsee zeigen das es anders geht.

Wer immer noch mit lahmen Argumenten wie "nachts scheint keine Sonne oder bei Flaute dreht sich kein Windrad" kommt, zeigt nur, dass er sich noch nichtmal auf die Idee der RE eingelassen hat und vergisst einen Haufen anderer Technologien wie z.B. Gezeitenkraftwerke, Biogaskraftwerke, Geothermik Wasserkraftwerke und Wasserkraftspeicher...

Ich hoffe, das sich alle weiter informieren und sich eine Meinung bilden, die nicht von Bildzeitung, Lobbies und Angst bestimmt ist.

LG
fr.laser
23-03-10 17:54
Jetzt erst lese ich den Beitrag von Heinz Haber.
Ich denke, AKW sollen abgeschaltet werden, weil sie durch radioaktive Strahlung dauerhaft tödlich gefährlich sind, nicht weil sie manchmal keinen Strom erzeugen.
Der Meinung, auch Windräder und Solarzellen sollten abgeschaltet werden, wenn sie stillliegen, kann ich nicht zustimmen. Die EE-Erzeuger stellen keine Gefahr dar und liefern den Strom, der AKW überflüssig macht, erst einige, dann alle.
Trittin weist zum xten Male darauf hin, daß Atomstrom überflüssig ist.
Und die Vorstellung von der Versorgungs-Unsicherheit bei Nacht im Winter bei Windstille kann man noch dramatisieren durch "plus Ausfall aller AKW"!
Dann helfen andere moderne KW aus. Mit immer weniger CO2, aber ohne die Millionen Jahre verseuchende Radioaktivität.
Stefan
05-02-10 22:04
Trittin ist schon über vier Jahre abgeschaltet - hat´s jemand bemerkt?
Heinz Haber
24-09-09 21:33
Ich finde die Feststellung dass Kraftwerke die Temporär abgeschaltet werden vom Netz müssen sehr umweltfeindlich, denn die Solarzellen sind jede Nacht abgeschaltet und die Windräder tagelang, vor allem im Sommer...
Die will der Jürgen aber jetzt nicht gleich alle einmotten, weil die so unzuverlässig sind, oder?
Thomas
15-09-09 11:44
obwohl ich selber aktiver Energiesparer bin und auf umweltgerechtes Verhalten achte, halte ich die grüne Energiepolitik für wenig ausgereift.

Vielleicht habe ich es auch übersehen, aber ich habe hier noch keine echte Antwort darauf gefunden, wie die deutsche Stromversorgung sichergestellt werden soll, wenn
- Atomkraftwerke aus sind
- keine neuen Öl- / Kohlekraftwerke gebaut werden / wurden
- die Ausländer uns nichts liefern (können)
- und dann eine Woche lang Unwetter mit Sturm und Regen herrschen (Windkraft geht bei Sturm nicht, Wasserkraft durch Überflutung ebenfalls nicht und Solar ohne Sonne ...)

Für Grundlast wird einfach (solange noch keine Kernfusion entdeckt wurde) Kohle oder Atom benötigt, wobei ich Atom den Vorzug gebe, da dieses nur eine potentielle Gefahr darstellt (während die Schäden durch CO2 anerkannt sind).
Loddar
08-09-09 16:37
Da allerdings der Strombedarf leider nicht abgeschaltet werden konnte, wurde der zusätzlich benötigte Strom aus dem Ausland, vornehmlich aus Frankreich, importiert! Aber für die Natur rechnet sich das natürlich! Juchuuuu! Endlich ein wahrer Sieg für das Anti-Atomkraft-Lager! Und das ein Atomausstieg möglich ist, wussten wir ja schon seid langem, schließlich kommt doch der Strom aus der Steckdose! Da lacht die Umwelt Bauklötze!
Ich brauche auch kein Öl mehr, denn ich fahre ja mit dem Bus!
Zu Dimitri: dann erklären Sie bitte mal den Wählern, daß mit deutschen Steuergeldern die saubere Energiegewinnung in Burkina Faso gefördert wird!
Diese Diskussion und die grünen Argumente sind m.E. nach an Nutzlosigkeit und plattem Opportunismus kaum zu überbieten und entbehrt jeglichen Realitätsbezug.
dimitri
30-08-09 23:20
Hallo,

ich halte allgemein sehr viel von der umweltfreundlichen -Bewegung, allerdings halte ich es für zu wagemutig, solche Entscheidungen bereits in jetziger Zeit zu treffen.

Die Welt verändert sich ständig und wird immer "kleiner", daher eine Mehrbelastung, die zwangsweise finanziell für jeden deutschen Bürger entstehen wird, ist zu umgehen.

Daher sehe ich es als notwendig einen europäischen Fond für die Energiereform einzurichten, es ist erst dann sinnvoll thermischen, solar, wind - Energie zu subventionieren, wenn ein gleicher Verschmutzungsfaktor Europa und sogar weltweit erreicht wird.

Leider muss man in dem Falle in seine Nachbarländer bsp. Polen Mehrinvestieren und die Kraftanlagen Upzudaten oder sogar die hoch -veralteten Anlagen abschalten und evnt. Kernkraftwecksenergie zu geringen Preisen anbieten um eine Übergangsphase zu erschaffen.

Wir müssen viel globaler denken, "wir" heißt nicht mehr Deutschland, sondern wir heißt Europa oder sogar die Welt, in einem riesigen Netzwerk.

Mit freundlichen Grüßen
Dimitri
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