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Wir brauchen eine grüne Wende in der Verkehrspolitik. Foto: © iStock/TomasSereda

33 Positionen zur Mobilität

Verkehr auf die Schiene, umweltfreundlichere Autos, die Ressourcen schonen – das sind doch alles Oldtimer! Dennoch: Straßen, Städte und Luftraum werden immer voller und voller. Wir haben 33 Fakten zusammengestellt, die eindrücklich verdeutlichen, warum wir eine grüne Wende in der Verkehrspolitik brauchen.

Wie lassen sich Globalisierung, Ökologie und Bewegungsfreiheit verbinden? Mit Verboten oder Innovationen? Wann löst das preiswerte Elektroauto den Verbrennungsmotor ab? Car-Sharing oder Bus? Und wenn wir uns sauberer bewegen – wohin steuert eigentlich der Rest der Welt? Die Vielfalt der Fakten, Positionen und Initiativen verdeutlicht die Komplexität und Widersprüchlichkeit des Themas – und liefert Information und Inspiration zur persönlichen Orientierung und für Diskussionen. Damit es grün vorwärts geht.

  1. Deutsche Autofahrerinnen und Autofahrer verbringen jährlich rund 38 Stunden im Stau. (Inrix)
  2. 79% der CO2-Emissionen im Personenverkehr gehen zurück auf den motorisierten Individualverkehr. Gefolgt von Flugzeugen mit 14%. Der Rest teilt sich 7%. (Statistisches Bundesamt)
  3. 90% aller Autofahrten in deutschen Städten sind kürzer als 6 Kilometer. (B90/Grüne)
  4. 66% fahren mit dem Auto zur Arbeit, 14% nutzen öffentliche Verkehrsmittel, 9% ihr Fahrrad, 9% gehen zu Fuß, 2% fahren Motorrad. (Statistisches Bundesamt)
  5. Mit 38% hat Münster den höchsten Radverkehrsanteil Deutschlands. (VCÖ)
  6. Ab 2025 will Norwegen im Rahmen seines neuen Nationalen Transportplans nur noch Autos ohne Diesel und Benzin zulassen.
  7. 22 Mio. Neuwagen werden jährlich in China produziert – 3,2 Mio. in Deutschland. (Kraftfahrtbundesamt / Statista)
  8. 1,3 Mio. Menschen waren Anfang 2016 in Deutschland bei rund 150 Carsharing-Anbietern registriert.
  9. Klimaschutzziel der EU: 60% weniger CO2-Emissionen im Verkehrssektor im Jahr 2050 als 1990. (Europäische Kommission)
  10. Mit 161 Mio. Tonnen Kohlendioxidausstoß 2014 in Deutschland liegt der Verkehrssektor auf Platz 3. Größter Emittent ist der Energiesektor mit 355 Mio. Tonnen. (Umweltbundesamt)
  11. Bis 2020 müssen mindestens 10% aller Kraftstoffe im EU-Verkehrssektor aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. (EU-Klimapaket 2008)
  12. Das Eis schmilzt – bis 2050 könnten schon 5% der Weltschifffahrt über die Arktis verkehren. (Die Zeit)
  13. Gute Idee: „Second Life Batteries“ gibt alten E-Auto-Batterien eine neue Verwendung: Zum Großspeicher vereint beliefern sie dreißig 4-Personenhaushalte bis zu einer Woche mit gespeichertem Windstrom.
  14. 350 Euro gibt der Durchschnittshaushalt monatlich für Verkehr aus. (Statistisches Bundesamt)
  15. Aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen pendeln rund 53.000 Arbeitskräfte nach Baden-Württemberg und mehr als 61.000 nach Bayern. (DGB Arbeitsmarkt aktuell)
  16. Mehr als die Hälfte der 776.000 Beschäftigten in München pendelt zum Arbeitsplatz – 20.000 sogar aus anderen deutschen Großstädten: 4.700 aus Berlin, 2.500 aus Hamburg, je rund 1.350 aus Köln, Stuttgart und Frankfurt. (DGB Arbeitsmarkt aktuell)
  17. Jedes Carsharing-Auto trägt zur Abschaffung von acht bis 20 privaten Pkw bei. Und räumt damit einen Straßenabschnitt von bis zu hundert Metern frei. (Bundesverband Carsharing)
  18. Die Anzahl der Menschen, die im Straßenverkehr ums Leben kommen, hat sich innerhalb der letzten 15 Jahre halbiert. 2015 gab es noch 3.459 Verkehrstote in Deutschland. (Statistisches Bundesamt)
  19. Autofahrerinnen und Autofahrer verbringen im Laufe ihres Lebens etwa zwei Wochen mit Warten an roten Ampeln.
  20. 45,1 Mio. Autos sind in Deutschland gemeldet. (Kraftfahrtbundesamt)
  21. Jährlich gibt es etwa 3,21 Mio. Pkw-Neuzulassungen, davon sind 34,2% Privatautos, 48%  Dieselantrieb und nur 1,7% Alternative Antriebe. (Kraftfahrtbundesamt)
  22. Der Elektro-Rennwagen „Grimsel“ beschleunigt in 1,513 Sekunden von 0 auf 100. (ETH Zürich)
  23. Schon 2030 könnten weltweit mehr als 70% aller Fahrzeuge über eine elektrische Antriebskomponente verfügen. (Fraunhofer Institut)
  24. Von 4,4 Mrd. Tonnen Güterverkehr in Deutschland finden 72% auf der Straße statt. 65% der deutschen Lkw-Fahrten finden im Umkreis von bis zu 50 Kilometern statt. Weiter als 100 Kilometer kommen nur rund ein Fünftel. 38% der deutschen Lkw fuhren 2011 unbeladen. Auf jede Einwohnerin und jeden Einwohner kommen im Jahr durchschnittlich 54 Tonnen – das entspricht rund zweieinhalb voll beladenen Lkw. (Statistisches Bundesamt)
  25. Das deutsche Schienennetz würde mit 37.700 Kilometern nicht einmal ganz um die Erde herum reichen. Mit den 230.000 Kilometern aller überörtlichen Straßen hingegen käme man fast 6-mal rund um den Äquator. (Statistisches Bundesamt)
  26. 535.000 Elektrofahrräder wurden 2015 in Deutschland verkauft – 11% mehr als im Vorjahr. (Zweirad-Industrie-Verband)
  27. Das investieren Staaten jährlich pro Bürgerin und Bürger in die Schieneninfrastruktur: Schweiz 383 Euro, Österreich 192 Euro, Schweden 177 Euro, Deutschland 52 Euro, Spanien 36 Euro. (Allianz pro Schiene)
  28. 25% aller Neuwagen weltweit waren 2015 mit dem Internet verbunden. In den nächsten Jahren soll sich diese Zahl verdreifachen. (VDA)
  29. Durchschnittsgeschwindigkeit in Großstädten: 19 km/h in London, 24 km/h in Berlin, 31 km/h in Paris. (Statista)
  30. In Norwegen beträgt der Anteil der E-Autos an den Neuzulassungen 23%. Und Deutschland? Steht mit 0,7% an drittletzter Stelle. (Statista)
  31. Die Top-3-Staaten nach jährlichen Neuzulassungen an E-Autos: 1. China 207.000, 2. USA 115.000, 3. Niederlande 43.000. (CAM Center of Automotive Management)
  32. 75% aller CO2-Emissionen im Tourismus stammen aus dem Verkehr: 40% durch Flugzeuge, 32% durch Autos, 3% durch Bus und Bahn. (Umweltbundesamt)
  33. Barrierefreie Mobilität? 25% aller Bahnsteige sind nicht ohne Stufen erreichbar. 42% aller Bahnhöfe ermöglichen keinen stufenfreien Einstieg in Züge. (Der Spiegel)